Corvin Bittner
Fakultät: Philologisch-Historische Fakultät
Lehrstuhl: Neue Englische Literaturen und Kulturwissenschaft
Art des Stipendiums: 3-Monats-Stipendium
Laufzeit: 01.07.2023 - 30.09.2023
Kurzvita
Corvin Bittner promoviert an der Professur für Neue Englische Literaturen und Kulturwissenschaft an der Universität Augsburg.
Forschungsschwerpunkte:
• Queer-Theorie
• Gender Studies
• Historiografie
Kurzbeschreibung der Arbeit
Stealing Time, Making Time: Queer Sentimentality in Time Travel Narratives
Das Promotionsprojekt trägt den Arbeitstitel „Stealing Time, Making Time: Queer Temporality and Time Travel in Contemporary Literature.“ In dem Projekt wird ein intersektionales queeres Reading von Zeitreisenarrativen von und über FLINTA-Personen angestrebt; ebenso werden chrononormative Perspektiven, die Zeit als linear und progressiv darstellen, hinterfragt. Diese Lesart untersucht, wie das Naturphänomen „Zeit“ von sozialen Konstrukten umgeben ist, die cisheteropatriarchale, kapitalistische und rassistische Systeme aufrechterhalten. Darauf aufbauend wurde ein umfassendes Exposé ausgearbeitet, das wesentliche Anpassungen an Titel, Forschungsfrage und Gliederung enthält. Im Zentrum steht eine theoretische Auseinandersetzung mit queerer Temporalität und zeitbezogenen Narrativen, die queere Erotik sowie nicht-normative Beziehungskonstellationen verhandeln. Die Untersuchung verknüpft Ansätze der Chrononormativität, Queer Temporality, Erotohistoriographie und Utopietheorie und fragt, inwiefern konventionelle Vorstellungen von Zeit und Wirklichkeit durch queere Formen der Verbindung überschritten werden. Das analysierte Material reicht von literarischer Fiktion bis zu populären Medien und eröffnet einen Blick auf transformatorische Potenziale jenseits dominanter Ordnungssysteme. Ergänzend fließen Perspektiven aus Queer Theory, Solarpunk, Hopepunk und CoFuturisms ein, um historische wie futuristische Dimensionen einzubeziehen. Insgesamt entsteht so ein theoretischer Rahmen, der differenzierte Zugänge zu Temporalisierung, queerer Intimität und alternativen sozialen Modellen ermöglicht und zugleich Impulse für weitere Studien in queer-literarischen und kulturwissenschaftlichen Kontexten liefert.