Der Algorithmus als Historikerin und Philologin? Künstliche Intelligenz und Large Language Models in den Altertumswissenschaften

Veranstaltungsdetails
Datum: 12.01.2027, 18:15 Uhr - 19:45 Uhr  noch bis zum 12. Januar 2027, 19:45 Uhr
Ort: Hörsaal III im Hörsaalzentrum (Gebäude C) an der Universität Augsburg, Universitätsstr. 2, 86159 Augsburg
Veranstalter: Prof. Dr. Natascha Sojc (Klassische Archäologie), Prof. Dr. Gregor Weber (Alte Geschichte)
Themenbereiche: Geschichte
Veranstaltungsreihe: Altertumswissenschaftliches Kolloquium
Veranstaltungsart: Vortragsreihe
Vortragende: Prof. em. Dr. Charlotte Schubert (Leipzig)

Anhand der Begriffe δημοκρατία und ἐλευθερία zeigt der Vortrag, wie kontextsensitive Sprachmodelle Veränderungen im Gebrauch zentraler politischer Begriffe über längere Zeiträume messbar und für die historische Forschung auswertbar machen können.


Was geschieht mit den politischen Grundbegriffen der Antike, wenn ihre Geschichte nicht an wenigen berühmten Stellen, sondern an einem gesamten überlieferten Gebrauch verfolgt wird? Der Vortrag stellt einen Ansatz vor, wie der Gebrauch solcher Grundbegriffe mit kontextsensitiven Sprachmodellen messbar gemacht und geprüft werden kann. Dies wird anhand zweier Fallstudien dargestellt: δημοκρατία [dēmokratía] von der klassischen Zeit bis in die Kaiserzeit (mit einem für das Altgriechische vortrainierten Modell) und ἐλευθερία [eleuthería] /libertas mit einer cross-lingualen Studie (einem sprachübergreifend trainierten Satzmodell für Altgriechisch und Latein). Beide Studien zeigen, wie sich die Verteilung und der Gebrauch von Begriffen im Laufe der Epochen ändern, aber auch wie solche Befunde sich durch Überprüfung anhand des Forschungsstandes einordnen lassen.

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