Beschlüsse des Studentischen Konvents vom 15.12.2021

In der Sitzung des Studentischen Konvents vom 15.12.2021 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Verbesserung der Kommunikation der Bibliothek

Die Universitätsbibliothek soll die Kommunikation bezüglich der Ausleihfristen verbessern. Dies umfasst eine strukturierte und übersichtliche Erinnerungsmail eine Woche sowie zwei Tage vor Fristende. Für uns bedeutet dies konkret ein eindeutiger und übersichtlicher dargestellter Inhalt (z.B. als Betreff „Erinnerung Leihfristende“, „Fristüberschreitung“ oder „Mahngebühr“). Die E-Mail soll lediglich notwendige Informationen enthalten. Somit sind Informationen zu Bankverbindung ausschließlich bei der E-Mail zur Mahngebühr oder der Fristüberschreitung nötig. Zusätzlich fordern wir eine detaillierte zeitliche Darstellung der anfallenden Mahngebühren auf der Website der Universität Augsburg unter dem Reiter „Bibliothek| Mahnung nach Ablauf der Leihfrist“. Darunter verstehen wir genaue Angaben des Zeitpunktes wann die erste, zweite,,.. Mahngebühr anfällt. Außerdem soll auf der Homepage darauf hingewiesen werden, dass Bücher am Tag des Leihfristendes bis spätestens zur Bibliotheksschließung abgegeben worden sein müssen. Ansonsten wird direkt am nächsten Tag die erste Mahngebühr fällig.

Begründung: Durch die verkürzten Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek während der Corona-Zeit sowie aufgrund des hauptsächlich digitalen Vorlesungsbetriebes sind Studierende seltener an der Universität. Daher ist eine frühzeitige Planung für die Studierenden erforderlich, um Mahn- gebühren zu vermeiden. Mit Hilfe der verbesserten Kommunikation der Bibliothek wird den Studierenden die Einhaltung der Leihfristen erleichtert.

Antragsteller*innen: Pauline Haber, Rebecca Holzhäuer, Franziska Tille

3g+-Regelung bei Prüfungen

Unterstützung der Unileitung bei einem Vorgehen gegen die 3g+-Regel bei Prüfungen. Für Klausuren soll die Universität eigene PCR-Testmöglichkeiten schaffen. Die PCR-Tests sollen kostenlos sein und ein Ergebnis innerhalb von 24 h ermöglicht werden.

Begründung: Seit der neuesten bayerischen Corona-Verordnung ist vorgesehen, dass bei Hochschulprüfungen 3G+ gelten solle. Diese Regelung halten wir für überzogen und nicht tragbar für alle Studenten, die einen PCR-Test für Prüfungen machen sollen. Zunächst ist hier klarzustellen, dass es bei allen Prüfungen ein sehr genau ausgearbeitetes Hygienekonzept gibt, dass seit Anfang der Pandemie, reibungslos funktioniert. In der Juristischen Fakultät beispielsweise gab es nicht einen Corona-Fall bei oder nach den Prüfungen nach einigen/vielen Prüfungsphasen. Daher ist es sehr fraglich, warum es dann genau jetzt eine solche Regelung benötigt, wenn man beachtet, dass mittlerweile etwa 90% der Studierenden geimpft ist. Auch 3G (also mit Antigentest) wäre grundsätzlich absolut kein Problem und bei den aktuellen Zahlen der Pandemie zu rechtfertigen. Wie man jedoch nun auf eine Verpflichtung eines PCR- Tests kommt, erscheint uns überzogen. Ein PCR-Test ist für Studierende nicht kostenfrei und kostet mindestens 50 Euro. Aktuell ist es in Augsburg so, dass in den offiziellen Stellen der Stadt, Maxstraße und Messe etc. gar keine kostenpflichtigen Tests mehr gibt. Heißt also, dass man sich an einen privaten Anbieter wenden muss, diese können bis zu 120 Euro verlangen. Es ist nicht für Studenten tragbar für jede einzelne Prüfung 50-120 Euro zu bezahlen, dies ist schon beinahe ein Ausschluss von den Prüfungen. Dazu muss man sich noch vor Augen führen: Der Test gilt 48 h, wann hier das Ergebnis kommt, ist vom Labor abhängig. Mittlerweile ist es zum Teil so, dass die Labore 48 h brauchen, um die Tests auszuwerten. Folglich macht man für eine Prüfung einen Test, zahlt einen großen Betrag und muss damit rechnen, dass das Testergebnis nicht kommt. Eine solche Regelung ist weder besonders gut durchdacht noch tragbar für die Studenten. Daher würde wir gerne ein Gespräch über das weitere Vorgehen mit Herrn Dresel anregen.

Antragsteller*innen: Luisa Neumeir, Johannes Kuntscher

Neue Aufenthaltsräume für Studierende und verstärkte Zusammenarbeit mit der Universitätsleitung

Als Reaktion auf den Entzug des Frei*raums aus der Selbstverwaltung der Studierende soll die Universitätsleitung den Studierenden Aufenthaltsräume zur Verfügung stellen. Außerdem sollen Studierende und Universitätsleitung in Zukunft eng zusammenarbeiten bei den Themen Arbeitslätze, Aufenthaltsräume/‘safe spaces‘ für Studierende und beim Thema Nachhaltigkeit.

Begründung: Die Universität hat den Studierenden am 7. Dezember 2021 endgültig mitgeteilt, dass der Frei*raum in Zukunft dem Familienservice zur Verfügung stehen soll. Durch die Schließung des Frei*raums fehlt den Studierenden vor allem ein Raum, an welchem sich Studierende aufhalten können und welcher durch die Studierenden selbst verwaltet wird. Die Universität soll den Studierenden zeitnah einen neuen Raum zur Verfügung stellen. Bedenken und Forderungen seitens der Universität hinsichtlich der Hygiene und der Verschmutzung sollen vor der Übergabe schriftlich formuliert werden. Dieses Schriftstück soll dann als Grundlage dienen, um eine verantwortungsvolle Verwaltung seitens der Studierenden zu gewährleisten und zu verhindern, dass sich ‚Vorfälle‘ wie 2017 oder 2020, welche zur Schließung des jetzigen Frei*raums sorgten, nicht wiederholen. Die Universitätsleitung hat den Studierenden in Aussicht gestellt, in Zukunft eng zu den Themen Arbeitsplätze, ‘safe spaces‘ und Nachhaltigkeit zusammenzuarbeiten. Als Studierendenvertretung sollten wir diese Einladung unabhängig von dem Verlust des Frei*raums ernst nehmen und hier eine enge Zusammenarbeit mit der Universitätsleitung forcieren. Dies könnte zum Beispiel gebündelt durch den AStA in Form von Arbeitskreisen geschehen. Studierenden sollten hier von Beginn an gemeinsam mit der Universität zu diesen Themen Ideen und Verbesserungsvorschläge erarbeiten.

Antragsteller*innen: Nicolas Frank, Katharina Kieser

Studierende im Corona Arbeitskreis

Die Universitätsleitung dazu aufzufordern, eine studentische Vertretung in den Arbeitskreis Corona beziehungsweise in das zuständige Gremium aufzunehmen.

Begründung: Seit Beginn der Corona-Pandemie werden entscheidende Vorgehensweise, auch mit Blick auf den Themenbereich Lehre und Studium im Arbeitskreis Corona (ehemals Corona Task Force) besprochen. Seit Beginn der Pandemie fordert die Studierendenvertretung die Universitätsleitung dazu auf, auch Studierende in diesen Arbeitskreis aufzunehmen, um so die studentische Meinung stärker miteinzubeziehen. Die Universitätsleitung möchte dies jedoch nicht. Vor kurzem wurde der Studierendenvertretung mitgeteilt, dass keine Notwendigkeit gesehen wird, da im Arbeitskreis keine wichtigen Entscheidungen getroffen werden, der Arbeitskreis sich nicht aus Vertreter:innen der Statusgruppen zusammensetzt und die Meinung der Studierenden hier schon genügend gehört und vertreten wird. Als Antragsstellende kritisieren wir genau diese Form von Informationspolitik. Gerade weil in diesem Arbeitskreis die studentische Situation zentraler Diskussionspunkt ist, sollten Studierende hier selber die studentische Meinung vertreten. Partizipieren statt informiert werden, ist unser Wunsch und der Anspruch der Studierendenvertretung. Wir sehen keinerlei negative Aspekte, sondern nur Vorteile mit Blick auf die Entwicklungen und Entscheidungen hinsichtlich der Corona-Pandemie und dem Umgang an der Universität mit dem pandemischen Geschehen. Die direkte und unmittelbare Miteinbeziehung der Studierenden bei diesem Thema sollte selbstverständlich sein, schließlich stellen die Studierenden mit rund 20.000 Personen die größte Personengruppe an der Universität dar. Dieser Personengruppe muss eine Partizipation unbedingt ermöglicht werden. An anderen Hochschulen und Universitäten (bayern- und deutschlandweit) wird dies entsprechend praktiziert. Die Universität Augsburg sollte hier nachziehen und entsprechend die Zusammensetzung des Arbeitskreises anpassen. Mit Blick auf die Umsetzung würden wir uns wünschen, dass der studentische Konvent eine Person benennt, welche dem Arbeitskreis angehören soll. Dies kann auch in beratender Funktion sein.

Antragsteller*in: Nicolas Frank

Mehr psychologische Beratungsangebote

Das Angebot der psychologischen Beratung der Zentralen Studienberatung soll erweitert werden. Das erweiterte psychologische Hilfsangebot der Zentralen Studienberatung soll langfristig und auch über die pandemische Lange hinaus beibehalten werden.

Begründung: Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass das Onlinestudium zu viel Einsamkeit und teilweise auch

in die Depression führen kann. Um diese Entwicklungen auch in der aktuellen angespannten Lage entgegenzuwirken, sehe ich psychologische Hilfsangebote für betroffene Personen als einen guten Ausweg an. Dies gilt vor allem für Lehramtsstudierende, die sich aus Gründen einer Gefährdung ihrer Verbeamtung nicht in reguläre psychologische Behandlung begeben können/wollen. Hier greift der Service der Zentralen Studienberatung (ZSB), da die Beratungsstunden nicht negativ wirksam notiert werden oder in den Akten auftauchen. Lehramtsstudierende können sich somit Hilfe/Unterstützung bei psychologischen Problemen holen. Der Bereich psychologische und systemische Beratung im ZSB hat einen gestiegenen Beratungsbedarf schon 2020 im Herbst und vor allem zu Jahresbeginn 2021 feststellen können. Die Hilfsangebote werden von vielen Studierenden coronabedingt erstmals genutzt, gleichzeitig verlängerte sich bei anderen die Verweildauer in der Psychologischen Beratung. Außerdem fällt auf, dass manche schon früher Betreuung und Rat suchenden Studierenden aufgrund der Corona-Belastungen erneut Unterstützung benötigen. In der ZSB umfasst der Bereich Psychologische und systemische Beratung ein festes Stellenkontingent von 1,25 (aktuell: drei Teilzeitkräfte). Mit Unterstützung der Universitätsleitung erhielt die ZSB im Zuge der Coronamaßnahmen im Juni 2021 zusätzliche Mittel zur 12-monatigen Aufstockung des Stellenkontingents um 0,75 auf 2,0. Die neu eingestellte Mitarbeiterin trägt wesentlich zur aktuellen Deckung des Beratungsbedarfs bei. Dies soll auch über Juni 2022 weiterhin so bleiben und das aktuelle Stellenkontingent dauerhaft erhalten bleiben. Die derzeitige Wartezeit auf einen Termin beträgt etwa eine Woche. Angesichts der nicht absehbaren Fortdauer der pandemiegeschuldeten Belastungen und den erst mit Verzögerung sichtbar werdenden Spätfolgen (psychisches und physisches Long Covid etc.), aber auch in Anbetracht der Studierendenzahlen unserer Universität, ist ein Weiterbestehen des derzeitig aufgestockten Stellenumfangs dringend geboten. An Thomas Blum (0,5 Stelle), den psychologischen Berater im Studentenwerk, können sich sowohl die Studierenden der Universität als auch der Hochschule Augsburg wenden. Seine Wartezeit ist etwas länger. Die Beratung in der ZSB ist vertraulich und stellt somit auch für Lehramtsstudierende kein Hindernis dar. Bei massiven psychischen Problemen können die Mitarbeiter:innen der Psychologischen und systemischen Beratung Hilfe und Unterstützung auch zur Überbrückung bis zum Antritt einer Therapie geben. Therapien können und dürfen aber nicht angeboten werden. Die Überbrückung ist besonders wichtig, da mit Blick auf die Gesamtgesellschaft vor allem im Zuge der Pandemie, die ohnehin schon knappen freien Therapieplätze noch weniger werden und lange Wartezeiten sich somit einstellen. Studierenden mit psychischen Problemen wird damit massiv geholfen, die Wartezeit nicht allein überbrücken zu müssen.

Antrasteller*innen: Philipp Pschera, Nicolas Frank

Bändchen, Sticker oder Stempel als Alternative für den 2G-Nachweis

Sich für die Ausweitung der ‚2G-Bändchen‘ oder anderer Alternativen des 2G-Nachweises auf dem Universitätscampus einzusetzen. Die ‚2G-Bändchen‘ oder andere alternative Nachweise sollen an alle Studierende ausgegeben werden, welche mit Blick auf die Corona-Pandemie als geimpft oder genesen gelten. Alternativ könnten beispielsweise auch Sticker oder Stempel auf der Campus Card o.ä. als 2G-Nachweis genutzt werden. Entsprechendes soll durch die Universitätsleitung vorangetrieben und zeitnah umgesetzt werden.

Begründung: Studierende, welche sich in den letzten Wochen vermehrt auf dem Universitätscampus bewegen, machen die Erfahrung derzeit oft Ihr Impfzertifikat oder Genesenennachweis vorzeigen zu müssen. Ein Vorzeigen des Impfzertifikats erfolgt oftmals beim Eintritt in das Gebäude und zusätzlich noch beim Eintritt in die Bibliothek (beispielsweise bei der Geisteswissenschaftlichen Bibliothek). Auch an der Mensa und den Cafeterien muss der Nachweis erbracht werden. An einem gewöhnlichen Tag an der Universität kann es gut vorkommen, dass der Nachweis fünf bis zehn Mal vorgezeigt werden muss. Zusätzlich muss oftmals der Personalausweis präsentiert werden. Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass die Universität eine so konsequente Kontrolle der Personen, welche die Gebäude betreten, durchführt und somit die Regeln im Zuge der Corona- Pandemie umsetzt. Dennoch ist der aktuelle Modus teilweise mühsam und macht die Mitnahme eines aufgeladenen Mobiltelefons erforderlich. Bändchen oder andere alternative Nachweisformen, welche entsprechend an die Personengruppe verteilt werden, würden die Kontrollen erleichtern und allen zugutekommen. Das Pilotprojekt an der Juristischen Fakultät zeigt, dass die Umsetzung gut funktioniert. Auch andere Universitäten und Hochschulen setzen die Kontrollen in diesem Sinne um.

Zu begrüßen wäre eine Umsetzung der 2G-Bändchen oder anderer Alternativen als Einlasskriterium zu Beginn des Jahres 2022 im Januar oder Februar. Alternativ könnten auch Sticker auf der Campus Card als 2G-Nachweis genutzt werden. Auch diese Variante wird bereits an anderen Hochschulen praktiziert. Eine weitere denkbare Option wären Stempel. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Antragsteller*innen: Nicolas Frank, Katharina Kieser

Aufladung der Campuscard per Kartenzahlung

Das Studentenwerk wir angehalten, die Aufladestationen der Campus-Card sollen mehr Kartenleser erhalten und diese Kartenleser sollten auch Visa und Mastercard-Karten zum Aufladen der Campus-Card akzeptieren.

Begründung: Bargeld schwindet nach und nach aus der Gesellschaft und es wird immer mehr Gang und Gäbe, nur noch mit Karten zu zahlen. Wenn nun ein*e Studierende*r dies auch für die Mensa oder Cafeten machen möchte, findet diese*r nur wenig Möglichkeiten zum Aufladen. Und selbst die Automaten, die ein Kartenlesegerät haben, nehmen nur Girocard und keine Visa oder Mastercard. Dies ist gerade für Internationale- oder Austauschstudierenden unangenehm, da diese womöglich kein oder noch kein Konto mit EC Karte in Deutschland haben, oder Ihre Finanzen lieber nur über Ihre Heimatbank mit Kreditkarte bezahlen. Wir verstehen, dass die Visa und Mastercard Benutzungen höhere Gebühren nach sich ziehen und sind sicher hierbei eine Lösung mit dem Studentenwerk finden zu können, aber einfach nichts anbieten ist keine Lösung. Daher fordern wir, mehr Aufladestationen mit Kartenlesegerät und die Möglichkeit, auch Mastercard- oder Visa-Karten für das Aufladen nutzen zu können.

Antragsteller*innen: Fabian Schwemmer, Sophie Brunner

Suche