Dr. techn. Shaimaa M. Abdalbaqi

© Universität Augsburg

 

Fakultät: Fakultät für Mathematik, Naturwissenschaften und Materialtechnik

Lehrstuhl: Experimentalphysik IV

Art des Stipendiums: Langzeitstipendium, Postdoktorandinnenstipendium

Laufzeit: 01.08.2021 - 30.07.2022

 

Kurzvita

Dr. Shaimaa M. Abdalbaqi erwarb ihren Bachelor- und Masterabschluss in Laserphysik und promovierte im Bereich der organischen Optoelektronik. 1998 wurde sie mit dem zweiten Physikpreis des Irak ausgezeichnet. Von 2001 bis 2015 war sie als Dozentin und Betreuerin an der Al-Nahrain-Universität in Bagdad tätig. Im Jahr 2006 erhielt sie ein Promotionsstipendium des Österreichischen Austauschdienstes (ÖAD). Ihre Postdoc-Forschung an der Universität Augsburg wurde von 2019 bis 2021 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

 

 

Forschungsschwerpunkte:

•        Optoelektronik

 

Auszug aus dem geförderten Projekt

Gekoppelte organisch-anorganische Halbleiter für Singulett-Spaltung-Solarzellen

 

Solarzellen auf Basis gekoppelter organischer und anorganischer Halbleiter (COINs) stehen im Fokus dieser Untersuchung. Eine Kombination aus Pentacen und PbS-Liganden wird eingesetzt, um die Leitungsbandlage an den Triplettzustand organischer Moleküle anzupassen. Pentacen-Moleküle ermöglichen Singulett-Spaltung, ein Phänomen, das das Schockley-Queisser-Limit in Solarzellen überwinden kann.

Die Morphologie und Struktur der COINs wurden mittels AFM und TEM untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verteilung der Nanopartikel stark vom Ligandtyp abhängt. Elektrische, optische und Impedanzmessungen bestätigen die Ordnung und Quantität der Quantenpunkte. 

Zur Effizienzsteigerung wurden neue Liganden wie Aminophenyl-TIPs-Pentacen und Zink-Tetraphenylporphyrin mit Mono- und Dicarboxyl-Seitengruppen synthetisiert. Ultraviolett-Photoemissionsspektroskopie (UPS) liefert Informationen zu HOMO und Austrittsarbeit, während LUMO aus der optischen Bandlücke berechnet wird. Die interne Quanten-Effizienz wird mit transienter Absorptionsspektroskopie (TAS) untersucht, die auch Dexter-Energietransfer, Singulett-Spaltung und Ladungsträgerzustände analysiert. Zusätzlich werden die COIN-Schichten optimiert, und Methoden wie DLTS und intensitätsmodulierte Photostromspektroskopie dienen der Defektdetektion und Leistungsanalyse.

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