Johanna Gerny M.A.
Projektskizze
Der Mensch ist in jedem Lebensalter immer wieder mit seiner eigenen Endlichkeit und der aller Lebewesen und Dinge konfrontiert – im Verlust von geliebten Menschen, Tieren und bedeutsamen Gegenständen, im Vergehen und Verändern von Beziehungen oder auch im Wechsel von Jahreszeiten und Lebensabschnitten. So ist die Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer auch im Leben von Kindern und Jugendlichen präsent: Sie werden durch Krankheit und Tod im nahen Umfeld mit der Endlichkeit konfrontiert, aber auch durch den (teilweise unbegrenzten) Zugang zu sozialen Medien, sowie mediale Darstellungen in z. B. Büchern, Serien und Filmen geprägt. In der pädagogischen Literatur wird die Endlichkeit im Leben Jugendlicher überwiegend aus praktischer Erfahrung heraus bearbeitet, während der wissenschaftliche Zugang hierzu unterrepräsentiert ist und sich vor allem dem Aspekt der Trauer im Jugendalter widmet. Gleichwohl ist Wissen über die Auseinandersetzung von Jugendlichen mit der Endlichkeit für die pädagogische Ausbildung, Praxis und Forschung bedeutsam, um darauf aufbauend pädagogisches Handeln zu reflektieren, anzupassen und weiterzuentwickeln. Für meine Dissertation führe ich eine ethnografische Feldstudie durch und begleite durch eine teilnehmende Beobachtung Jugendliche, die sich in verschiedenen Kontexten mit Themen rund um Sterben, Tod und Trauer beschäftigen.