Dr. Ariane Fichtl
Fakultät: Philologisch-Historische Fakultät
Lehrstuhl: Geschichte der Frühen Neuzeit
Art des Stipendiums: Postdoktorandinnenstipendium
Laufzeit: 01.04.2020 - 31.03.2021
Kurzvita
Ariane Fichtl hat Ende 2018 ihre binationale Promotion (Cotutelle) an den Universitäten Augsburg und Lille (Frankreich) mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen. Ihre Forschungsarbeit befasste sich mit der Rezeption klassisch-republikanischer Autoren im Frankreich des ausgehenden 18. Jahrhunderts und deren Einfluss auf die revolutionäre Politik und Rhetorik. Sie hat ihre Ergebnisse im Rahmen zahlreicher wissenschaftlicher Veranstaltungen an Universitäten in Deutschland, Frankreich und England vorgestellt sowie in Beiträgen zu Sammelwerken, unter anderem in den Vereinigten Staaten, publiziert.
Forschungsschwerpunkte:
• Britischer Abolitionismus: politische und moralische Ideen
• Konzepte von Abhängigkeit und Interdependenz
• Religion, Emotionen und frühes Liberalismusdenken
• Wandel demokratischer Vorstellungen im 18. Jh.
• Klassisch-republikanische Ideen und Französische Revolution
Auszug aus der geförderten Arbeit
(Un)Armed Neutrality: Anglo-French Conflict and the Jeffersonian Response to the Problem of the Jealousy of Trade
Im Anschluss an das Promotionsprojekt wird sich das geplante Habilitationsprojekt mit dem Titel “(Un)armed Neutrality. Anglo-French conflict and the Jeffersonian response to the problem of the Jealousy of Trade” mit Konzepten politischer Ökonomie in der frühen Amerikanischen Republik beschäftigen, insbesondere im Zusammenhang mit amerikanischer Außenpolitik im 18. Jahrhundert, bezogen auf die Frage wie durch gewaltarme diplomatische Mittel (u. a. wirtschaftliche Sanktionen) - zusammengefasst unter dem Leitbegriff “peaceful coercion” - kriegerische Auseinandersetzungen vermieden werden können. Die Forschungsfrage ist von großem Interesse für das Verständnis der Leitprinzipien einer eher isolationistisch geprägten transatlantisch-amerikanischen Außenpolitik, wie sie heute aus bestimmten politischen Lagern gefordert wird.