© Universität Augsburg

Gender Mainstreaming löst das Konzept der Frauenförderung ab und rückt stattdessen das Ziel der Geschlechtergerechtigkeit in den Vordergrund. Damit beschreibt es eine geschlechterpolitische Strategie mit neuer Perspektive auf strukturelle Gerechtigkeit für alle Geschlechter. Der Gender Mainstreaming Prozess geht von der Leitungsebene einer Organisation aus und verankert die Kategorie Gender als Querschnittsthema im „Hauptstrom“ von Politik und Verwaltung. Gender Mainstreaming zielt somit auf die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen und auf allen Ebenen und bringt einen Prozess der partizipativen Emanzipation in Gang.

Der Gender Mainstreaming Prozess an der Universität Augsburg

Das Pilotprojekt

Der „Gender Mainstreaming Prozess“ wurde 2003 vom Senat der Univeristät beschlossen und insgesamt 10 Maßnahmen konzipiert, die in der Broschüre Geschlechter in Balance beschrieben werden. Einerseits werden klassische frauen- und gleichstellungspolitische Maßnahmen umgesetzt, andererseits wird ein Wandel der Organisation mit dem Ziel der Geschlechtergerechtigkeit in Gang gebracht.

Um die Realisierung der Maßnahmen und ihre Wirkungen und Folgen bewerten zu können, ist ein wichtiger Bestandteil die wissenschaftliche (Begleit-)Forschung: Alle Maßnahmen werden im Prozess und anhand der Ergebnisse evaluiert und die Effekte dokumentiert.

 

Broschüre Geschlechter in Balance

Gleichstellung ganz praktisch

Das aktuelle Gleichstellungskonzept der Universität Augsburg verfolgt zwei zentrale Ziele:

  • Sie will die geschlechtergerechteste und familienfreundlichste Hochschule in Bayern werden, die Frauen und Männern, Müttern und Vätern optimale Karrierechancen im Wissenschaftsbetrieb bietet.
  • Sie will langfristig geschlechterrepräsentative Anteile von Frauen und Männern in allen Qualifikations- und Beschäftigungsstufen und in den Studienfächern erreichen.

Gleichstellungskonzept

Auf einen Blick: Der Gleichstellungsmonitor

Karriereverläufe an der Universität Augsburg

Im Hinblick auf die zunehmende Prekarisierung im wissenschaftlichen Mittelbau ist es gerade aus gleichstellungspolitischer Sicht von Bedeutung, wo sich geschlechtsspezifische Unterschiede im Karriereverlauf zeigen. Anhand der Karriereverläufe der Mitarbeiter*innen der Universität Augsburg lassen sich unmittelbar kritische Stellen identifizieren, an denen Frauen für die akademische Karriere verloren gehen („gläserne Decke“).

 

Diese und weitere Statistiken werden im Rahmen des Gleichstellungsmonitors erhoben. Daten und Fakten machen bestehende Verhältnisse und damit auch sich wiederholende Ungleichheiten sichtbar und sind somit Anreiz zur Veränderung. Der Gleichstellungsminitor leistet somit einen Beitrag zur Sensibilisierung für Gleichstellung und erhöht die Transparenz in Bezug auf die aktuelle Situation und Handlungsfelder der Universität Augsburg zum Thema Gleichstellung.

 

Der Gleichstellungsmonitor beinhaltet Studierendenzahlen differenziert nach den Geschlechtern ebenso wie die Datenlage für das wissenschaftliche und das wissenschaftsstützende Personal. Die Situation der jeweiligen Personengruppen wird deskriptiv in Zahlen und Grafiken dargestellt. Ebenso werden die aktuelle Beschäftigtensituation in ausgewählten Einrichtungen der Universität sowie die Leitungsfunktionen und die Mitglieder in Gremien näher beschrieben.

 

© Universität Augsburg

Projekte, Maßnahmen und Angebote

Förderung von Wissenschaftlerinnen

Das KLeVer- Workshop-Programm der Universität Augsburg unterstützt und begleitet insbesondere junge Wissenschaftlerinnen in ihrem Karriereverlauf. Der Name ist auch Programm: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Konflikte zwischen verschiedenen Rollenanforderungen werden in den Angeboten thematisiert.

 

KLeVer-Angebote

Familienfreundlichkeit

Dass sich ein Studium mit Familie und Kindern in Einklang bringen lässt, ist für die Universität ebenso wichtig wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deshalb werden Studierende wie Beschäftigte mit unterschiedlichen Angeboten, Informationen und Beratung unterstützt.

 

Familienservice

Gendersensibles Studien- und Berufsorientierungsprojekt für Mädchen im MINT-Bereich

UniMentoSchule will das Studien- und Berufswahlspektrum von jungen Frauen erweitern, die Attraktivität von MINT-Studiengängen aufzeigen und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchs- und Karriereförderung junger Frauen. Es richtet sich an Schülerinnen der 9.-12. Jahrgangsstufe an Gymnasien im Großraum Augsburg.

 

MINT für Mädchen

 

 

Allgemeine Kontaktinformationen:

Anschrift:
Universität Augsburg

Dr. Marion Magg-Schwarzbäcker, Dipl.-Soziologin

Gebäude F2, Raum 309

Eichleitnerstraße 30

86159 Augsburg


Telefon: +49 821 598 -5245

Fax: +49 821 598 -145145

E-Mail: buero@chancengleichheit.uni-augsburg.de

Facebook: www.facebook.com/ChancengleichheitUniAugsburg/

© Universität Augsburg

Suche