Prof. Dr. Elisabeth André

„Ich hoffe, dass es in fünf Jahren möglich ist, Roboter ohne technisches Vorwissen den eigenen Anforderungen flexibel anzupassen.“
Daniel Biskup

Was ist auf dem Bild zu sehen?
Unser sozialer Roboter: im Betrieb reagiert er emotional auf Menschen, die mit ihm interagieren. Aktuell untersuchen wir sein Potenzial als sozialer Eisbrecher – etwa, um Kindern spielerisch den Einstieg in eine Therapiesitzung zu erleichtern.

Wo ist Ihr hauptsächlicher Forschungsort?
Meine kreativsten Gedanken kommen oft unterwegs, z. B. beim Radfahren durch den Siebentischwald, wenn der Kopf frei wird und der Blick frei schweifen kann. Zurück an meinem Lehrstuhl an der Universität Augsburg wird aus diesen Ideen dann konkrete Forschung.

Was bringt Ihre Forschung für den Alltag der Menschen?
Die Forschung an meinem Lehrstuhl richtet sich vor allem an Menschen im Alltag: Wir entwickeln Technologien, die intuitiver zu bedienen und damit für mehr Menschen zugänglich sind, etwa durch sprachliche, gestische oder blickbasierte Interaktion. Zudem möchten wir Brücken bauen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Kommunikationsbedarfen, etwa mit Gebärdensprach-Avataren, die gesprochene Sprache in Gebärdensprache und umgekehrt übersetzen.

Welches Forschungsziel möchten Sie in fünf Jahren erreicht haben?
Ich hoffe, dass es dann möglich ist, Roboter ohne technisches Vorwissen den eigenen Anforderungen flexibel anzupassen – durch Sprache, Gesten oder einfaches Vormachen, ganz so, wie man es einem Menschen erklärt. Im Projekt REGINA, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wird, entwickeln wir genau solche Roboter für den Einsatz in der Pflege.

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Lehrstuhl für Menschzentrierte Künstliche Intelligenz

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