Prof. Dr. Harald Kunstmann
Was ist auf dem Bild zu sehen?
Der Siebentischwald beim Augsburger Zoo. Als Klimaforscher und Hydrologe schätze ich den Wald persönlich als Ort der Ruhe, des Nachdenkens und der Inspiration.
Wo ist Ihr hauptsächlicher Forschungsort?
Das ist das Institut für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Partenkirchen, der Campus Alpin des Karlsruher Instituts für Technologie, an das ich von der Uni Augsburg entsandt bin, am Fuße der Alpspitze im Loisachtal.
Was ist Ihr wichtigstes Arbeitswerkzeug (außerhalb Ihres Geistes)?
Computermodelle, sogenannte Erdsystemmodelle: Auf der Basis physikalischer Gesetze und numerischer Mathematik können wir mit ihnen den Wasser- und Energiekreislauf simulieren. Dazu kommen Klimabeobachtungsstationen im Alpenvorland aber auch in Westafrika.
Geben Sie Ihrer bisherigen Forschung einen übergreifenden Titel!
Wasser: Zu viel und doch zu wenig – Wissenschaft zur Entscheidungsunterstützung.
Was war der schönste Moment in Ihrer Forschung?
Als ich zwei renommierte Forschungspreise gewonnen habe, den mit 100.000 Euro dotierten Wasserressourcenpreis 2021 und den Deutschen Hydrologiepreis 2024.
Was bringt Ihre Forschung für den Alltag der Menschen?
Wir verbessern zum Beispiel die saisonale Vorhersage von Dürren und Hitzewellen. Das ermöglicht Monate im Voraus aktive Anpassungen im Wassermanagement.
Welches Forschungsziel möchten Sie in fünf Jahren erreicht haben?
Zwei Ziele: unsere saisonalen Vorhersagen mit KI verbessern und Fraktionierungsprozesse stabiler Wasserisotope bei der Quantifizierung von Rückkopplungen berücksichtigen, zum Beispiel zwischen Bodenfeuchte und Niederschlag.
Kontakt
- Telefon: +49 821 598 2751
E-Mail: harald.kunstmann@uni-auni-a.de ()