Dr. Kristina Stockinger
Fakultät: Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl: Psychologie
Art des Stipendiums: Reisestipendium
Laufzeit: 11.04.2024 - 14.04.2024
Kurzvita
Dr. Kristina Stockinger studierte Lehramt an Gymnasien mit den Fächern Englisch und Psychologie an der LMU München, promovierte dort im Hauptfach Psychologie (2014–2017) und war bis 2019 als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Forschungsaufenthalte führte sie in das Advanced Technologies for Learning in Authentic Settings (ATLAS) Lab der McGill University in Montreal sowie an das Institute for Positive Psychology in Education der Australian Catholic University in Sydney. Zwischen 2017 und 2019 engagierte sie sich zudem als Junior-Koordinatorin und Vertreterin der NachwuchswissenschaftlerInnen in der EARLI Special Interest Group „Motivation and Emotion“. Für ihre Leistungen in der Lehre wurde sie im Jahr 2018 mit dem Fakultätspreis für Gute Lehre der Fakultät für Psychologie und Pädagogik der LMU München ausgezeichnet.
Forschungsschwerpunkte:
- Auslöser, Auswirkungen und Regulation leistungsbezogener Emotionen und Motivation, insbesondere in Bildungskontexten
- Zusammenspiel von Emotion und Motivation insbesondere im Kontext der Selbstregulation von Lernenden
- Förderung subjektiven Wohlbefindens, adaptiver Emotionen und emotionaler Kompetenzen
- Gestaltung emotionsgünstiger Lernumgebungen
- Integrative Theoriebildung insb. im Kontext der Motivations- und Emotionsforschung
Kurzbeschreibung der Reise
Teilnahme am Jahreskongress der American Educational Research Association (AERA) in Philadelphia (USA)
Im Rahmen ihrer Habilitation an der Universität Augsburg untersucht Dr. Kristina Stockinger Prozesse der Regulation von Motivation und Emotion in Lern- und Leistungskontexten. Ziel des Projekts ist es, die Wechselwirkungen motivationaler und emotionaler Regulationsstrategien theoretisch zu modellieren und empirisch zu fundieren sowie Implikationen für Lernen, Lehren und Wohlbefindensförderung abzuleiten. Im Zentrum ihrer beiden im Rahmen des AERA-Kongresses präsentierten Beiträge standen sowohl konzeptionelle als auch empirische Zugänge zur Selbstregulation, insbesondere die Frage nach der Überlappung und Differenzierung motivationaler und emotionaler Prozesse. Während ein Beitrag im Symposium zentrale Befunde zur Integration beider Regulationsbereiche diskutierte, widmete sich ein Posterbeitrag Zusammenhängen zwischen lehrbezogenen Coping-Strategien von Lehrenden und deren Wohlbefinden im Zeitverlauf. In den empirischen Arbeiten werden insbesondere längsschnittliche Designs sowie theoriebasierte Modellierungen eingesetzt, um dynamische Zusammenhänge zwischen Regulation, Belastung und Wohlbefinden zu analysieren. Die im Rahmen der Tagung gewonnenen Rückmeldungen und Diskussionen zeigen, dass eine stärkere konzeptuelle Integration der Regulationsprozesse sowie der Einsatz geeigneter Mess- und Analyseansätze zentrale Herausforderungen darstellen. Daraus ergibt sich ein vertieftes Verständnis dafür, wie motivationale und emotionale Selbstregulation in unterschiedlichen Kontexten zusammenspielen und wie diese Prozesse sowohl theoretisch als auch methodisch weiterentwickelt werden können.