Jugend – Raum – Kultur
Jugendhäuser als raumkulturelle Phänomene. Eine historisch-ethnologische Studie am Beispiel Augsburg in den 1980er Jahren

Jugendhäuser werden in meinem Dissertationsprojekt als raumkulturelle Phänomene aufgefasst. Sie sind
zum einen materielle Orte und gleichzeitig relationale Räume, die sich aus dem Haus selbst, den
vielfältigen Zuschreibungen sowie alltäglichen Handlungsweisen und Bedeutungen konstruieren.
Untersucht werden drei Augsburger Jugendhäuser im Zeitraum der 1980er Jahre. Anhand von Interviews
mit ehemaligen Besucher*innen als auch (ehemaligen) Mitarbeiter*innen und einer umfassenden
Archivrecherche (Mediale Quellen, Protokolle, Fotografien, Pläne etc.) wird dem raumkulturellen
Phänomen multiperspektivisch und holistisch nachgespürt. Die Fragen: Wie nehmen die AkteurInnen den
Raum Jugendhaus wahr? Wie wurden Jugendhäuser konstruiert? (historisch, organisatorisch und
strukturell, materiell) und welche Ideen, Werte, Vorstellungen werden in das Jugendhaus hineinprojiziert?
sind dabei forschungsleitend.

Das komplexe Zusammenspiel von sozialem und materiellem Raum wird
anhand von Ansätzen aus der kulturwissenschaftlichen Raumforschung untersucht.

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