Theodor Lessing (1872–1933)
Ab dem 17. Juli lädt in der Eingangshalle der Zentralbibliothek eine kleine Ausstellung zur Begegnung mit einem Autor ein, der auch unserer Zeit noch Wesentliches zu sagen hat. Der Philosoph Theodor Lessing, der aus einer seit langem in Hannover ansässigen jüdischen Familie stammte, lehrte an der Technischen Hochschule Hannover als außerplanmäßiger Professor der Philosophie. Er war einer der ersten Denker, die sich mit der globalen ökologischen Krise auseinandersetzten. Zudem publizierte er frühzeitig Schriften gegen den Lärm und entwickelte er eine heute noch rezipierte reflexive Geschichtstheorie. 1926 setzten antisemitische Studentengruppen und rechtsextreme Organisationen seine Beurlaubung durch. Lessing wurde im tschechischen Marienbad, wohin er mit seiner Familie geflohen war, 1933 von einem nationalsozialistischen Mordtrupp erschossen. Seine Bücher wurden im NS-Staat ausgesondert und verbrannt. Die Ausstellung entstand im Rahmen eines Philosophieseminars im Sommersemester 2026. Seminarleitung: Tutor und Koordination: Die Ausstellung wurde kuratiert von: Ausstellungseröffnung: 17. Juli, 16 Uhr
Dr. Konrad Heumann (Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt am Main), Prof. Dr. Jens Soentgen (Universität Augsburg, Wissenschaftszentrum Umwelt)
Nicholas Schoch
Peter Fingenzeller, Julianna Forstner, Simon Frank, Thomas Fuchs, Tamara Schindler, Magdalena Schreieck, Michael Straub, David Wagner, Luisa Wagner