Marie Fischer

© Universität Augsburg

Fakultät: Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät

Lehrstuhl: Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Klimapolitik

Art des Stipendiums: Reisestipendium

Laufzeit: 29.01.2024 - 31.03.2024

 

Kurzvita

Marie Fischer ist Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Klimapolitik am Zentrum für Klimaresilienz. Ihre Forschung widmet sie den internationalen Verhandlungen zum Umgang mit Schäden und Verlusten durch den Klimawandel (Loss & Damage). Dabei interessiert sie die Frage, inwiefern die dominante Regierungsweise von Schäden und Verlusten in verschiedenen Diskursräumen angefochten wird. Zuvor studierte sie Kulturwirtschaft (B.A.) an der Universität Passau und Umweltethik (M.A.) an der Universität Augsburg.

 

Forschungsschwerpunkte:

•        Internationale Klimapolitik

•        Poststrukturalistische Diskurs- und Gouvernementalitätsanalyse

•        Dekoloniale Perspektiven auf Klimagerechtigkeit

•        Soziale Bewegungen und Klimaaktivismus

 

Kurzbeschreibung der Reise

Forschungsaufenthalt in San José, Costa Rica

Thema der Studie vor Ort: Resisting or Persisting in the Climate Regime? Civil Society Organizations’ Counter Conduct on Loss and Damage

 

Die internationale Antwort auf Schäden und Verluste durch den Klimawandel riskiert, die Bedürfnisse besonders betroffener Gemeinschaften und Staaten zu marginalisieren. Stattdessen dominieren top-down-Ansätze, neoliberale Resilienzkonzepte und technokratische Lösungen. In ihrem Promotionsprojekt untersucht Marie Fischer diskursiven Widerstand gegen diese Regierungsweise.

Für ihre Feldforschung reiste sie nach San José, Costa Rica, wo sie mit einer zivilgesellschaftlichen Organisation zusammenarbeitete, die aktiv in internationale Klimaverhandlungen interveniert. Im Rahmen eines freiwilligen Praktikums nutzte sie teilnehmende Beobachtung, um Einblicke in den NGO-Diskurs zu gewinnen. Dabei standen sowohl die alltäglichen Praktiken der NGO-Arbeit als auch deren politische Positionierungen im Fokus. Die enge Zusammenarbeit in einem kleinen Team erleichterte die Datenerhebung, die sie in einem digitalen Beobachtungstagebuch festhielt.

Ergänzend führte sie Fokusgruppeninterviews mit Mitarbeitenden und Direktion sowie abschließende leitfadengestützte Interviews durch. Die Kombination aus teilnehmender Beobachtung und Interviews ermöglichte es ihr, sowohl Diskurse als auch die sie hervorbringenden Praktiken zu analysieren.

Der Forschungsaufenthalt, gefördert durch das Büro für Chancengleichheit, stellte einen zentralen Meilenstein für die Datenerhebung dar und bestärkte sie in der Relevanz ihres Promotionsthemas.

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