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angestarrt – betatscht – verniedlicht – genötigt – bedrängt – beiläufig berührt – hinterhertelefoniert – beschämt – bedroht – Witze gerissen – Kuss aufgedrängt ...

 

Die Universität Augsburg bekennt sich zu einem offenen Umgang mit dem Thema sexuelle Belästigung. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, sichere Arbeits- und Studienbedingungen zu gewährleisten, und will deshalb ein Klima der Solidarität und Gleichberechtigung aufrechterhalten, in dem sich alle angstfrei und ohne Einschränkung ihrer Entwicklungsmöglichkeiten gegen sexuelle Belästigung zur Wehr setzen können.

 

Derzeit wird eine Richtlinie zum Umgang mit sexueller Belästigung in Form einer Handreichung für Betroffene und Informationen zum Beschwerdemanagement erarbeitet.

An wen können Sie sich wenden?

Bei den aufgeführten Beratungsstellen können Sie sich sicher sein, dass alle Ihre Angaben vertraulich behandelt werden. Weitere Schritte werden nur mit Ihrer Zustimmung unternommen. Welche Maßnahmen Sie ergreifen möchten, entscheiden allein Sie selbst.

 

Beratungsstellen für Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen:

 

 

Dr. Marion Magg-Schwarzbäcker
Leiterin
Büro für Chancengleichheit
Lehrstuhlinhaberin
Europäische Regionalgeschichte
Studentenwerk Augsburg

 

 

 

 

Beratungsstellen außerhalb der Universität:

 

 

24 h Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

Telefon (kostenlos): 08000/116 016

 

 

Wildwasser Augsburg, Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen

www.wildwasser-augsburg.de
 

Telefon: 0821/154444

 

 

 

 

Beratung für das wissenschaftsstützende Personal:

 

Gabriela Mamtschur Dipl.-Inform. (FH)
Gleichstellungsbeauftragte
Universität Augsburg

Was können Sie tun?

Aus Angst, als prüde, empfindlich oder humorlos zu gelten, verleugnen oder beschönigen viele Betroffene sexuelle Belästigung. Übergriffe zu ignorieren ist jedoch die uneffektivste Umgangsweise mit sexueller Belästigung und wird überdies häufig als Zustimmung gewertet. Auch vermeintlich schlagfertige oder scherzhafte Entgegnungen sind ebenso wenig erfolgreich wie scheinbare Anpassung an das Verhalten des/der Belästigenden. Betroffene sollten mit deutlichen Worten klare Verhältnisse schaffen und sich bewusst machen, dass sie kein Einzelfall und auch nicht schuld daran sind!

 

  • Warten Sie nicht darauf, dass das Fehlverhalten von allein aufhört!
  • Bleiben Sie nicht allein! Sprechen Sie mit Menschen Ihres Vertrauens und wenden Sie sich an die zuständigen Beratungsstellen!
  • Sagen und zeigen Sie deutlich, dass Sie das gezeigte Verhalten nicht akzeptieren!

 

Beispiele:
„Deine Bemerkungen sind mir unangenehm. Bitte lass das!“; „Frau Prof., das ist mir zu privat! Bleiben Sie bitte sachlich“; „Herr J., ich will Ihnen nichts unterstellen. Aber diese beiläufigen Berührungen sind mir unangenehm. Ich möchte, dass das nicht wieder vorkommt.“

 

  • Dokumentieren Sie sexuelle Belästigungen zeitnah und schriftlich, mit Angabe von Ort, Zeit, Umständen und mit wem Sie darüber bereits gesprochen haben. Das hilft Ihnen sich zu einem späteren Zeitpunkt den Ablauf im Detail schildern zu können, z.B. für nächste juristische Schritte oder ein persönliches Gespräch.
  • Fürchten Sie sich nicht vor negativen Konsequenzen!

Nur diese Angst gibt dem Täter oder der Täterin so viel Macht.

Was ist sexuelle Belästigung?

Sexuelle Belästigung ist jedes sexuell belegte Verhalten, das nicht erwünscht ist und als respektlos, grenzüberschreitend und/oder verletzend empfunden wird. Dies kann in verbaler, bildlicher, schriftlicher und/oder
körperlicher Form stattfinden.


Darunter fallen beispielsweise:

 

  • Sexuell herabwürdigender Sprachgebrauch
  • Entwürdigende Bemerkungen oder Witze über Personen, ihren Körper, ihr Verhalten oder ihr Intimleben
  • Gesten und nonverbale Kommentare mit sexuellem Bezug
  • Verbale, bildliche oder elektronische Präsentation pornographischer oder sexistischer Darstellungen
  • Unerwünschte Berührungen und andere körperliche Übergriffe
  • Unerwünschte Aufforderungen oder Nötigung zu sexuellem Verhalten
  • sowie andere strafrechtlich relevante Tatbestände wie z. B. Stalking, Vergewaltigung

 

Sexuelle Belästigung greift die Würde des Individuums an und führt bei Männern genauso wie bei Frauen zu Stresserleben, Verunsicherung, Angst, Depression sowie zu psychosomatischen Beschwerden. In der Folge kann es auch zu Leistungsminderungen kommen.

 

In allen gesellschaftlichen Kontexten gibt es Menschen (überwiegend, aber nicht nur Frauen), die von sexueller Belästigung betroffen sind – auch an Universitäten. Insbesondere durch deren hierarchische Struktur können Abhängigkeits- und Machtverhältnisse ausgenutzt und Grenzverletzungen gefördert werden.

„Darf und muss ich mich denn berühren lassen?“

 

 

 

„Ich darf meiner Empfindung, sexuell belästigt zu werden, trauen.“

 

 

 

„Ich habe kein Problem mit Sexulaiät, ‘nur’ weil ich mir sexuelle Belästigung nicht gefallen lasse.“

Was können Führungspersonen tun?

Ein sensibler Umgang mit dem Thema sexuelle Belästigung gehört zur Führungsqualität. Sexuelle Belästigung darf von Vorgesetzten nicht toleriert, bagatellisiert oder ignoriert werden. Wenn Sie sexuelle Belästigung erkennen oder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um Hilfe gebeten werden, müssen Sie aufgrund ihrer Fürsorgepflicht tätig werden. Falls Sie sich nicht sicher sind, wie Sie sich in einer solchen Situation verhalten sollen, wenden Sie sich an die angegebenen Beratungsstellen.

Allgemeine Kontaktinformationen:

Anschrift:
Universität Augsburg

Dr. Marion Magg-Schwarzbäcker, Dipl.-Soziologin

Gebäude F2, Raum 309

Eichleitnerstraße 30

86159 Augsburg


Telefon: +49 821 598 -5245

Fax: +49 821 598 -145145

E-Mail: buero@chancengleichheit.uni-augsburg.de

Facebook: www.facebook.com/ChancengleichheitUniAugsburg/

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