Zur Unterstützung der Grünen Transformation der Universität Augsburg werden am Institut für Materials Resource Management MRM ausgewählte Labore so konzipiert und gestaltet, dass der Ressourcenverbrauch sinkt, umweltfreundliche Chemikalien zum Einsatz kommen und im Labor grundsätzlich ressourcenschonend gearbeitet und geforscht wird.

Green Labs bestehen an der Universität Augsburg an mehreren Standorten. Am Institut für Materials Resource Management MRM wurden in den vergangenen Monaten entsprechende Maßnahmen umgesetzt und weitere Projekte angestoßen. Sie zeigen, wie Nachhaltigkeit im Laborbetrieb praktisch umgesetzt werden kann, und bilden die Grundlage für ein verantwortungsvolles Handeln in den Laboren.

 

 

Für Labortüren im Allgemeinen sowie an ausgewählten Geräten, wurden Hinweistafeln erstellt und angebracht, um Mitarbeitende und Studierende daran zu erinnern, wie diese in energiesparende Modi versetzt werden können oder dass diese nach der Arbeit ausgeschalten werden sollen. Auf diese Hinweise wird bei den Unterweisungen für das Labor, für die Abzüge und an den Geräten speziell verwiesen, ergänzend zu anderen Gegebenheiten und Sicherheitsvorschriften. Zu diesen Punkten gehört auch die Einführung in das Mülltrennungssystem im Labor, um die Recyclingquote zu erhöhen. Weiterhin werden Verpackungsmaterialien so weit wie möglich wiederverwendet, um Abfall zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Diese Vorgaben bei der Laborarbeit sensibilisieren frühzeitig für den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und fördern eine nachhaltige Arbeitskultur von Anfang an.

Der offizielle Start der MyGreenLab-Zertifizierung wurde für das MRM am Jahresanfang 2026 mit den Laboren des Lehrstuhls Materials Engineering initiiert, durch Klärung von rechtlichen Punkten, u.a. im Datenschutz, hatte sich dieser leider noch verzögert. Dieses Programm unterstützt Labore weltweit dabei, ihre Umweltleistung systematisch zu verbessern und nachhaltige Standards zu etablieren. In der Startphase werden mit Hilfe der Arbeitenden im Labor der IST-Zustan durch Befragungen aufgenommen und nützliche Maßnahmen durch den Zertifizierer ein nachhaltiger SOLL-Zustandherbeigeführt. Die MyGreenLab-Zertifizierer begleiten dann nachhaltige Umsetzungen für die kommenden Monate im Labor und werden dann in einem abschließenden Prozess Zertifikate für die Nachhaltigkeitsmaßnahmen vergeben.

Die Einführung einer digitalen Überwachung des Argon-Verbrauchs ermöglicht es, Leckagen frühzeitig zu erkennen und unnötige Verluste zu vermeiden. Dies trägt nicht nur zur Ressourcenschonung bei, sondern optimiert auch die Betriebskosten und gibt zudem eine Übersicht über den tatsächlichen Verbrauch im Labor. Des Weiteren hat der Berichterstatter an Vorträgen zum Thema Nachhaltigkeit und zu Erfahrungen aus bereits zertifizierten Laboren auf der LabSupply in Augsburg (12.11.2025) und der Analytica in München (25.03.2026) teilgenommen, dort wurden auch nachhaltige Produkte und Dienstleistungen vorgestellt. Zum Netzwerken auf Messen kommt noch der Austausch über Online-Netzwerktreffen hinzu.
Im Labor wurden bereits 2025 bei bestimmten Geräten bereits Strommessungen und Energieeinsparungsmaßnahmen durchgeführt. Das hatte zur Folge, dass beispielsweise kleine Proben inzwischen auch in einer kleinen Heizkammer statt in Laboröfen temperaturbehandelt werden. Für die weitere Reduktion des Energiebedarfs muss dieser noch besser analysiert werden, um gezielte Einsparpotentiale zu erkennen.

 

Vernetzung und Stationen

  • 2025 Strommessungen und Energieeinsparungsmaßnahmen an bestimmten Geräten
  • 12. November 2025 Teilnahme an Vorträgen zu Nachhaltigkeit und zu Erfahrungen aus bereits zertifizierten Laboren auf der LabSupply in Augsburg
  • Jahresbeginn 2026 Start der Zertifizierung nach My Green Lab mit den Laboren des Lehrstuhls Materials Engineering
  • 25. März 2026 Teilnahme an Vorträgen auf der Analytica in München
Auf beiden Messen wurden zudem nachhaltige Produkte und Dienstleistungen vorgestellt. Ergänzt wird der fachliche Austausch durch Online-Netzwerktreffen.
 
 

Ausblick und weitere Schritte

Die bestehenden und kommenden Nachhaltigkeitskonzepte sollen in Zukunft auf weitere Labore an der Universität ausgeweitet werden. Die Zertifizierungen enthalten schon viele Maßnahmen, aber darüber hinaus können weitere Projekte angestoßen werden, wie direktes Recycling von Ein-
weghandschuhen usw. Diese Maßnahmen und Ideen zeigen, wie Nachhaltigkeit im Laborbetrieb praktisch umgesetzt werden kann. Sie bilden die Grundlage für ein verantwortungsvolles Handeln in den Laboren.

 

 

Ansprechperson:

Employee in Process Engineering – Focus: Technical Ceramics
Materials Engineering

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