Ziele von Hochschullehrern und subjektives Wohlbefinden

Die Beeinträchtigung des subjektiven Wohlbefindens (SWB) bei Hochschullehrern ist ein stetig wachsendes Problem, das bereits im Mittelpunkt zahlreicher empirischer Untersuchungen stand. Bisher wurden jedoch deutlich zu wenige Anstrengungen unternommen, ein umfassendes Verständnis des SWB aus einer vielschichtigen Perspektive zu gewinnen. Auch die Rolle, die einzelne Zielvorstellungen hierfür haben können, fand noch zu wenig wissenschaftliche Beachtung. Insbesondere der anerkannte Motivationsrahmen der ‚Achievement Goal Theory‘, der besagt, dass Ziele richtungsweisend für Wahrnehmungen und Verhaltensweisen in Leistungskontexten (einschließlich Bewältigungs- und Gefühlsmustern) sind, erweist sich von besonderer Bedeutung für die Untersuchung des SWB. Vor diesem Hintergrund ist das Hauptziel der geplanten Dissertation, die weitgehend unerforschte, aber theoretisch vielversprechende Beziehung zwischen den Zielen von Hochschullehrern und ihren vielseitigen SWB genauer zu beleuchten. Konkret sind drei Studien geplant, die folgende Zielsetzung haben: (1) die Zusammenhänge zwischen den Zielen und dem SWB länder- und institutionenübergreifend zu untersuchen, (2) diese Effekte in ein praktisch anwendbares Modell zu überführen und (3) die zeitlichen Auswirkungen dieses Zusammenhangs zu ergründen.

 

Die Dissertation wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und ist Teil des übergreifenden Projekts "ZIDO - Zielorientierungen von Dozierenden, berufliches Lernverhalten und Lehrqualität: Determinanten, Konsequenzen, Moderatoren."

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