Beschlüsse des Studentischen Konvents vom 04.05.2022

In der Sitzung des Studentischen Konvents vom 09.02.2022 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Distanzierung von der Initiative „Studenten stehen auf“

Der studentische Konvent distanziert sich deutlich und in aller Klarheit von der Initiative „Studenten stehen auf“ und der hier in Augsburg agierenden Ortsgruppe und setzt sich stattdessen für einen wissenschaftlich fundierten Diskurs zu den entsprechenden Themen ein.

Begründung: Der fzs stuft die Bewegung „Studenten stehen auf“ als ein Bündnis von Studierenden, die gezielt und mit Inkaufnahme von gesundheitlichen Gefährdungen der Hochschulgemeinschaft, die Schutzmaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie unterläuft, ein.

Die bundesweite Bewegung sowie die lokal auftretenden Ortsgruppen von „Studenten stehen auf“ fallen mit einer radikalen Haltung gegen die Corona-Schutzmaßnahmen auf. Bei Demonstrationen, welche von „Studenten stehen auf“ mitorganisiert werden oder auf welchen die Initiative anwesend ist, fallen immer wieder Menschen auf, welche rechte oder verschwörungstheoretische Gedanken teilen. Solchem Gedankengut ist unmissverständlich und in aller Klarheit entgegenzutreten.

Auch auf dem Campus hier in Augsburg wurden bereits sogenannte Mahnwachen, Sachbeschädigungen und Kreideaktionen durchgeführt. Außerdem sind an der Universität in letzter Zeit immer wieder Flyer zu finden. Im Januar berichtete die Augsburger Allgemeine über die Initiative und das Auftreten am Campus.

Repräsentant*innen, welche dieser Initiative nahestehen haben bereits Kontakt mit Studierendenvertreter*innen aufgenommen, es wurden Anträge an die studentische Vollversammlung gestellt und es bestand Mailkontakt. Dem spricht nichts entgegen, vielmehr ist es gut miteinander zu kommunizieren. Anträge an die Gremien der Studierendenvertretung sind sogar äußerst erwünscht. Es ist jedoch auf das Schärfste zu verurteilen, wenn in der gemeinsamen Kommunikation entsprechende Verleumdungen und unpassende Vergleiche getätigt werden.

Die Bewegung „Studenten stehen auf“, nutzt seit Beginn der Corona Pandemie und der zeitweisen Schließung der Hochschulen, die Notlage vieler Studierender aus, um diese für einen vermeintlichen Kampf gegen staatliche Unterdrückung und dem angeblichen Verlust des Rechts auf freie Bildung zu mobilisieren.

„Studenten stehen auf“ propagiert in vielerlei Hinsicht wissenschaftsfeindliche Positionen, welche unser Zusammensein auf dem Campus maßgeblich prägt. Die Studierendenvertretung sollte sich von solcherlei Positionen eindeutig und in aller Klarheit distanzieren. Die Aufrechterhaltung notwendiger Hygiene- und Schutzmaßnahmen, sowie die Stärkung von wissenschaftsorientierten Diskursen, bleibt weiterhin in einem solidarischen Umgang während der Pandemie essenziell.

Antragstellende: Nicolas Frank, Philipp Pschera

Student Rights Charter

Der studentische Konvent schließt sich der Student Rights Charter, wie sie von der European Students‘ Union ausgearbeitet wurde, an und setzt sich für die Durchsetzung der darin formulierten Ziele an der Universität Augsburg sowie darüber hinaus ein.

Begründung: Die European Students‘ Union hat in Reaktion auf die Ereignisse in der Türkei, Belarus und Ungarn, aber auch allgemein in Bezug auf Studierende eine Student Rights Charter verfasst. Hierzu erarbeitet eine Task Force von ESU aktuell auch, wie diese auf europäischer Ebene lobbyiert werden kann. Auch der fzs hat sich als bundesweite Studierendenvertretung dieser Students Rights Charter verschrieben. Als Studierendenvertretung der Uni Augsburg sind wir Mitglied des fzs und sollten uns daher auch verpflichtet fühlen die Ziele dieser Charter zu verfolgen und uns nachdrücklich dafür einzusetzen.

Auch mit Blick auf das geplante Hochschulinnovationsgesetz ist es ein wichtiges Zeichen die Wünsche, Sorgen und Nöte der Studierendenschaft zu artikulieren und etwaige Probleme klar beim Namen zu nennen. Die Student Rights Charter kann hierbei teilweise als Instrumentarium verstanden werden, um solcherlei Probleme auszumachen.

https://esu-online.org/?policy=student-rights-charter. Die ins Deutsche übersetzte Version kann auf Anfrage zugesandt werden.

Antragstellende: Nicolas Frank, Ayla Heeg

Studentisches Gesundheitsmanagement

Der studentische Konvent setzt sich für eine stärkere Förderung des Angebots für studentisches Gesundheitsmanagement an der Universität ein. Entsprechender Wunsch soll deutlich an die zuständigen Stellen der Universität adressiert werden.

Begründung: Der Antrag bezieht sich auf eine entsprechende Positionierung der 69. Mitgliederversammlung des fzs aus dem April 2022. Hier wurde eine stärkere Förderung des studentischen Gesundheitsmanagements an den Hochschulen einstimmig gefordert.Das Thema Gesundheitsmanagement hat gesamtgesellschaftlich und auch an den Hochschulen seit Jahren einen immensen Bedeutungszugewinn erfahren.

In einem bundesweiten Arbeitskreis „Gesundheitsfördernde Hochschulen“ vernetzen sich beispielsweise bereits seit vielen Jahren die jeweiligen Abteilungen. Auch Studierende des fzs beteiligen sich an diesem Arbeitskreis. Es wird sichtbar, dass der Bedarf bei Studierenden sowie Angestellten an den Hochschulen gestiegen ist. So müssen die aktuell die entstandenen sozialpsychologischen Mehrbelastungen angesichts der Folgen der Corona-Pandemie durch gezielte Beratungsangebote der Studierendenwerke aufgefangen werden, des Weiteren empfinden viele Studierende allgemein im Zuge der Bologna-Reformen große Belastungen in ihrem Studium.

Durch Angebote zur Entspannung und Gesundheitsförderung kann diesen Problemen entgegengewirkt werden. An einigen Universitäten wird das studentische Gesundheitsmanagement aktuell ausgebaut - Projekte in diesem Bereich finanziell massiv unterstützt. Auch an der Universität Augsburg gibt es, was dieses Thema angeht, bereits einige gute Initiative, wie z.B. die Initiative „UniA:ctive - Bewegt studieren - Studieren bewegt! 2.0 “. Allgemein ist jedoch festzustellen, dass der Fokus des Gesundheitsmanagements der Universität Augsburg bislang klar auf den Mitarbeitenden liegt.

Als Studierendenvertretung fordern wir, dass in Zukunft, verstärkt und zielgerecht, Angebote für Studierende entstehen. Dazu gehören explizit auch sozialpsychologische Unterstützungs- angebote, Angebote, welche die körperliche Betätigung fördern sowie Entspannungs- möglichkeiten. Ideen könnten z.B. in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk oder dem Hochschulsport entstehen. Auch das AStA-Referat für Umwelt und Gesundheit kann bei der Umsetzung entsprechender Projekte miteinbezogen werden. Eine ausreichende Finanzierung

seitens der Universität oder im besten Fall seitens des Freistaat Bayerns wäre wünschenswert.

Antragstellende: Nicolas Frank

Maus an die Uni einladen

Die Maus/die „Sendung mit der Maus“ soll an die Universität Augsburg eingeladen werden. Zusätzlich spricht sich der Konvent dafür aus, dass der Elefant und die Ente die Maus bei ihrem Besuch begleiten.

Begründung: Die Maus hat schon vieles gesehen. Wöchentlich darf Sie sich interessante Dinge ansehen wie zum Beispiel die Herstellung von Porzellangeschirr, die Wartung von Windrädern, Astronautentoiletten, wie wird ein Snowboard gebaut, wie funktioniert ein Geigenbogen, wie bastelt man einen Jonglierball aus Luftballons und Grieß u.v.m.. Viele Personen haben die Maus bereits begrüßen dürfen - Marcel der Straßenbahnfahrer aus Jena, Charlotte die Phantombildzeichnerin, sogar Anke Engelke. Auch an der Universität war die Maus bereits zu Gast. Der Maus wurde gezeigt, wie man Betonboote baut, wie Fußballroboter Fußball spielen und warum Kartoffeln weich und Eier hart kochen. Was noch fehlt ist eine simple Darstellung darüber was eine Universität eigentlich ist und was diese unterscheidet von einer Schule oder einem Kindergarten. Wer könnte darüber besser berichten als Studierende.

Eine Einladung der Maus an unsere Universität könnte die Strahlkraft der Universität Augsburg auf ein hohes Level heben und die Einschreibezahlen um ein Vielfaches heben – wenn die ‚Mausfans‘ irgendwann mal in mehreren Jahren anfangen zu studieren. Die Studierenden- vertretung der Universität Augsburg wäre vermutlich die erste Gruppierung, welche durch einen Antrag dafür sorgen könnte, dass die Maus eingeladen wird. Ein geeigneter Anlass wäre beispielsweise der Maus-Türöffnertag am 3. Oktober.

Eine nette Einladungsnachricht an die Maus könnten die Antragsteller*innen plus Unterstützer*innen formulieren. Auf der Webseite der Sendung mit der Maus findet man weitere Infos über Einladungen. Eine weitere Idee wäre ein nettes Einladungsvideo. Eine Kooperation mit der Pressestelle bietet sich an. Ein geeigneter Anlass für den Besuch der Maus wäre beispielsweise der Maus-Türöffnertag am 3. Oktober – jeder andere Termin ist aber auch im Sinne des Konvents. Hauptsache, die Maus kommt. 😍

Antragstellende: Nicolas Frank, Ayla Heeg

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