Projekte der Flüchtlingshilfe an der Universität

An der Juristischen Fakultät ist die Law Clinic Augsburg angesiedelt, die kostenlos studentische Rechtsberatung für Flüchtlinge anbietet. Studierende aller Fachrichtungen können sich hier engagieren. Mehr Informationen sind auf der Homepage der Law Clinic oder beim Ansprechpartner Dr. Matthias Kober (Juristische Fakultät) zu erlangen. 

 

Das Fach "Deutsch als Zweit- und Fremdsprache" befasst sich mit Deutschunterricht für Flüchtlinge und Asylbewerber, vermittelt studentische Deutschlehrer, gibt Tipps zum Unterrichten und informiert über aktuelle Möglichkeiten sich zu engagieren. Genauere Informationen des Angebots finden sich auf der Homepage oder kontaktieren Sie den Ansprechpartner Dr. Gunther Dietz (Deutsch als Zweit- und Fremdsprache).

 

Im Projekt MigraNet (IQ Bayern - Bildungstransfer pädagogischer Qualifikationen) ist das Fach Pädagogik beteiligt. Ziel ist es, Personen mit Bildungsabschlüssen aus dem Ausland besser in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Homepage MigraNet und die Ansprechpartnerin: Stefanie Grüner (Pädagogik) geben Informationen zum Projekt.

 

In den Studiengängen Sozialwissenschaftliche Konfliktforschung und Global Business Management finden im Rahmen von Projektarbeiten immer wieder soziale Projekte im Bereich der Flüchtlingshilfe statt. Unter anderem ist daraus das Projekt " Building Bridges" entstanden.

 

Studierende der Augsburger Studiengänge Finance and Information Management und Software Engineering haben die App "Integreat" mitentwickelt. Sie stellt einen mobilen Alltagsguide für Menschen aus anderen Kulturen dar, der primär dazu dient, ankommenden Asylsuchenden alle relevanten Informationen, die sie benötigen und die ihnen helfen können, kommunal zugeschnitten und mehrsprachig weiterzugeben. Die App „ Integreat“ ist dabei kostenlos und für verschiedene Betriebssysteme verfügbar.

 

Studierende des Studiengangs Finanz- und Informationsmanagemt organisieren jeden Samstag von 12 bis 14 Uhr im Café Tür an Tür ein Lern-Café, bei dem Flüchtlinge und Asylsuchende kostenlose Nachhilfe unter anderem in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch erhalten. Bei Fragen kontaktieren Sie Nicolas Banholzer unter  lern-cafe@web.de

 

Die Studierendenvertretung (AStA) hat ein Referat für Willkommenskultur, das sich auch für Flüchtlinge einsetzt. Bei Interesse kontaktieren Sie willkommenskultur@asta.uni-augsburg.de

Forschung zu Migration, Integration und Flucht

Prof. Dr. Wassilios Baros und Prof. Dr. Ben Bachmair arbeiten am Projekt "Schüler/innen als Lernpaten von Schülern – Unterstützung von im Prozess der Migration" mit, bei dem Schülerinnen und Schüler als Lernpaten die in der Schule neu angekommenen Migranten und Flüchtlinge in ihre lebensweltliche deutsche Sprache einführen, dabei mit den neuen Schüler/innen die deutsche Sprache in ihrer Lebenswelt, z.B. im Einkaufszentrum entdecken und dafür auch ihre vertraute Kommunikationsressource Handy verwenden. Mit Unterstützung der Schule sind Schüler/innen in der Lage, Migranten-Schüler/innen als Peers, als ebenfalls Lernende, Sprech- und Lerngebote zu machen, sie beim Lernen zu begleiten und sie in schulisches Lernen zu integrieren. In einem kurzen Unterrichtsprojekt an einer Mittelschule wurde bereits erprobt, wie sich eine auf Schüler/innen als Lernpaten ausgerichtete Lernorganisation mit der Schulorganisation verbinden lässt.

 

Das Forschungsprojekt "Flüchtlinge und Asylpolitik in den Medien" an der Professur für Vergleichende Bildungsforschung untersucht in Kooperation mit PD Dr. Maximilian Sailer (Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung) die medialen Diskurse über Flucht und Asylpolitik. Dafür findet eine Befragung über die subjektiven Einstellungen zum Thema „Flüchtlinge und Asylpolitik in den Medien statt. Ansprechpartner: Prof. Dr. Wassilios Baros. 

 

Seit über einem Jahr läuft an der Professur für Pädagogik mit Schwerpunkt Vergleichende Bildungsforschung die Studie "Places of Integration", in der bereits über 100 internationale Studierende ihren Studienalltag beschrieben und in Interviews ihre Erfahrungen von Erfolg und Scheitern, erlebter Solidarität und Ablehnung, Integration und Stigmatisierung schilderten. Vor dem Hintergrund der bereits gewonnenen Erkenntnisse entsteht der neue Forschungsschwerpunkt. Ansprechpartner: Prof. Dr. Wassilios Baros. 

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