PD Dr. Michaela Schmid
Fakultät: Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl: Pädagogik
Art des Stipendiums: Langzeitstipendium, Postdoktorandinnenstipendium
Laufzeit: 01.10.2020 - 31.09.2022
Kurzvita
Michaela Schmid studierte Diplom-Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung und außerschulische Jugendbildung an der Universität Augsburg und wurde 2010 promoviert. Sie ist Akademische Rätin am Lehrstuhl für Pädagogik an der Universität Augsburg.
Forschungsschwerpunkte:
• Historische und systematische Ratgeberforschung in der Erziehungswissenschaft
• Familie/Familienerziehung in systematischer und historischer Perspektive
• Historische und aktuelle Erziehungstheorien
• Wissenschaftsgeschichte der Erziehungswissenschaft
Auszug aus der geförderten Arbeit
Die Suche nach einem in der Erziehungswissenschaft vergessenen Grundbegriff – die Begriffe von „Artikulation“ in aktuellen Entwürfen der Allgemeinen Pädagogik
Mit Artikulation wird in einer allgemeinpädagogischen Perspektive seit Herbart (1806) das Zusammenspiel von Lehren und Lernen gemeint – und zwar nicht nur auf den schulischen Bereich beschränkt. Der Begriff der Artikulation scheint seit Johann Friedrich Herbart, Gründungsvater der Allgemeinen Pädagogik und des Begriffes der Artikulation unter einer pädagogischen Perspektive, aus der Allgemeinen Pädagogik wieder verschwunden zu sein und dort, wo der Begriff vorkommt, bleibt die Erläuterung von Artikulation bei der Gliederung einer Unterrichtseinheit mittels der Herbart`schen Unterrichtsstufen (Klarheit, Assoziation, System, Methode) stehen. Der Artikulationsbegriff wird dadurch absolut verkürzt dargestellt, an den Unterrichtsbegriff gebunden und der Unterrichtsbegriff bei Herbart überdies von den Autor*innen auf schulischen Unterricht reduziert.
Infolgedessen ist die zentrale Fragestellung der Arbeit: Wie erfassen Konzepte der Allgemeinen Pädagogik das Phänomen der Artikulation und welche Begriffe von Artikulation entstehen infolgedessen?