Antike Wurzeln der Nachhaltigkeit? Hans Carl von Carlowitz, Antikenrezeption und frühneuzeitliche Umweltdiskurse in der Sylvicultura oeconomica

Veranstaltungsdetails
Datum: 19.03.2026, 15:00 Uhr  noch bis zum 21. März 2026, 12:30 Uhr
Ort: Institut für Europäische Kulturgeschichte; Gebäude F1; Raum 201, Eichleitnerstraße 30, 86159 Augsburg
Veranstalter: PD Dr. Dr. Christopher Schliephake (Alte Geschichte, Universität Augsburg/Hannover) mit Prof. Dr. Ulrich Niggemann (Institut für Europäische Kulturgeschichte/Universität Augsburg) und Prof. Dr. Lothar Schilling (Geschichte der Frühen Neuzeit/Universität A
Themenbereiche: Geografie, Umwelt und Ökologie, Geschichte
Veranstaltungsart: Tagung
Vortragende: Christopher Schliephake/Ulrich Niggemann/Lothar Schilling/Jens Soentgen/Mathias Kluge/Oliver Schelske/Isabel Mancebo Leon/Moritz Waßner/Niklas Bend/Matthias Kaub/Ulrich Grober/Philip Hahn/Martin Stuber/Astrid Zenkert
Universität Augsburg

Die Tagung beleuchtet Hans Carl von Carlowitz’ „Sylvicultura oeconomica“ (1713) als Schlüsseltext der Nachhaltigkeit. Im Fokus stehen ihre antiken Traditionslinien, frühneuzeitlichen Rezeptionsbedingungen sowie die diskursiven, sozial- und umwelthistorischen Kontexte, in denen nachhaltende Forstwirtschaft entworfen wurde.


Hans Carl von Calowitz´ „Sylvicultura oeconomica“ (1713) gilt nach wie vor als ein Gründungsdokument der ‚Nachhaltigkeit‘. Doch auf welchen Traditionen baute von Carlowitz auf und in welchem kultur- und sozialgeschichtlichen Kontext steht sein Werk? Diesen Fragen möchte eine epochenübergreifende Tagung nachgehen, die insbesondere die bislang nicht systematisch erforschte Antikerezeption der „Sylvicultura oeconomica“ in ihren diskursiven Bezügen untersuchen will. Die Tagung zielt insgesamt darauf ab, die Vergangenheitsorientierung der im Text dargelegten ‚nachhaltenden‘ Forstwirtschaft herausarbeiten und einen Beitrag zu einer Geschichte der Nachhaltigkeit zu liefern. Dabei geht es nicht um eine lineare Herleitung von Carlowitz´ Ideen aus antiken Quellen, sondern vielmehr darum, in einem interdisziplinären Zugriff die spezifischen Modi der Rezeption antiker Texte und deren jeweilige soziokulturellen und umwelthistorischen Kontexte in den Fokus zu rücken. Ausgehend von einer Auseinandersetzung mit von Carlowitz, der Kultur seiner Zeit und v.a. zentralen Passagen der „Sylvicultura oeconomica“, sollen dementsprechend unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden, die sowohl (1) die Hintergründe der rezipierten antiken Vorläufer-Texte in den Blick nehmen, als auch (2) nach den spezifischen frühneuzeitlichen Rezeptionsbedingungen und intellektuellen Traditionslinien fragen.

Weitere Veranstaltungen: Institut für Europäische Kulturgeschichte


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