Die soziale Funktion der Hirtendichtung im Italien des 16. Jahrhunderts

Das Dissertationsprojekt hat zum Ziel, die sozialen Funktionen frühneuzeitlicher Hirtendichtungen zu untersuchen, wurden diese doch bisher von der Forschung zumeist vernachlässigt. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, dass die sozialen Funktionen frühneuzeitlicher Bukolik insofern vielschichtig als auch vielfältig sind, als dass diverse Trägerschichten anzunehmen sind.

Das Projekt wird einerseits einen Beitrag zur höfischen Kommunikation darstellen, andererseits aber auch einen Teilbereich des in den letzten Jahren wieder intensiver diskutierten Antikenrekurses erschließen.

Das Vorhaben ist bewusst interdisziplinär ausgerichtet, sodass der eingangs gestellten Leitfrage sowohl aus literaturwissenschaftlicher als auch aus kulturhistorischer Perspektive nachgegangen zu werden vermag. Dabei wird zunächst mit einem bewusst weiten, noch synonymen Verständnis der Begriffe ‘Hirtendichtung’ und ‘Bukolik’ gearbeitet: So wird all jene Dichtung, daneben aber auch literarische Prosa, deren Protagonisten Hirten sind, als Hirtendichtung/Bukolik bezeichnet.

 

 

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