Beschlüsse des Studentischen Konvents vom 27.10.2021

In der Sitzung des Studentischen Konvents vom 27.10.2021 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Studienbedingungen für Schwangere sichern

Der studentische Konvent fordert die Universitätsleitung auf, gute Studienbedingungen für schwangere Studierende auch während des Hybridsemesters zu sichern. Insbesondere fordert der Konvent eine gesamtuniversitäre Regelung, dass der pauschale Ausschluss von Schwangeren aus der Präsenzlehre unzulässig ist. 

Begründung: Seit dem 10. September gibt es vom RKI eine Impfempfehlung für schwangere und stillende Menschen. Es gibt keine einheitliche Regelung bezüglich des Umgangs mit Schwangeren seitens des Ministeriums, dies ist den Hochschulen überlassen. Wenn Schwangere in einer Anwesenheit in der Uni ein zu hohes Risiko sehen, dürfen ihnen daraus keine Nachteile entstehen. Diese Entscheidung müssen sie aber selbst treffen. Wenn diese Entscheidung von Dozent*innen oder der Unileitung für sie getroffen wird, ist dies eine Missachtung ihrer Selbstbestimmung. Diese Benachteiligung im Studium von Schwangeren ist ein klarer Widerspruch zu Gleichstellung.

Antragstellende: Alexander Mayer, Jarl Hengstmengel

Erweiterung Mensa-Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten der Mensa sollen bis 15 Uhr, oder zumindest bis 14:30 Uhr erweitert werden. Grund sind die durch Corona bedingten, geänderten Vorlesungszeiten, die es einigen Studierenden unmöglich machen, von den Angeboten der Mensa zu profitieren.

Begründung: Auf Grund der Planung der Vorlesungen ist es bei zwei aufeinanderfolgenden Vorlesungen (10.15 Uhr bis 11.45 Uhr und 12.15 Uhr bis 13.45 Uhr) nicht möglich ein warmes Mittagessen Zu sich zu nehmen, da 30 Minuten für den Gang zur Mensa und zurück bei Stoßzeiten nicht möglich sind. Allerdings ist es von größter Wichtigkeit sich während den Vorlesungen gut konzentrieren zu können, was ohne einen geregelten Energiehaushalt und eine ausreichende Versorgung nicht möglich ist. Ein Gang in die Cafeteria ist zwar möglich, eine kalte Semmel ersetzt jedoch keine vollständige warme Mahlzeit. Möchten man also nach den Vorlesungen noch etwas Warmes zu sich nehmen, ist dies innerhalb des Angebots auf dem Campus nicht mehr möglich. Die Mensa ist dafür da, Studierende zu versorgen und ihnen ein gutes Angebot an Essen in der näheren Umgebung zu bieten. Dies kann allerdings nicht gewährleistet und genutzt werden, wenn die Studierenden mangels eweiterter Öffnungszeiten in der aktuellen Situation nicht die Chance haben nach oder zwischen ihren Vorlesungen das Angebot dort in Anspruch zu nehmen. In Anbetracht des vermehrten Angebots an Präsenzveranstaltungen und der zahlreichen Studierenden auf dem Campus der Universität muss es ausnahmslos allen Studierenden möglich sein, die Angebote, mit denen die Uni wirbt, auch tatsächlich wahrnehmen zu können und ihrem Uni-Alltag so geregelt nachgehen zu können.  

Antragstellende: Franziska Sadzio, Caroline Bachmann, Stefan Edenharder

Mehr Fahrradstellplätze an der Uni

Der Studentische Konvent fordert die Universitätsleitung auf, mehr Fahrradstellplätze auf dem Campus sowie auf dem Medizincampus zu schaffen. Dabei muss vor allem deren Menge gesteigert werden. Eine höhere Qualität, etwa durch Überdachung, ist wünschenswert. 

Begründung: Der Anteil des Radverkehrs in Augsburg steigt stetig. Insbesondere für viele Studierende ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Wahl, da der Campus gut erreichbar und die Linie 3 zu Stoßzeiten überfüllt ist. Selbst bei nur teilweiser Präsenz an der Uni ist die Auslastung der Stellplätze sehr hoch. Je mehr sich die Uni in den kommenden Semestern wieder zu Präsenz entwickelt, desto schwieriger wird die Suche nach einem diebstahlsicheren Stellplatz. Auch am Medizincampus/Uniklinik besteht das gleiche Problem. Gerade im vergangenen Sommersemester gab es trotz nur teilweiser Präsenz viel zu wenige Stellplätze. Nächstes Sommersemester wird das Problem wegen voraussichtlich kompletter Präsenzlehre und einem zusätzlichen Jahrgang vermutlich noch viel größer. Vor Corona gab es bereits Bestrebungen, die Zahl der Stellplätze zu erhöhen. Die studentische Vertreterin in der verantwortlichen Kommission Stefanie Kinz berichtete, dass aber keine weiteren Fortschritte erzielt wurden, was wohl der pandemischen Lage verschuldet sein wird. Die Rückkehr zu mehr Präsenz erscheint uns deshalb ein guter Zeitpunkt, die Planung und Umsetzung weiter voranzutreiben.

Antragstellende: Alexander Mayer, Jarl Hengstmengel, Katja Gessner

Unterstützung für Studierende mit ADHS

Der studentische Konvent fordert die Universitätsleitung auf, dass sie Unterstützungsangebote für Studierende mit ADHS und ähnlichen Einschränkungen schafft. Die Möglichkeiten wie z.B.  Schreibzeitverlängerungen usw. sollten bereits frühzeitig an alle Studierende kommuniziert werden. Weiter fordert der studentische Konvent dazu auf, dass z.B. im Rahmen des psychologischen Beratungsangebots für betroffene Studierende (testweise) ein eigener Workshop angeboten wird. 

Begründung: Auch an der Universität Augsburg gibt es zahlreiche Studierende, die aufgrund ihrer ADHS-Diagnose im Studium eingeschränkt sind. Aufgrund der Stigmatisierung sprechen viele Studierende nicht offen über ihre Diagnose oder den Verdacht. Die meisten von ihnen wissen gar nicht, dass sie z.B. eine Schreibzeitverlängerung und zusätzliche Unterstützung in Anspruch nehmen können. 

Dieser Antrag fordert daher in erster Linie, dass die Universität Augsburg diese Hilfsmöglichkeiten transparenter kommuniziert. Weiter wäre es hilfreich, wenn man das Thema wie „Corona, mein Studium und ich“ als „ADHS, mein Studium und ich“ über die psychologische Beratungsstelle spielen könnte. Auch Studierende, die den Verdacht haben, betroffen zu sein, könnten an diesem Format teilnehmen. Außerdem können die Expert*innen von der psychologischen Beratung wertvolle Tipps geben und einen sicheren Raum zum Erfahrungsaustausch geben. 

Antragstellende: Jarl Hengstmengel

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