Beschlüsse des Studentischen Konvents vom 09.02.2022

In der Sitzung des Studentischen Konvents vom 09.02.2022 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Organisation der Prüfungen

Die Universitätsleitung wird aufgefordert, eine Verlängerung der Anmeldephase für die Prüfungen sowie die Einrichtung einer Abmeldephase zu prüfen. Außerdem soll die Frist der Ankündigungen für die Prüfungstermine von vier auf sechs Wochen angehoben werden.

Begründung: Die bisherige Praxis der Anmeldephase ist für die Planung der Prüfungsphase, Arbeit, Praktika und Folge-Semestern nicht nachhaltig. Zudem resultiert dies in einer späten Ankündigung von Prüfungsterminen. Die Vorverlegung des Anmeldezeitraums und eine zusätzlich eingeführte Abmeldephase für Prüfungen, wie sie in vielen deutschen Universitäten bereits angewendet wird, würde dazu führen, dass Prüfungstermine früher bekanntgegeben werden können. Vielen Studierenden wäre damit sehr geholfen, wenn sie früher über den Ablauf ihrer Prüfungsphase Bescheid wüssten. Dies könnte zusätzlich durch eine Vorverlegung der Ankündigungsfrist der Prüfungen erreicht werden.Generell ist eine Abmeldephase sehr sinnvoll, da dadurch eine erhöhte Flexibilität und Planbarkeit des Studiums ermöglicht wird. So kann bei unvorhergesehenen Ereignissen, wie Krankheit, vermieden werden, dass ein gescheiterter Versuch im Studiendatenblatt eingetragen wird. Zusätzlich wird die Organisation der Prüfungen von Seiten der Universität erleichtert.

Antragstellende: Israa Kretschmer

Die Universität Augsburg soll Fairtrade-University werden

Die Universität Augsburg soll an der Kampagne Fairtrade-University teilnehmen und sich um die Auszeichnung als Fairtrade-University bewerben. Im Rahmen dessen soll der Faire Handel in die verschiedenen Bereiche am Campus integriert und gefördert werden. Hierzu soll sich die Universi- tät darum bemühen, die fünf Kriterien der Fairtrade-University zu erfüllen. Der studentische Konvent soll sich überlegen, in welchem Verfahren die Studierendenvertretung in der zur Erlangung der Auszeichnung erforderliche Lenkungsgruppe ernannt wird. Ein Vorschlag wäre die Wahl von mindestens zwei Personen. Zuletzt sollen die EULe-Vertreter*innen darauf achten, dass das Thema Fairtrade-University künftig regelmäßig auf der Tagesordnung der EULe steht.

Begründung: Bereits seit 2010 darf sich die Stadt Augsburg Fairtrade-Town nennen und auch vier Schulen in Augsburg verfügen über eine Auszeichnung als Fairtrade-School. Dahingegen besitzt keine Hoch- schule in der Stadt eine entsprechende Zertifizierung. Dabei sind Universitäten gesellschaftliche Akteure und wichtige Impulsgeber für die soziale, ökologische und kulturelle Entwicklung in der Gesellschaft, weshalb es dringend notwendig ist, auch die Universität Augsburg zu einer Fairt- rade-University zu machen. Die Zertifizierung würde ein durchweg positives Licht auf die Augs- burger Universität werfen, fair gehandelte Produkte im Hochschulalltag etablieren und so zu einem bewussteren sowie sozial-ökologischen Konsum an der Universität beitragen. Damit eine solche Auszeichnung gelingen kann, müssen folgende Kriterien der Kampagne erfüllt sein:

Kriterium 1: Hochschulbeschluss
Die führenden Gremien der Studierendenschaft und der Verwaltungen der Hochschule fassen einen gemeinsamen Beschluss zur Fairtrade-University. Festgehalten wird das Bestreben, alle Kriterien der Fairtrade-Universities Kampagne zu erfüllen und den Fairen Handel als festen Be- standteil in die Hochschulpolitik zu verankern. An der Universität Augsburg müssten demnach der studentische Konvent, die EULe sowie die Universitätsleitung einen entsprechenden Beschluss fassen. Mit Teilen der Universitätsleitung (darunter Kanzler Zimmermann, Vizepräsident Prof. Dresel so- wie Vizepräsident Prof. Peter) wurde bereits Kontakt aufgenommen und positive Rückmeldung zu dem Vorhaben erhalten.

Kriterium 2: Steuerungsgruppe
An der Universität wird eine Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur Fairtrade-Univer- sity die Aktivitäten koordiniert. Sie vernetzt Akteur*innen, kümmert sich um die Umsetzung der Kriterien und organisiert Aktionen und Veranstaltungen rund um fairen Handel auf dem Campus. Die Gruppe besteht aus mindestens drei Personen, welche die Studierendenschaft, die Hochschulverwaltung und die gastronomischen Betriebe sowie Geschäfte auf dem Campus vertreten. Die Vertretung aus der Studierendenschaft könnte an der Universität Augsburg etwa durch den studentischen Konvent gewählt werden. Das Studentenwerk Augsburg, welches der Steuerungsgruppe ebenfalls als gastronomischer Betrieb angehören muss, wurde bereits über das Vorhaben informiert. Darüber hinaus könnten Mitglieder des AK Nachhaltigkeit der Universität in der Steuerungsgruppe aktiv sein. Denkbar wäre in der Anfangsphase auch Beteiligte des Steue- rungskreises ‚Fairtrade-Town Augsburg‘ in die Steuerungsgruppe zu intergieren.

Kriterium 3: Fairtrade-Produkte bei Sitzungen und offiziellen Veranstaltungen
Bei offiziellen Veranstaltungen der Hochschule sowie bei den Sitzungen der führenden Gremien der Studierendenschaft und der Verwaltung werden Fairtrade-Produkte angeboten. Bei Universi- täten mit über 20.000 Studierenden muss dies bei 15 Veranstaltungen geschehen, wovon min- destens 2/3 der Termine regelmäßige Sitzungen sein müssen. Die restlichen 1/3 können regel- mäßige oder einmalige (Groß-)Veranstaltungen an der Hochschule sein. Bei jedem Termin müs- sen mindestens zwei verschiedene Produkte aus fairem Handel angeboten werden. An der Universität Augsburg könnten zur Erfüllung dieses Kriteriums beispielsweise bei Gremien- sitzungen, Empfängen, Vortragsreihen, Vorstellungen des Uni-Kinos, Weihnachtsfeiern etc. Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Saft, Zucker, Gebäck, Obst etc. entsprechend des Veran- staltungsrahmens angeboten werden. Oft wird bei solchen Veranstaltungen bereits beispiels- weise Fairtrade-Kaffee ausgeschenkt.

Kriterium 4: Fairtrade-Produkte in Geschäften und in der Gastronomie
Fairtrade-Produkte müssen auf dem Campus in Geschäften und Cafés verfügbar sein. Bei über 20.000 Studierenden müssen an mindestens 20 Verkaufspunkten, darunter je mindestens ein Geschäft, ein Gastronomiebetrieb und ein Kiosk/Automat jeweils mindestens 2 Produkte aus fai- rem Handel angeboten werden. Als Fairtrade-Siegel anerkannt werden im Rahmen der Kam- pagne alle Mitglieder der World Fair Trade Organization WFTO sowie alle Weltladen-Lieferanten, die der Konvention der Weltläden gerecht werden. Bei Textilprodukten werden die Siegel Fairt- rade-Cotton-Siegel und der Textilstandard von Fairtrade akzeptiert. An der Universität Augsburg könnten solche Verkaufspunkte die Mensa, die Alte und Neue Ca- fete, die Café Bars, Snack- und Getränkeautomaten oder auch der UniShop sein. Hier könnten etwa Kaffee, Zucker, Schokoriegel, Säfte, Eistee, Mate, Schokomilch, Eiskaffee, Reis, Quinoa, Obst, Gewürze etc. mit Fairtrade Siegel angeboten werden. Teilweise werden an diesen Ver- kaufspunkten auch schon verschiedene Fairtrade-Produkte verkauft. Ebenso vertreibt der Uni- Shop Textilien mit Fairtrade-Siegel.

Kriterium 5: Veranstaltungen rund um Fairtrade
Auf dem Campus müssen regelmäßig, mindestens aber zweimal je Semester, Veranstaltungen rund um das Thema Fairtrade stattfinden. An der Universität Augsburg könnten solche Veranstaltungen zum einen durch die Studieren- denschaft realisiert werden. Beispielsweise könnten Vorträge, nachhaltige Stadtrundgänge oder Infostände organisiert werden. Hierfür stellt die Kampagne auch Fairtrade-Referent*innen zur Verfügung. Ebenso wäre es möglich einen Film zum Thema Fairtrade im Rahmen des Uni-Kinos zu zeigen. Zum anderen kann versucht werden, Dozierende davon zu überzeugen, das Thema in ihre Lehre zu integrieren oder selbst Veranstaltungen auf diesem Gebiet zu planen.

Antragstellende: Niklas Daecke, Maryvonne Kälberer, Alexander Behnke

Fairteiler an der Universität

An der Universität soll in Zusammenarbeit von Gremien der Studierendenschaft mit Einverständnis der Universitätsleitung wieder einen Fairteiler von Foodsharing auf dem Campus einrichten. Dieser soll

i)  an einem zentralen Ort platziert werden,

ii)  nur während der Vorlesungszeiten bestückt werden und

iii)  mehrmals wöchentlich von nicht mehr genießbaren Lebensmitteln befreit werden.

Begründung: Mit der Schließung des Frei*raums ist auch der Fairteiler von Foodsharing aus der Universität verschwunden. Gerade von einer Universität sollte man aber den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung nicht vertreiben. Deshalb soll in zentraler Lage wieder ein Fairteiler installiert werden. Damit dieser keine Gefahr auf Schimmel darstellt, soll dieser oft und regelmäßig überprüft, von nicht mehr genießbaren Lebensmitteln befreit, und gereinigt werden. Damit dies garantiert werden kann, soll der Fairteiler nur währen dem Semesterbetrieb geöffnet haben.

Antragstellende: Tino Goebel

Richtlinien für gendergerechte Sprache

Der studentische Konvent fordert die Universität auf Richtlinien oder einen Leitfaden zur Nutzung gendergerechter Sprache zu erstellen und Klarheit in Bezug auf richtige Nutzung zu schaffen.

Begründung: Anlässlich eines Artikels in der Augsburger Allgemeinen hinsichtlich Unklarheit bei der Verwendung gendergerechter Sprache sollen hier einheitlich Leitfäden erarbeitet werden. Zur generellen Sinnhaftigkeit von gendergerechter und gendersensibler Sprache, die nicht Inhalt des Antrags sein soll, wird auf der Themenseite „gendersensible Sprache“ hingewiesen: https://www.uni-augsburg.de/de/verantwortung/gender-equity-diversity/gender- equity/service/gendersensible-sprache/ . Um für die Zukunft Klarheit zu schaffen, sollen Richtlinien oder ein Leitfaden für die richtige Nutzung gendergerechter Sprache an der Universität geschaffen werden. Das Ergebnis soll dann überfakultär gelten, an dem sich alle entsprechenden Stellen orientieren. Somit werden die von einzelnen Instituten und Lehrstühlen erstellten, sich in Einzelheiten unterscheidenden Ausführungen obsolet. Diese reinformale Thematik soll sich zukünftig nicht als Problem für einen Teil der Studierendenschaft herausstellen. Die Frauenbeauftragte der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät Prof. Elisabeth Naurath hat in dieser Hinsicht bereits eine Anregung und einen Hinweis zur Bearbeitung dieses Themas an die entsprechenden Stellen weitergeleitet. Der Antrag soll diese Bemühungen von Studierendenseite unterstützen. Als entsprechende Stellen gelten das Büro für Chancengleichheit, die Gleichstellungsbeauftragten, der Frauenbeirat sowie die Frauenbeauftragten der Universität und der Fakultäten.

Antragstellende: Philipp Pschera, Celine Feldengut, Ayla Heeg, Nicolas Frank

Übersetzung der Universitätswebseite

Der Studentische Konvent fordert die Universitätsleitung dazu auf, für eine angemessene englische Übersetzung der Webseite im Sinne der Internationalisierung Sorge zu tragen. Insbesondere für Seiten mit wesentlichen Informationen ist zeitnah eine Übersetzung notwendig. Dazu erinnert der Studentische Konvent an den am 3. Februar 2021 gefassten Beschluss.

Begründung: Für eine Universität mit internationalem Anspruch ist eine gut übersetzte Webseite alternativlos. Dies betrifft insbesondere, aber nicht ausschließlich, Austauschstudierende, die beispielsweise Informationen zu den Prüfungen finden wollen. Dass diese nur auf Deutsch erhältlich sind [1], ist nicht vertretbar. Fehlende Übersetzungen verhindern, dass nicht deutschsprachige Studierende voll am studentischen Leben der Uni Augsburg teilhaben können. Bereits vor einem Jahr hat der Studentische Konvent einen ähnlichen Antrag verabschiedet [2], der eine Übersetzung bis Ende des SoSe 2021 forderte. [1]https://www.uni-augsburg.de/en/campusleben/corona/pruefungen/ [2]https://www.uni-augsburg.de/de/studium/studentisches- leben/studierendenvertretung/aktuelles/beschlusse-aus-der-konventssitzung-vom-03-02- 2021/ 

Antragstellende: Alexander Behnke, Alexander Mayer, Jarl Hengstmengel

Planungssicherheit für das Vollpräsenzsemester SoSe 2022

Die Universitätsleitung wird aufgefordert eine Planungssicherheit in Bezug auf den Ablauf des von ihnen definierten „Vollpräsenzsemester“ im SoSe zu schaffen. Es soll frühzeitig an die Studierenden kommuniziert werden, ob ein Umzug nach Augsburg für das SoSe nötig ist oder weiterhin verstärkt auf digitale und hybride Lehre gesetzt wird und dieser demnach nicht notwendig ist. Die Universitätsleitung soll den Fakultäten mitteilen, dass flächendeckende Präsenzlehre die Norm darstellen soll.

Begründung: Die Universitätsleitung spricht bei der Planung des kommenden Semesters immer von einem Vollpräsenzsemester. Dabei ist nicht klar, was damit eindeutig gemeint ist und wie dieses mit der aktuellen pandemischen Lage umgesetzt werden kann, sowie was das für die Studierenden heißt. Durch die kurzfristige Entscheidung, wie das aktuelle Semester (WiSe) stattfindet, wurden trotz der vielen Onlinelehre Studierende in Wohnverhältnisse in der Stadt Augsburg gezwungen, die über ihren Verhältnissen liegen. Gleichzeitig sind viele Studierende nach Augsburg gezogen, nur um dann traurig feststellen zu müssen, dass all ihre Veranstaltungen im Semester kurzfristig in digitaler Form abgehalten werden, obwohl es auch andere Möglichkeiten der Umsetzung gegeben hätte. Diese missliche Lage soll sich im kommenden Semester nun nicht wiederholen und eine Planungssicherheit für die Studierenden geschaffen werden. Die Studierenden sollen bereits im alten Semester wissen, wie sich das neue Semester gestalten wird. Im besten Fall ist die Planungssicherheit an die einzelnen Studiengänge gebunden, damit auf individuelle Bedürfnisse und Vorgangsweisen der einzelnen Fächer geachtet werden kann. Hier soll auch eindeutig geklärt werden, was man exakt mit einem „Vollpräsenzsemester“ meint. Dies soll großflächig und übersichtlich an die Studierenden kommuniziert werden.

Die Informationen können sich teilweise am Dokument „Lehre im SoSe 2022 – Rahmenbedingungen und Eckpunkte“ aus der LuSt-Kommission orientieren. Sollte ein „Vollpräsenzsemester“ nicht flächenmäßig und überfakultär umgesetzt werden können, soll dies den Studierenden gegenüber frühzeitig kommuniziert werden.

Antragstellende: Philipp Pschera, Nicolas Frank

Studienfortschritt bei Quarantäne gewährleisten

Der Studentische Konvent fordert die Fakultäten dazu auf, zeitnahe Nachholmöglichkeiten für Klausuren zu schaffen, spätestens aber zu Beginn des nächsten Semesters, sofern eine Teilnahme coronabedingt nicht möglich ist. Diese Möglichkeiten sollen klar kommuniziert werden.

Begründung: Diese Klausurenphase findet zeitgleich zum Peak der Omikronwelle statt. Dies bedeutet, dass eine erhebliche Anzahl Studierender aktuell infiziert, ist bzw. wenige Tage vor den Klausuren Kontakt mit einer oder mehrerer infizierter Personen gehabt haben wird. In vielen Studiengängen gibt es die Möglichkeit, zu Beginn des Sommersemesters Klausuren nachzuholen. Dies ist aber nicht überall der Fall. Stattdessen können in einigen Studiengängen Klausuren nur in der regulären Klausurenphase des nächsten Semesters geschrieben werden. Bei mehr als einer Klausur, an der die Teilnahme nicht möglich war, führt dies zu einem nicht realistisch erfüllbaren Klausurenpensum. Dies verlängert das Studium und ist eine Benachteiligung, bedingt durch die Pandemie.

Außerdem kann dadurch nicht ausgeschlossen werden, dass manche Studierende Druck spüren, trotz Symptomen oder Risikokontakten an Klausuren teilzunehmen. Dies muss verhindert werden, indem Nachholmöglichkeiten geschaffen werden, die vor der nächsten Klausurenphase und möglichst vor Vorlesungsbeginn des Sommersemesters stattfinden. Als im Frühjahr 2020 der Orkan Sabine über Bayern wütete und vielerorts Studierende hinderte an Klausuren teilzunehmen, entschied die Universität Augsburg kurzfristig, allen Studierenden, welche am 10. Februar 2020 eine Prüfung ablegen sollten, die Möglichkeit zu geben diese an einem Ausweichtermin zu wiederholen. In diesem Fall wurde die Sicherheit und die Gesundheit der Studierenden richtigerweise priorisiert. Der Grund muss ein von einer offiziellen Teststelle durchgeführter positiver Schnelltest oder PCR- Test und nachfolgend 10 Tage Quarantäne oder vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne sein. Die Anmeldung hierzu erfolgt über das Prüfungsamt, nahezu analog zu dem Vorgehen bei Orkan Sabine. Wichtig ist zu betonen, dass dieses Angebot ausschließlich in der Corona-Pandemie, zunächst für das Wintersemester 2021/2022 gelten soll, denn allen ist bewusst, welch hohen zusätzlichen Aufwand dies für die Beteiligten Instanzen darstellt. Bei den derzeitigen sehr hohen Inzidenzzahlen (Stand 03.02.: 1880 in Augsburg) muss der Schutz der Gesundheit aller Beteiligten aber vor dem Mehraufwand durch Nachholtermine stehen.

Antragstellende: Alexander Mayer, Jarl Hengstmengel

Datenschutz auf Bibliothekscomputern

Die Universitätsitätsbibliothek soll stärker auf Datenschutz und Datennachverfolgung achten. Dies betrifft insbesondere:

-  Das regelmäßige aktualisieren des Webbrowsers auf die aktuelle Version.

-  Das Installieren eines Adblockers.

-  Das Installieren von Addons zum Blockieren von Trackern.

-  Das Installieren von Addons zum Übersetzen des alten „http-Protokolls“ in das sicherere

„https-Protokoll“.

Dies soll in Kooperation mit dem Datenschutzbeauftragten der Universität geschehen.

Begründung: Momentan ist auf den meisten Computern der Universitätsbibliothek „Google Chrome“ und „Mozilla Firefox“ installiert. Bei Stichproben hat sich herausgestellt, dass oft keine aktuelle Version, kein Adblocker oder andere Addons zur Datensicherheit installiert wurden. Die Nutzung der Computer der Universitätsbibliothek sollte sicher sein und einen möglichst geringen Zulauf der Daten der Studierenden zur globalen Überwachungs- und Verhaltensrederungsstruktur von Big-Data Firmen wie Google oder Meta zulassen. Die einfachste Lösung dazu wäre das Installieren des Open-Source-Webbrowsers „Brave“, welcher all diese Funktionen bereits beinhaltet. Zusätzlich sollte der Browser regelmäßig aktualisiert werden.

Antragsteller*in: Tino Goebel

Maskenpflicht am Sitzplatz der Universitätsbibliothek abschaffen

Die Universitätsbibliothek soll die am 08.02.2022 eingeführte allgemeine Maskenpflicht am Sitzplatz umgehend wieder abschaffen. Die Maskenpflicht in der Bibliothek sollte nur in Fällen gelten, wo ein ausreichender Abstand zwischen den Plätzen nicht gewährleistet werden kann. Dabei könnten die zu Beginn des Wintersemesters geltenden Regelungen, welche in Seminaren angewendet wurden, beispielsweise herangezogen werden (grüne Punkte an den Plätzen). Sitzgruppen sind dabei abgeschlossene Einheiten, wobei die Maskenpflicht für diese Einheit eintritt, sobald ausreichender Abstand für diese Gruppe nicht mehr gewährleistet ist. Der Zugang zur Universitätsbibliothek soll in allen Fällen gewährleistet sein.

Begründung: Die Einführung einer Maskenpflicht am Sitzplatz in der Universitätsbibliothek erschwert für viele Studierende das Lernen und Vorbereiten auf Prüfungen. Für einige Studierende ist dies sogar gleichbedeutend mit dem Verlust des Lern- und Arbeitsplatzes Universitätsbibliothek. Das konnte man deutlich an der vergleichsweisen niedrigen Anzahl an Studierenden, welche sich zum Lernen und Vorbereiten auf Prüfungen am 08.02.2022 in der Bibliothek aufhielten, erkennen. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie der Universitätsbibliothek stehen zu keinem Vergleich der gesellschaftlichen Eindämmungsmaßnahmen. Zum Stand des 12.Januar konnte kein bisheriger Fall einer Corona-Übertragung in den Räumlichkeiten der Universitätsbibliothek nachgewiesen werden. Nach unserer Auffassung ist auch die Übertragungswahrscheinlichkeit ohne Maskenpflicht am Platz, auch durch die bestehende 2G-Regel, sehr gering.

Antragstellende: Tino Goebel, Fabian Schwemmer

Suche