Beschlüsse des Studentischen Konvents vom 17.11.2021

Universitätsbibliothek studierendenfreundlicher gestalten

Die Universitätsbibliothek soll ihre Öffnungszeiten mindestens auf den Stand vor der durch Corona bedingten Schließung erweitern. Der Durchgang zwischen der Teilbibliothek Sozialwissenschaften und der Zentralbibliothek soll wieder geöffnet werden. Für Studierende, welche Abschlussarbeiten anfertigen oder sich auf Abschlussprüfungen vorbereiten, sollen wieder feste Sitzplätze eingerichtet und vergeben werden.

Begründung: Die aktuellen Öffnungszeiten werden der freien Entfaltung der Studierenden nicht gerecht. Andere Universitäten bieten teilweise rund um die Uhr geöffnete Bibliotheken für ihre Studierenden an. Die durch Corona geänderten Öffnungszeiten führten und führen nur zu stärkerer Ballung von Studierenden innerhalb der Bibliothek.

Spätestens seit Wegfall der Abstandsregelung im Innenraum ist es nicht mehr vertretbar die Brücke zwischen der Zentralbibliothek und der Teilbibliothek Sozialwissenschaften geschlossen zu halten. Dies führt oft zu etlichen Bibliothekswechseln, um gewisse Bücher an den Arbeitsplatz du bringen, welche oft mit Wartezeit und Einlasskontrolle noch einmal zeitaufwändiger sind. Studierende, welche Abschlussarbeiten im Bachelor, Master oder Staatsexamen anfertigen, haben momentan keine Chance auf einen festen Arbeitsplatz in der Bibliothek, an dem sie beispielsweise auch Bücher lagern können. Die Carrels sind nur für mindestens Promovierende reserviert.

Schon während des „Übergangssemesters“ ist es äußerst wichtig, Schritte in Richtung des Normalbetriebs vor der Pandemie zu gehen. Nur so kann ein reibungsloser Übergang ins Sommersemester 2022 gewährleistet werden.

Antragssteller*innen: Tino Goebel, Amelie Feldmann, Jakob Löw, Philipp Pschera, Nicolas Frank, Ayla Heeg

Veganes Angebot in der Mensa

Aus Gründen der Nachhaltigkeit sowie einer erhöhten Nachfrage seitens der Studierenden nach mehr veganen Angeboten des Studentenwerks in der Mensa, soll dieses erweitert - beziehungsweise das Angebot fleischhaltiger Gerichte reduziert werden. Außerdem sollen vegane und vegetarische Produkte besser gekennzeichnet werden.

Begründung: Immer mehr Studierende ernähren sich vegetarisch oder vegan, weshalb auch der Bedarf nach eben solchen Gerichten in der Mensa steigt. Zwar gibt es in der Mensa durchaus das ein oder andere vegetarische oder auch vegane Gericht, im Vergleich zu fleisch- oder fischhaltigen Speisen überwiegen zweitere jedoch momentan noch. Dies führt dazu, dass vor allem Studierende welche sich vegan ernähren, häufig sehr wenig und teils keine Auswahl haben, vor allem in Zeiten, in welchen die Auswahl sowieso eingeschränkt ist. So ist teilweise auch schon der Fall eingetreten, dass ab 13:30 gar kein veganes Essen mehr vorhanden war. An dieser Stelle wäre eine Anpassung an eben diese Nachfrage notwendig. Darüber hinaus ist solch eine Umstellung auch aus Gründen der Nachhaltigkeit sinnvoll, welche einen Aspekt darstellt, den die Universität immer wieder als wichtig betont.

Auch bei den beiden Cafeterien wäre eine Ausweitung der veganen Speisen beziehungsweise Alternativen wünschenswert.

Antragsteller*innen: Katharina Kieser, Nicolas Frank, Valentin Höpfner, Amelie Feldmann, Tino Goebel, Jakob Löw

Schließfächer ohne Münzennutzung

Die diversen Schließfächer an der Universität Augsburg sollen zukünftig ohne Bargeld verwendet werden können. Stattdessen sollen beispielsweise Pfandmarken verwendet werden.

Begründung: Um ein Schließfach in den Lehrgebäuden oder den Bibliotheken nutzen zu können, müssen Studierende jeweils 2x 2€ Münzen in die Vorrichtungen der Schließfächer einführen. Das Problem ist hierbei, dass im Zuge der Digitalisierung Möglichkeiten des bargeldlosen Bezahlens immer beliebter werden und immer mehr Studierende ganz auf Bargeld in ihren Börsen verzichten. Als Beispiel kann auch die Bezahlfunktion der Campus Card gelten. Das heißt, viele Studierende verfügen oftmals nicht über 2x 2€ Stücke und müssen deshalb ihre Rucksäcke, Taschen und weitere Wertsachen ungeschützt vor Diebstahl an anderen Orten innerhalb der Universität ablegen, während sie sich in den Bibliotheken aufhalten. Aus diesem Grund soll es fortan möglich sein, eines der zahlreichen meist unbelegten Schließfächer auch ohne Bargeld zu nutzen. Die Vorrichtungen zur Schlüsselausgabe können mit einem einfachen Arbeitsschritt modifiziert werden, damit kein Schlüsselpfand mehr notwendig ist.

Antragsteller*innen: Philipp Pschera, Kai Huber

Studentenkanzlei umbenennen

Im Zuge der allgemeinen Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache soll die Studentenkanzlei in Studierendenkanzlei umbenannt werden.

Begründung: In Sinne der Repräsentation aller immatrikulierten Personen sollte die Universität Augsburg ihre eigenen Abteilungen und Institutionen dahingehend benennen. Der Begriff „Studenten“ schließt alle Personen aus, die sich nicht als „männlich“ betiteln oder sich dieser Bezeichnung zugehörig fühlen. Der Begriff „Studierende“ eignet sich deshalb besser, da er nicht das Geschlecht beschreibt und damit als geschlechtsneutral zu sehen ist. Alle immatrikulierten Personen haben die Möglichkeit sich diesem Begriff zuzuordnen oder sich zugehörig zu fühlen.

Selbst die Reform des Hochschulgesetzes sieht diesen Punkt, indem es die „Studentenwerke“ zeitgemäß in „Studierendenwerke“ umbenennen möchte.

Antragsteller*innen: Philipp Pschera, Ayla Heeg, Nicolas Frank, Tino Goebel, Amelie Feldmann, Jakob Löw

Verpflichtende Veranstaltungsevaluationen

Evaluationsmöglichkeiten für alle Lehrveranstaltungen sollen verpflichtend eingeführt werden.

Begründung: Aktuell ist es denn Lehrenden selbst überlassen, ob sie eine Evaluation der eigenen Veranstaltung durchführen lassen oder nicht. Die Evaluationen fallen in der Regel mehr als zufriedenstellend aus, was generell auf ein gutes Lehrniveau innerhalb der Universität Augsburg schließen lässt. Das Problem hierbei ist nur, dass vor allem engagierte Dozierende Befragungen ihrer Lehre durchführen. Dozierende, die nicht so viel Mühe hineinstecken oder von Studierenden in ihrer Veranstaltung kritisiert werden, können auf den transparenten Nachweis der Lehrqualität verzichten. Dies führt zu einem Machtungleichgewicht. Außerdem werden hierbei die Leistungen guter Lehre geschmälert. Im Karrierebecken des Universitätsbetriebs kommt es meist auf Kleinigkeiten an, die für oder gegen eine Weiterbeschäftigung sprechen. Hier soll zukünftig die Lehre eine größere Rolle spielen, wobei eine Qualitätskontrolle am besten durch Evaluationsmöglichkeiten für Studierende möglich ist. Diese Thematik betrifft vor allem auch Lehraufträge. Aus diesen Gründen sollen zur Verbesserung der Lehre an der Universität Augsburg verpflichtende Evaluationsmöglichkeiten für alle Veranstaltungen eingeführt werden.

Antragsteller*innen: Philipp Pschera, Nicolas Frank, Tino Goebel, Jakob Löw, Luisa Orendt

Eigene Räume für Freiraum & Familienservice

Der Studentische Konvent fordert die Universitätsleitung dazu auf, dem Referat für Studentische Freiräume des AStAs sowie dem Familienservice eigene Räume zu geben. Der Studentische Konvent missbilligt das Ausspielen der berechtigten Interessen der Studierenden und des Familienservices gegeneinander.

Begründung: Vor Kurzem wurde angekündigt, dass der Zwischenraum neben der Alten Cafete der Studierendenvertretung ersatzlos weggenommen wird. Nach einer kurzen Renovierungsphase soll der Familienservice diesen Raum bekommen. Anlässlich der am 15. November begonnenen Proteste von Studierenden wurde dieser Prozess pausiert, bis am 22. November ein ergebnisoffenes Gespräch mit Professor Dresel stattgefunden hat. Sowohl ein durch Studierende selbstverwalteter Raum als auch ein Stützpunkt des Familienservices an der Uni sind im Interesse der Studierenden. Es ist wichtig, dass beides Beachtung findet.

Antragsteller*in: Alexander Mayer

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