23.04.2020: Bombenstimmung: Frühneuzeitliche Feuerwerksbücher und die Chemie des Schwarzpulvers

Vortragende: PD Dr. Jens Soentgen (Wissenschaftszentrum Umwelt) und Marius Mutz M.A. (Geschichte der Frühen Neuzeit)

 

Ort: Gebäude T - Raum 1002

 

Das Aufkommen von Schwarzpulver im Mittelalter revolutionierte nicht nur die Kriegsführung, sondern auch die Festkultur europäischer Höfe und Residenzen. Mit aufwendig inszenierten, politisch-programmatischen Feuerwerken demonstrierten Herrscher nicht nur ihren Reichtum, sondern auch ihre militärische Potenz. Die Geheimnisse um Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung von Schwarzpulver wurden von Fürsten und Königen zwar eifersüchtig gehütet, Feuerwerksdarstellungen und Anleitungen zum Selbermachen in sogenannten „Büchsenmeisterbüchern“ erfreuten sich aber gleichwohl großer Beliebtheit im frühneuzeitlichen Europa. Schwarzpulver, die Ausgangssubstanz aller Feuerwerke, ist zwar geheimnisvoll, aber im Grunde ein Naturprodukt, das sich aus Holz, Erde und Schwefel gewinnen lässt. Der Vortrag schließt auch Experimente ein, um ein Gefühl für den Gegenstand zu vermitteln.

 

Beginn: 18.15 Uhr, Enge gegen 19.45 Uhr

30.04.2020: Gesundheit in der Familie: Das liebe Geld und die bösen Medien?

Vortragende: Prof. Dr. Helena Bilandzic (Kommunikationswissenschaft) und Prof. Dr. Robert Nuscheler (Finanzwissenschaft)

 

Ort: Gebäude K - Raum 1001

 

Gesundheitsverhalten und -einstellungen werden entscheidend in und durch Familien geprägt. Was die Eltern in Sachen Ernährung, Sport oder auch problematischen Verhaltensweisen (z.B. Rauchen) vorleben, wird von Kindern als normal wahrgenommen und als Verhalten übernommen. Dabei spielen sozioökonomische Aspekte eine große Rolle, etwa das verfügbare Haushaltseinkommen und die Bildung. Aber auch Medien können einen Faktor für Familiengesundheit darstellen – und sowohl potentiell schädlich als auch positiv wirken. Dieser Vortrag beleuchtet Familiengesundheit aus einer ökonomischen und einer kommunikationswissenschaftlichen Sicht und stellt dabei die Frage, wie Eltern und Kinder sich gegenseitig in ihrem Gesundheitsverhalten beeinflussen und unterstützen können.

 

Beginn: 18.15 Uhr, Enge gegen 19.45 Uhr

14.05.2020: Gott und Geld - Braucht Religion Finanzen?

Vortragende: Prof. Dr. Dr. Jörg Ernesti (Kirchengeschichte) und Prof. Dr. Erik E. Lehmann (Betriebswirtschaftslehre)

 

Ort:  Gebäude K - Raum 1001

 

Ihr könnt nicht zugleich Gott und dem Mammon dienen, heißt es in der Bibel. Einerseits geht es den Religionen um andere Dinge als um Geld: um transzendente, immaterielle Werte. Andererseits kommen Religionsgemeinschaften nicht ohne Finanzmittel aus. Ausgehend vom konkreten Beispiel der Kirchenfinanzierung versuchen ein Wirtschaftswissenschaftler und ein Theologe zu der grundsätzlichen Frage vorzustoßen: Braucht Religion Geld?

 

Beginn: 18.15 Uhr, Ende gegen 19.45 Uhr

 

 

 

28.05.2020: Brot und Ähre: Weizen-Politiken im Kalten Krieg

Vortragende: PD Dr. Kirsten Twelbeck (Wissenschaftszentrum Umwelt/Amerikanistik) und Prof. Dr. Matthias Schmidt (Humangeographie und Transformationsforschung)

 

Ort:  Gebäude N - Raum 2045

 

Was bedeutete der Weizen für die Entwicklung und das Selbstverständnis der Sowjetunion? Inwiefern verkörperte das industriell gefertigte amerikanische Wonder Bread einen antikommunistischen American Dream? Und wie wirkte sich der sogenannte Soviet Wheat Deal (besser bekannt als die Great Grain Robbery) von 1972 auf die beiden Länder aus? Über diese und andere Fragen tauschen sich die Amerikanistin PD Dr. Kirsten Twelbeck und der Humangeograph Prof. Dr. Matthias Schmidt aus - reichlich illustriert durch visuelles Material aus der Kulturgeschichte beider Länder.

 

Beginn: 18.15 Uhr, Ende gegen 19.45 Uhr

 

04.06.2020: Simulieren statt Studieren? Medizindidaktik und Religionsdidaktik im Gespräch

Vortragende: Prof. Dr. Thomas Rotthoff (Medizindidaktik und Ausbildungsforschung) und Prof. Dr. Manfred Riegger (Didaktik des katholischen Religionsunterrichts und Religionspädagogik)

 

Ort: Gebäude C - HS III

 

Vortäuschung, beispielsweise einer Krankheit, ist oft die erste Assoziation, die Menschen mit Simulation verbinden. In der Ausbildung von MedizinerInnen und LehrerInnen hat Simulation aber oft einen festen Platz. Neben Einblicken in die jeweilige Ausbildungspraxis werden Ausblicke für die interdisziplinäre Zusammenarbeit aufgezeigt.

 

Beginn: 18.15 Uhr, Ende gegen 19.45 Uhr

 

 

18.06.2020: Starke KI. - Künstliche Intelligenz zwischen Realität und Science Fiction

Vortragende: Dr. Sebastian Rosengrün (CODE University of Applied Sciences; Science, Technology and Society) und Dr. Thomas Heichele (Philosophie)

 

Ort:  Gebäude N - Raum 2045

 

Unter starker KI wird eine künstliche Intelligenz verstanden, die (mindestens) die gleichen intellektuellen Fähigkeiten - vielleicht sogar die gleichen Bewusstseinszustände - hat wie Menschen. In ihrem gemeinsamen Vortrag loten Dr. Thomas Heichele (Universität Augsburg) und Dr. Sebastian Rosengrün (CODE Berlin) aus, ob eine solche starke KI möglich ist, also ob künstliche Systeme denken, handeln und fühlen können. Sie geben einen Überblick über Stärken und Schwächen der gegenwärtigen KI-Debatte, und zeigen, dass die Philosophie viel mehr dazu beitragen kann als technikskeptischen Pessimismus zu verbreiten oder science-fiction-artige Sensationshascherei zu befeuern.

 

Beginn 18.15 Uhr, Ende gegen 19.45 Uhr

25.06.2020: GrenzErfahrung: gesucht - gefürchtet - unvermeidlich

Vortragende: Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl (Moraltheologie) und Prof. Dr. Susanne Metzner (Musiktherapie)

 

Ort: Gebäude C - HS III

 

Theorien und Diskurse zum Thema Grenze und Grenzerfahrung durchziehen alle Wissenschaften und Künste so auch die Theologie, die Medizin und die Musik. Die beiden Referentinnen erkunden GrenzErfahrungen, die typisch für ihr jeweiliges Fachgebiet sind, aber dabei stets im Zusammenspiel von sinnlichem Wahrnehmen, von Erkennen in der Welt und von sozialem Handeln entstehen. In ihrem daraus entstehenden Dialog geht es insbesondere um Fragen nach Schmerz und Überschreitung, um Sinn und Sinnstiftung.

 

Beginn: 18.15 Uhr, Ende gegen 19:45 Uhr

02.07.2020: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Organspende - Betrachtungen aus medizinischer und juristischer Perspektive

Vortragende: Prof. Dr. Josef Franz Lindner (Öffentliches Recht, Medizinrecht und Rechtsphilosophie) und Prof. Dr. Matthias Anthuber (Universitätklinikum Augsburg, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie)

 

Ort:  Gebäude H - Raum 2001

 

Nach dem Scheitern der sog. Widerspruchslösung im Deutschen Bundestag ist die Diskussion um eine Reform des rechtlichen Rahmens der Organspende nicht beendet. Der Bundesgesundheitsminister hat bereits weitere Reformdiskussionen angekündigt. Auch die Widerspruchslösung selbst sollte auf der politischen Agenda bleiben, wird sie doch in vielen Ländern Europas praktiziert. Gegenstand der Überlegungen wird vor allem die Frage sein, welche rechtlichen Weiterentwicklungen des TPG diskussionswürdig, vor allem verfassungskonform wären.

 

Beginn: 18.15 Uhr, Ende gegen 19:45 Uhr

23.07.2020: Steuern Stad(t)t Stau - Mit Optimierung nachhaltig zum Ziel

Vortragende: Prof. Dr. Tobias Harks (Diskrete Mathematik, Optimierung und Operations Research) und Prof. Dr. Robert Klein (Analytics & Optimization)

 

Ort: Gebäude T - Raum 1002

 

Zahlreiche Städte stehen vor dem Verkehrsinfarkt. Der Vortrag soll am Beispiel von Pendlern und Zustelldiensten zeigen, wie sich durch eine intelligente Steuerung individuellen Verhaltens die entstehenden Belastungen reduzieren lassen. Zugleich sollen die Potenziale einer gezielten Vernetzung von Konzepten und Methoden der Mathematik, Ökonomie und Informatik verdeutlicht werden.

 

Beginn: 18.15 Uhr, Ende gegen 19.45 Uhr

 

 

 

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