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Die Inhalte von Erzählkompetenz bei Erwachsenen



Die Inhalte von Erzählkompetenz bei Erwachsenen - Entwicklung und Erprobung eines Kompetenzmodells

  • Der Begriff "Erzählen" ist im deutschsprachigen Raum mit großen definitorischen Freiheitsgraden versehen. Selbst in der Referenzliteratur sind Inkonsistenzen zu Form und Inhalt mündlichen Erzählens aufzufinden.
  • Im Vergleich zu anderen Kunstformen findet sich für das freie, mündliche Erzählen keine Didaktik die über einen deskriptiven Anspruch hinausgeht. Im Gegensatz zu anderen Kunstformen musste das freie, mündliche Erzählen auch den unwiederbringlichen Verlust aller bekannten mündlichen Traditionslinien verkraften.
  • Geringes Bewusstsein: Sieht man von Präsentations- und Rhetoriktrainings ab, so ist erzählerisches Sprechen als eigenwertiges sprachliches Handeln dem medienkonsumierenden Menschen meist kaum bewusst.
  • Erzählen erfreut sich wieder Beliebtheit: Der Zulauf dessen sich Erzähler und Erzählveranstaltungen neuerdings erfreuen, erweckt den Anschein, dass sich Menschen wieder nach Mündlichkeit und persönlicher Ansprache in Form von Geschichten sehnen. Ist dies eine Renaissance, eine Mode, eine Gegenbewegung zur Medialisierung oder vielmehr eine Weiterentwicklung erzählerischer Mündlichkeit?
  • Anforderungen in der Grundschule: Der aktuell gültige Lehrplan für die bayerische Grundschule von Juli 2000 sieht erstmals für alle Jahrgangsstufen -Einander erzählen und einander zuhören- als pädagogisches Leitthema im Rahmen des Deutschunterrichts zur sprachlichen Bildung vor. Pädagogen sind auf diese Anforderung nur dürftig vorbereitet.

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