Kopieren von Klausuren

Jede*r Studierende hat das Recht, seine oder ihre Klausur nach der Korrektur in der Einsicht zu kopieren. Dozierende wehren sich jedoch gelegentlich dagegen. Warum du auf deinem Recht bestehen kannst, kannst du hier nachlesen.

Rechtliche Grundlagen

Da ihr die Möglichkeit haben müsst, euch gegen eine eventuell fehlerhafte Korrektur wehren zu können, wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in einem Schreiben vom 29.10.2009, das dem AStA vorliegt, an die Hochschulen hingewiesen:

 

Studierenden darf die Möglichkeit, im Rahmen der Einsichtnahme Kopien und Ablichtungen von Prüfungsarbeiten zu fertigen, nur aufgrund entsprechender Bestimmungen in den Hochschulprüfungsordnungen verwehrt werden. Da Studierende zur Wahrnehmung der Rechtsbehelfe gegen eine fehlerhafte Korrektur substantiierte Rügen vorbringen müssen, sind Regelungen der Hochschulprüfungsordnungen, die das Anfertigen von Kopien oder Ablichtungen untersagen, nur dann rechtlich nicht zu beanstanden, wenn es einen sachlich rechtfertigenden Grund dafür gibt, der auch in der Regelung angegeben sein muss (Recht auf effektiven Rechtsschutz, vgl. Art. 19 Abs. 4 Grundgesetz). Dass die  Prüfungsaufgabe bei einer späteren Prüfung erneut herangezogen werden soll, ist dabei nicht ausreichend.

 

Das bedeutet, dass ein Kopieren von Klausuren nur dann verwehrt werden kann, wenn es triftige Gründe dafür gibt, die in der jeweiligen Prüfungsordnung auch explizit benannt werden müssen.

 

Wichtig: Dass die Klausur durch ein Kopieren durch Studierende danach nicht mehr durch die Dozierenden verwendet werden kann, ist kein ausreichender Grund!

Probleme?

Wenn ihr Probleme habt, euren Rechtsanspruch durchzusetzen, wendet euch an den Vorstand des AStA!

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