Beschlüsse des Studentischen Konvents vom 02.06.2021

Beschlüsse

In der Sitzung des Studentischen Konvents vom 02.06.2021 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • Impf-Initiative für Augsburger Studierende

    Die Universitätsleitung wird ausdrücklich gebeten, die (dem allgemeinen Vernehmen nach vorgesehene) Impf-Initiative zur gezielten und zügigen Immunisierung von Mitarbeitern der Universität auch auf die Studierenden auszuweiten.
    Sollten die Impfungen im Rahmen dieser Initiative auf dem Campus/durch die Universität durchgeführt werden, soll das Angebot in ähnlicher Form auch Studierenden offenstehen. Hierfür kann auch angeregt werden, die Schaffung eines solchen Angebots als Modellprojekt durchzuführen und somit anderen Hochschulen zum Vorbild zu dienen. Durch eine solche, eigene Impf-Initiative der Universität soll allen Interessierten der 20.000 Studierenden der Uni Augsburg sowie den Studierenden der Hochschule Augsburg zeitnah ein Zugang zu einer Impfung gegen Covid-19 gewährleistet werden.
    Die Universitätsleitung wird auch aufgefordert, sich für die Belange der Studierenden bei den zuständigen Ministerien vehement einzusetzen und darauf zu drängen, dass ein gezieltes und zügiges Impfangebot für  Studierende geschaffen wird, selbst wenn das Impfangebot für Personal der Uni über die regulären Impfzentren oder andere Wege realisiert wird.

    Begründung
    Die Studierenden gehören seit Beginn der Pandemie zu einer der am meisten betroffenen Gruppen. Das Leben auf dem Campus wurde auf nahezu 0 heruntergefahren und die eingeschränkte Lehre stellt ein zusätzliches enormes Problem neben der Belastung im privaten und beruflichen Umfeld der Studierenden dar. Zudem wurden in den vergangenen Monaten nur außerordentlich begrenzt Maßnahmen ergriffen, um sich der Situation von Studierenden
    anzunehmen. Um Soforthilfeprogramme auf den Weg zu bringen, waren wochenlange Auseinandersetzungen notwendig; Angebote, um sozialer Isolation und ihren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Studierenden entgegenzuwirken sind nur überaus eingeschränkt vorhanden, eine gezielte Strategie der Staatsregierung existiert nicht. Um die Folgen der Pandemie für Studierende abzumildern, ist unbedingt erforderlich, schnellstmöglich wieder im verantwortbaren Maß Leben auf dem Campus zu ermöglichen – der Schlüssel hierzu sind zügige Impfungen. Studierende gehören jedoch häufig (im Gegensatz zu Mitarbeitern und Lehrpersonal der Universität) keiner Priorisierungsgruppe an und stehen in den von impfenden Ärzten gebildeten Reihenfolgen aufgrund ihres jungen Alters weit hinten. Ohne gezielte Initiativen zur Impfung von Studierenden hat der Großteil von ihnen keine Perspektive für ein Impfangebot.
    Mit einer Impf-Initiative kann die Universität Augsburg als Vorreiter einen bedeutenden Schritt im deutschlandweiten Impfkonzept leisten, um die Gruppe der Studierenden und damit einen enormen Anteil der Augsburger Bevölkerung zu unterstützen und einen Fortschritt in dieser Pandemie zu ermöglichen. Mit einem sehr großen Campus, der zugehörigen Universitätsklinik und der Zusage der Politik2, dass Impfstoff für Studierende bereitgestellt werden soll, bietet sich für die Universität Augsburg die optimale Gelegenheit in Verbindung mit der absoluten Notwendigkeit dieses Schrittes.
    Die Universitätsleitung wird daher ausdrücklich gebeten, das Impf-Konzept für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität auf die Studierenden auszuweiten, die nun einmal die Größte der Uni zugehörigen Gruppen darstellt.
    Die Studierenden plädieren schon länger für Präsenzangebote in der Universität, allerdings ohne sich einem Risiko aussetzen zu müssen. Ohne die notwendigen Impfungen ist dies jedoch unmöglich.
    Auch Bundesbildungsministerin Karliczek hat sich bereits dafür ausgesprochen Studierende priorisiert zu impfen, um für eine Entspannung in der Hochschullehre zu sorgen. Sie plädiert dafür, die „beste Lösung vor Ort“ zu suchen. Dies wäre durch eine klare lokal umgesetzte Impfstrategie der Universität Augsburg gegeben. Ebenso hat sich der deutsche Hochschulverband klar für eine Test- und Impfstrategie für Hochschulen ausgesprochen. Die besonderen Vorteile der Universität Augsburg sprechen für eine bisher einzigartige lokale Lösung mit großer Signalwirkung. So kann sich die Universitätsleitung in einem ausgesprochen großen Maße für die Studierenden einsetzen und könnte sich durch den Anstoß eines Modellprojektes auch als Vorreiter unter allen Universitäten deutschlandweit hervortun. Die Studierenden wollen ihre Universität in jeder Hinsicht als Leuchtturm in dieser Frage sehen und den anderen Universitäten deutschlandweit ein besonderes Vorbild bieten.
    In diesem Sinne bittet der Konvent die Universitätsleitung dringend, das bereits geplante Impfangebot auf alle Studierenden in Augsburg auszuweiten und ihnen durch eine eigenständige, sinnvolle Impfstrategie eine Perspektive zur Rückkehr zu einem annähernd normalen studentischen Leben zu bieten.
    Antragsstellende: Stefan Edenharder Caroline Bachmann

Weitere Informationen zum Studentischen Konvent und seinen Mitgliedern findest du auf dessen Webseite.

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