Beschlüsse aus der Konventssitzung vom 03.02.2021

Beschlüsse

In der Sitzung des Studentischen Konvents vom 03.02.2021 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • Übersetzung der Webseite der Universität
    Die Universitätsleitung möge die Übersetzung der Website der Universität Augsburg auf Englisch entschiedener vorantreiben und diesen Prozess bis zum Ende des Sommersemesters 2021 abgeschlossen haben.
     
  • Angemessene Mülltrennung und -entsorgung an der Universität Augsburg sicherstellen!
    Der studentische Konvent fordert die Universitätsleitung auf, den Konventsanträgen vom 18.04.2018 und 14.11.2018 zur Mülltrennung nachzukommen.
    Wie bereits in den genannten Anträgen aus dem Jahr 2018 geschildert, wird die Universität Augsburg aufgefordert, an jeder Fakultät mindestens eine Sammelstelle für Abfall mit ordentlicher Mülltrennung (Plastik, Restmüll, Papier) zur Verfügung stellen.
    Des Weiteren ist dafür Sorge zu tragen, dass der getrennte Müll auch korrekt entsorgt wird, das heißt der Papier- beziehungsweise Plastikabfall nicht wieder in den Restmüll-Containern landet. Damit erhofft sich der studentische Konvent insgesamt eine größere Recyclingquote des Abfalls an der Universität.
    Damit erfüllt die Universität Augsburg neben ihrer Bildungs- und Vorbildfunktion auch ihre Verpflichtungen aus dem BayAbfG Art. 2 Abs. 1, weshalb die Ablehnung aufgrund Kostenmehrungen aus Sicht des studentischen Konvents nichtig ist.
    Begründung:
    Das Müllproblem an der Universität Augsburg wird seit vielen Jahren und von verschiedensten Gremien und universitären Zusammenschlüssen und Vereinen thematisiert. Trotzdem ist leider bislang vergleichsweise wenig erreicht worden.
    Die Universität ist ein Bildungsort, an dem Studierende im Normalfall viele Stunden in der Woche verbringen, was ein durchdachtes Müllvermeidungs- beziehungsweise Mülltrennungskonzept unvermeidlich macht. Erfreulicherweise ist vor dem Eingang zur alten Cafeteria bereits seit geraumer Zeit eine Sammelstelle mit ordentlicher Mülltrennung eingerichtet, jedoch ist eine Sammelstelle für den Gesamtcampus mit über 20.000 Studierenden zu wenig. Erschreckenderweise wird selbst bei dieser Sammelstelle der Abfall nur vermeintlich getrennt - denn es landet wieder alles in der schwarzen Tonne.
    Den Studierenden die Fähigkeit zur Mülltrennung - Stichwort Fehlwürfe - abzuerkennen, ist eine Farce, vor allem, da durch das steigende Umweltbewusstsein der Gesamtbevölkerung in den letzten Jahren auch den an der Universität studierenden beziehungsweise arbeitenden Personen eine gestiegene Sensibilisierung dahingehend unterstellt werden kann. Des Weiteren kann mit Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit, angefangen mit Hinweisschildern an den Mülleimern, die Fehlwurfquote noch weiter reduziert werden.
    Da die Universität aufgrund der bislang 11 Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnungen (BayIfSMV) nur spärlich beziehungsweise überhaupt nicht besucht werden kann und auch das kommende Sommersemester 2021 weitgehend als Online-Semester geplant wird, ist der Meinung des studentischen Konvents nach jetzt der optimale Zeitpunkt, um einen “Testlauf” zu beginnen, da von weniger Müll und damit auch geringeren Entsorgungskosten auszugehen ist.
    Antragsstellende:
    Franziska Wörz, Tamara Weber, Alexander Mayer, Jarl Hengstmengel

     
  • Gesundheit der Studierenden bei Prüfungen schützen
    Der Studentische Konvent fordert die Unileitung dazu auf, dem Infektionsschutz bei Prüfungen die notwendige Priorität zukommen zu lassen und die Gesundheit der Studierenden sowie ihrer Kontaktpersonen nicht zu riskieren.
    Dabei weist der Studentische Konvent auf das erhöhte Risiko durch die oft langen Aufenthaltszeiten in den Prüfungsräumen hin. Gleichzeitig ist ein Tragen von FFP2-Masken über der maximalen Tragedauer von 75 Minuten im Sinne des Arbeitsschutzes nicht akzeptabel, hier muss eine Lösung gefunden werden.
    Der Studentische Konvent fordert die Dozierenden dazu auf, ihre Prüfungsformate der Pandemie anzupassen.

    Begründung:
    Prüfungen in Zeiten einer Pandemie zu halten ist nicht einfach, jedoch ist ein "Weiter wie bisher" klar inakzeptabel.
    Sehr viele Studierende haben große Sorgen über die anstehenden Klausuren [1]. Zwar wird dieses Semester voraussichtlich nicht auf die Regel- und Maximalstudienzeit angerechnet, trotzdem fühlen viele Studierende dennoch einen Zeitdruck, ihr Studium zeitnah abzuschließen. Auch wenn sie für sich selbst das Risiko einer Ansteckung eingehen würden, besteht dennoch eine Verantwortung gegenüber deren Kontaktpersonen sowie der Gesellschaft als Ganzes, um die Pandemie schnellstmöglich zu überwinden.
    Bei den aktuellen Inzidenzzahlen ist die Anwesenheit einer infizierten Person bei großen Prüfungen durchaus wahrscheinlich. Dies kann zur Quarantäne einer großen Zahl an Menschen führen, wie bereits geschehen [2].
    Die Verbreitung durch Aerosole ist eine Hauptverbreitungsquelle des Virus. Bei Präsenzprüfungen ist das Risiko durch die sehr langen Aufenthaltszeiten von vielen Stunden insbesondere in Zeiten der neuen Mutation besonders hoch. Dabei helfen auch Abstände nur bedingt [3]. Alltagsmasken verringern dieses Risiko, eliminieren es aber nicht.
    Das Tragen einer FFP2-Maske für mehrere Stunden ist auch nicht vertretbar; demnach werden etwa bei den Regelungen für den Arbeitsschutz nach maximal 75 Minuten Tragezeit mindestens 30 Minuten Erholungszeit gefordert [4].
    Dozierende könnten etwa die Länge der Klausuren verkürzen oder - wie an vielen anderen bayerischen Universitäten auch - verstärkt auf Online-Prüfungen setzen, wo möglich. Flexibilität darf nicht nur von Studierenden gefordert werden.
    Antragsstellende:
    Alexander Mayer, Jarl Hengstmengel, Franziska Wörz

     
  • Benachteiligung aufgrund von Quarantäne verhindern
    Der studentische Konvent fordert die Universitätsleitung auf, Studierenden, welche aufgrund häuslicher Quarantäne unverschuldet nicht an Prüfungen teilnehmen können, die Möglichkeit zu geben, diese Prüfung(en) noch innerhalb des Semesters nachzuschreiben.
    Die Universitätsleitung wird dazu aufgefordert während der Pandemie in gleicher Art einen Nachteilsausgleich für die Studierenden zu ermöglichen wie zu dem Zeitpunkt des Orkans Sabine im letzten Jahr, bei dem Studierenden aufgrund der Wetterlagen ebenfalls eine Ersatzprüfung im selben Zeitraum angeboten wurde.
    Der studentische Konvent fordert die Universitätsleitung auf, ein Szenario ähnlich dem an der Hochschule Ansbach zu verhindern, bei dem Studierende aufgrund eines Corona-Falls bei einer Präsenzprüfung unverschuldet aufgrund der Quarantäne von weiteren Prüfungen ausgeschlossen wurden und diese erst in den nächsten Semestern nachholen können. Der Studentische Konvent fordert die Universitätsleitung auf, dass für ausnahmslos alle Studiengänge Ersatzprüfungen im Wintersemester 20/21 angeboten werden.
     
  • Abschlussarbeiten auch zur Corona-Zeit fair ermöglichen
    In den vergangenen Monaten war an diversen Fakultäten und Lehrstühlen im Rahmen der Anfertigung von Abschlussarbeiten die Praxis zu beobachten, dass Studierende Erklärungen unterschreiben mussten, dass sie die Bibliothek zur Anfertigung der Arbeit nicht benötigen und auf eine Verlängerung der Bearbeitungszeit aufgrund eingeschränkter Nutzbarkeit universitärer Ressourcen verzichten.
    Der studentische Konvent verurteilt diese Praxis scharf und fordert alle Lehrstühle der Universität auf, von dieser Praxis unverzüglich und dauerhaft Abstand zu nehmen. Die Fakultäten und die Universitätsleitung werden aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass derartige Praktiken tatsächlich unterlassen werden und im Falle von Zuwiderhandlungen durch Lehrstühle entsprechende Konsequenzen in die Wege zu leiten.
    Der Verzicht auf derartige Erklärungen darf jedoch nicht dazu führen, dass Studierenden die Möglichkeit genommen wird, ihre Abschlussarbeiten zu beginnen. Stattdessen soll schnellstmöglich ein vereinheitlichtes System für den Ausgleich erlittener Nachteile geschaffen werden.

Weitere Informationen zum Studentischen Konvent und seinen Mitgliedern findest du auf dessen Webseite.

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