Charta der Vielfalt

Die Charta der Vielfalt ist eine Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Sie wurde im Dezember 2006 von vier Unternehmen ins Leben gerufen und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, unterstützt.

 

Ziel der Initiative ist es, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt in Deutschland voranzubringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiter*innen sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

 

Zur Charta der Vielfalt

Diversity an der Universität Augsburg

Im Jahr 2020 findet der Deutsche Diversity Tag am 26. Mai statt. Rund um den Tag gibt es im Rahmen einer Woche der Vielfalt wieder verschiedene Veranstaltungen, die sich mit der Vielfalt an der Universität, wie auch der Stadt Augsburg, beschäftigen. Die Veranstaltungen an der Universität werden dabei u.a. organisiert durch:

In den vergangnen Jahren war die Universität Augsburg verschiedene Aktionen vertreten, wie Infostände, Film- und Diskussionsabende, Theaterstücke sowie einem „Rollentausch-Tag“, an dem Studierende, Professor*innen, das wissenschaftstützende Personal sowie Mitarbeiter*innen aus dem Bereich Bau und Technik in jeweils andere Positionen schlüpfen konnten.

© Universität Augsburg

Ringvorlesung "Que(e)r durch alle Disziplinen"

Im WS 2015/16 und imd WS 17/18 gab es an der Univeristät Augsburg die Ringevorlesung "Que(e)r durch alle Disziplinen". Im Jahr 2020 werden die Beiträge der Ringvorlesungen nun in einem Sammelband veröffentlich.

 

Was wurde in den Queeren Ringvorlesungen behhandelt?

Nachdem bei der ersten Queeren Ringvorlesung unterschiedliche fachliche Perspektiven den Blick auf queere Themen geöffnet haben, wurde das Thema der Kommunikation von und über Geschlechter und Sexualitäten in den Mittelpunkt der zweiten Runde der Auseinandersetzung gestellt. Wie wird Geschlecht sprachlich konstruiert? Wie werden Geschlechterrollen abseits der Norm sprachlich, aber auch medial, verhandelt? Welche Rolle spielen auch und gerade die neuen Medien bei der Thematisierung von Sexualität(en)? Wie lassen sich diskriminierende Sprachverwendungen entlarven und wie sähe eine gerechte(re) Sprache aus?

 

Das Einnehmen einer queeren Perspektive auf diese und weitere Fragen ermöglicht dabei nicht nur, Personen und Themen der LSBTTIQ*-Community sichtbarer zu machen. Vielmehr sollen im Rahmen der Queer Studies neben der Thematisierung von Inhalten jenseits heteronormativer Sexualitäts- und Geschlechterkonstruktionen gesellschaftliche Praktiken und die dahinter stehenden Kategorien selbst hinterfragt werden. Sprache, sei sie mündlich oder schriftlich, in all ihren medialen Ausprägungen ist hierbei ein bedeutender Faktor. 

 

Was bedeuetet „Queer“ und Queer Studies?

Das Konzept der Queer Theory und die daraus resultierenden Queer Studies entstehen Ende der 1980er und zu Beginn der 1990er Jahre. Ihr Ziel ist es, vorherrschende Konzepte von Geschlechtsidentität und deren „Natürlichkeit“ zu hinterfragen, um so die Anerkennung einer Vielfalt von Identitätsentwürfen zu fördern. Dabei verstehen sich die Queer Studies weniger als eigene Forschungsdisziplin, sondern eher als Perspektive, vor der Fragestellungen aller geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen verhandelt werden können.
Dass solche Überlegungen ihre Brisanz nicht verloren haben, zeigt sich an den Diskussionen der letzten Jahre: Homo-, Bi- und Transsexualität ist in der Politik, in der Gesellschaft und demnach auch in den Medien aktuell – und das nicht nur in Deutschland, sondern international. Beispiele wie etwa der Sieg von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest oder die Legalisierung der „Homo-Ehe“ in europäischen sowie US-amerikanischen Staaten stehen in Kontrast zu der Gesetzgebung in Russland oder Demonstrationen der
„Besorgten Eltern“, welche sich gegen die Eingliederung der Förderung von Akzeptanz sexueller Vielfalt in den Lehrplan aussprechen.

 

Welche Themen wurden behandelt?

 

13. Oktober 2015
Pflichtteil – Familienvermögen im alten Rom und in neuer Lebenspartnerschaft
Prof. Dr. iur. utr. Christoph Becker (Augsburg)


10. November 2015
„Wider die Natur“? Zum theologischen Homosexualitätsdiskurs im gegenwärtigen Protestantismus
Prof. Dr. Bernd Oberdorfer (Augsburg)


24. November 2015
Coming-out – und dann ...?!
Coming-out-Verläufe und Diskriminierungserfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland
Kerstin Oldemeier (Deutsches Jugendinstitut e.V.)


8. Dezember 2015
Sexualität und Liebe – eine (un)mögliche Beziehung?
Prof. Dr. Klaus Arntz (Augsburg)


15. Dezember 2015
‚That‘s not what it means‘: Queer Aging in North American Fiction
Linda Heß (Münster)


12. Januar 2015
„Du, ich komme mir vor wie ein richtiges Mädchen“ – Gendertrouble und Konsum im Film der 1950er Jahre
Prof. Dr. Annette Keck (München)


26. Januar 2015
Homosexualität und katholische Theologie: ein spannungsreiches Zueinander
Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl (Augsburg)

15. November 2017
Exakt neutral – Wie wir geschlechtsspezifische Benachteiligung in der Arbeitswelt verhindern können
Eva Marie Pörnbacher (Augsburg)

 

29. November 2017
Queere Impulse zur Professionalisierung von (MINT) Lehrer*innen
Florian Cristobal Klenk (TU Darmstadt)

 

13. Dezember 2017
Zwischen Biologie und Kultur: Aktuelle Ansätze der Geschlechterforschung in den Naturwissenschaften
Sigrid Schmitz (HU Berlin)

 

10. Januar 2018
Transgender People of Colour Autobiographies: The Lady Chablis'
Hiding my Candy and A. Revathi's The Truth About Me
Christine Vogt-William (Universität Augsburg)

 

17. Januar 2018
Alle heißt nicht Jede*r. Warum der Feminismus nicht ohne die Kategorie der "Frau" auskommt
Alexandra Manzei (Universität Augsburg)

 

24. Januar 2018
Geschlecht(er) und Sexualität(en) in Film und Fernsehen – Zur Normalisierung und Exotisierung "des_der Anderen"
Ann Kristin Augst (Universität Augsburg)


 

Allgemeine Kontaktinformationen:

Anschrift:
Universität Augsburg

Dr. Marion Magg-Schwarzbäcker, Dipl.-Soziologin

Gebäude F2, Raum 309

Eichleitnerstraße 30

86159 Augsburg


Telefon: +49 821 598 -5245

Fax: +49 821 598 -145145

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