Eure Rechte während der Coronazeit

Probleme?

Mit einer weltweiten Pandemie hat niemand gerechnet. Das heißt aber nicht, dass Studierende in solchen Zeiten (und der Zeit danach) keine Rechte hätten. Wir helfen dir, deine Rechte durchzusetzen!

 

Wenn du Themen hast, die auf dieser Seite nicht explizit behandelt wurden, kannst du dem AStA um Rat und Hilfe bitten. Wende dich hierfür vertrauensvoll per Mail an das AStA-Büro. Bei fachspezifischen Fragen kann es sein, dass du an den Studierendenrat der zugehörigen Fakultät weitergeleitet wirst.

 

Bitte beachte: Derzeit ändern sich die Informationen fast täglich. Daher schreiben wir bei jedem Abschnitt mit dazu, auf welchem Stand die Informationen sind und wann sie ggf. zuletzt aktualisiert wurden.

Verzögerungen im Studium (durch Corona)

Veröffentlicht am: 19.06.2020

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2020

 

Wenn sich dein Studium wegen irgendwelchen Gründen, die an der weltweiten Pandemie liegen und nicht in deiner Person, sollte es in der Regel möglich sein, einen Antrag auf Studienzeitverlängerung zu stellen. Dieser muss jedoch nicht in jedem Fall sofort gestellt werden.

 

Mögliche Gründe für Verzögerungen:

  • Ausgefallene Veranstaltungen
    In deinem Studiengang fand wegen Corona ein eingeschränkter Lehrbetrieb statt, weswegen du nicht genügend Veranstaltungen mit ausreichend Leistungspunkte in dem Semester belegen konntest.
  • Verzögerungen bei Prüfungen
    Du konntest deine Prüfung im Wintersemester 19/20 bzw. Sommersemester 2020 nicht mehr schreiben, weil sie abgesagt wurde.
  • Verzögerung bei deiner Abschlussarbeit
    Du konntest deine Abschlussarbeit nicht rechtzeitig fertigstellen, beispielsweise vor dem Abgabetermin die Bibliothek geschlossen hat.

 

Fall 1: Du bist in diesem Semester im höchstmöglichen Semester oder stehst vor deiner Orientierungsprüfung.

Die Orientierungsprüfung ist nicht Teil jedes Studiengangs. Ob es so etwas gibt bzw. was die Höchststudiendauer deines Studiengangs ist, steht in der Prüfungsordnung deines Studiengangs. Die Prüfungsordnungen findest du in der Rechtssammlung.

 

⇒ Stelle noch in diesem Semester einen Antrag auf Verlängerung deiner Studienzeit.

 

 

Fall 2: Du bist jetzt noch nicht im höchstmöglichen Semester oder stehst noch nicht vor deiner Orientierungsprüfung.

Die Orientierungsprüfung ist nicht Teil jedes Studiengangs. Ob es so etwas gibt bzw. was die Höchststudiendauer deines Studiengangs ist, steht in der Prüfungsordnung deines Studiengangs. Die Prüfungsordnungen findest du in der Rechtssammlung.

 

⇒ Du kannst jetzt noch keinen Antrag auf Verlängerung deiner Studienzeit stellen.

Dokumentiere aber bereits jetzt alle Ausfälle und Verzögerungen aus diesem Semester am besten mit Sceenshots der Veranstaltungen in Digicampus. Das wird hilfreich sein, wenn Du deine Höchststudiendauer erreichst und dann einen Antrag auf Verlängerung deiner Studienzeit in ein paar Semestern stellen möchtest.

 

 

 

Wir halten Dich auf dem Laufenden, wenn das auf Corona angepasste Hochschulgesetz verabschiedet wird und genau definiert wurde, wer wann was für eine Art von Antrag stellen kann / muss. Das Wissenschaftsministerium weiß selbst noch nicht genau wie es verfahren wird.

Corona-Nothilfefond

Veröffentlicht am: 19.06.2020

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2020

 

Insgesamt gibt es einen Notfonds von 100 Millionen Euro. Gedacht ist dieser für Studierende, welche pandemiebedingt in einer Notlage geraten sind. Wie genau entschieden wird, wie hoch die Not ist, bleibt unklar. Fakt ist, sollte euer Kontostand unter 500€ betragen seid ihr antragsberechtigt. Dabei gilt der Kontostand am Vortag der Beantragung. Ihr müsst dabei wohl eure Ausgaben seit der letzten großen Einkunft offenlegen, sprich einen Kontoauszug mit einreichen. Wird euer Antrag genehmigt, wird euer Kontostand stufenweise auf 500€ aufgestockt. Die Nothilfe könnt ihr dann jeweils in den Monaten Juni, Juli und August beantragen. Bei maximaler Auszahlung erhaltet ihr so drei Monate jeweils 500€ pro Monat.

 

⇒ Beachtet dabei, dass ihr jeden Monat neu beantragen müsst.

⇒ Die Auszahlung für den Monat Juni wird erst Ende des Monats passieren!

 

Weiter Infos gibt’s auf der Seite des Deutschen Studierendenwerks und dem BMBF.

 

Die Hilfe könnt ihr ab dem 16.06. 12:00 Uhr hier beantragen.

 

Antragsformular

 

Erste repräsentative Umfragen deuten auf eine sehr hohe Zahl an Studierenden in Finanznot hin. Leider erhalten nur etwa 12% der Studierenden BAföG. Studierende ohne BAföG-Ansprüche, die ihren Lebensunterhalt mit Nebenjobs bestreiten müssen, haben kaum Ansprüche auf finanzielle Unterstützung vom Bund bei Wegfall des Jobs. Daher sind ausreichende Hilfsmaßnahmen, die ein engmaschiges Netz zur finanziellen Unterstützung von Studierenden bilden, essenziell.


 

Für uns – als Studierendenvertretung - ist es schwer verständlich warum Studierende erst Darlehen beantragen sollten und dann nach drei Monaten ein rückzahlungsfreies (hoffentlich) niedrigschwelliges Hilfsangebot an den Start geht. Außerdem schätzen wir den Maximalbetrag, aber auch den Gesamtbetrag der Hilfen als sehr niedrig ein. Der Lebensunterhalt von Studierenden übersteigt in aller Regel 500€ pro Monat und auch der maximale monatliche Auszahlungsbetrag von KfW-Krediten (650€) funktioniert nur bei niedrigen Mietkosten. Eine Gesamtgröße von 100 Millionen Euro ist auch sehr niedrig. Um diese Zahl mal in Verhältnis zu setzen, 167 Millionen Euro wurden als Darlehen bei der KfW seit dem 8. Mai beantragt und letztes Jahr blieben 900 Millionen Euro an BAföG-Mitteln ungenutzt.


 

Wir sind auf jeden Fall der Meinung, dass unkomplizierte finanzielle Unterstützung von Studierenden in Notlage der richtige Weg ist. Die aktuelle Art der Verteilung und Höhe der Notzuschüsse sichert vielen Studierenden noch nicht einmal das Leben am Existenzminimum und ist daher als unzureichend zu betrachten. Wir fordern daher eine sofortige und umfangreiche Nachbesserung der Regelungen.

Teilnahme an Onlinesitzungen ist freiwillig!

Veröffentlicht am: 19.06.2020

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2020

 

Die Teilnahme an Live-Sitzungen über Zoom/DFN/Microsoft Teams ist freiwillig. Die „Live-Inhalte“ werden im Digicampus gespeichert oder verlinkt und können voraussichtlich auch noch im Wintersemester 2020/21 genutzt werden. Bei der Auswahl der Inhalte der Aufzeichnungen haben die Dozierenden einen gewissen Ermessensspielraum. Die Voraussetzung ist jedoch, dass Studierende sich auf Prüfungen ausreichend vorbereiten können, ohne den Live-Sitzungen beizuwohnen. Dies kann in Form von Aufnahmen, Literatur, Präsentationsfolien, Handouts, … sichergestellt werden.

 

Das steht auch auf den Seiten zur Online-Lehre im Sommersemester 2020 unter „Hinweise und Bedingungen für die Online-Lehre“ (zuletzt abgerufen am 18.06.2020).

Erheblicher Mehraufwand im Online-Semester?

Veröffentlicht am: 19.06.2020

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2020

 

Du hast das Gefühl, dass der Arbeitsaufwand dieses Semester ins unermessliche geht und Du auch einfach den Überblick verliert über alle Abgaben, Referate und Leistungen in diesem Online-Semester? Zudem kommt es Dir so vor als wäre der Workload auch wesentlich mehr als letztes Semester trotz ungefähr gleicher LP-Zahl?

 

Hier sind einige Tipps und Parameter mithilfe deren Du überprüfen kannst, ob der von den Dozierenden geforderte Arbeitsaufwand gerechtfertigt ist.

 

Wie viel ich eigentlich für einen ECTS-Punkt (= Leistungspunkt) machen?

Die Einheit ECT oder auch LP messen den Zeitaufwand der für eine Veranstaltung aufgebracht werden müssen. Hierbei steht ein ECTS für circa 30 Arbeitsstunden. In die ECTs-Zahl eines Seminars oder einer Vorlesung zählen nicht nur die Stunden, die ihr aktiv in der Veranstaltung verbringt. Vor- und Nachbereitung, Lernen auf die Klausur, Referatsvorbereitung und Gruppenarbeiten außerhalb der Seminarzeiten gehören genauso in den Arbeitsaufwand bzw. Workload einer Veranstaltung. Natürlich der individuelle Arbeitsaufwand zwischen Dir und Deinen Kommilitonen*innen variieren, da nicht jeder gleich schnell lernt oder sich vorbereiten kann.

 

Was darf an Leistungsanforderungen in meinem Modul gefordert werden?

Es ist genau festgeschrieben, was ein*e Dozentin in einem Modul alles an Leistungsnachweisen, auch ob diese benotet oder unbenotet sind, fordern darf. Alle Leistungen, die Du erbringen musst, um ein Modul zu bestehen, findest im Modulhandbuch Deines Studiengangs.

 

Im Modulhandbuch ist dann zum Beispiel aufgeführt, dass der Leistungsnachweis eine Hausarbeit ist. Dies bedeutet, dass der*die Dozent*in keine weiteren Leistungen fordern kann, damit Du dieses Modul bestehst. In diesem Fall, darf auch keine Anwesenheitspflicht gefordert werden. Wenn im Modulhandbuch als Prüfungsform Portfolioprüfung steht, kann sich der*die Dozent*in frei die Art und Anzahl der Leistungsnachweise aussuchen, muss diese dann aber klar Kommunizieren. Im Rahmen einer Portfolioprüfung kann auch Anwesenheit als eine Art des Leistungsnachweises gefordert werden.

 

Achtung, die Modulhandbücher wurden erst kürzlich auf das Online-Semester angepasst, es kann also sein, dass sich die Prüfungsform deines Modules seit Anfang des Semesters nochmals geändert hat.

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