UPD 56/22 - 13.06.2022

Plüschige Patienten

Am 18. Juni behandeln Medizinstudierende der Universität Augsburg Kuscheltiere und Puppen

Um Kindern die Angst vor Arzt- oder Klinikbesuchen zu nehmen, organisieren Medizinstudierende traditionell Puppen- und Plüschtierkliniken. In Augsburg findet das erste Teddybärkrankenhaus der Medizinischen Fakultät am 18. Juni von 10 bis 14 Uhr statt.

Im Teddybär-Krankenhaus sind Kuscheltiere und Puppen krank, ihre kleinen Besitzerinnen und Besitzer begleiten sie. „Die Kinder sollen eine Arzt-Patienten-Interaktion erleben, in welcher sie selbst nicht direkt betroffen sind, um ihnen die Scheu vor Behandlungen zu nehmen“, erklärt Amrei Frey, die dem studentischen Organisationsteam angehört. „Wir möchten ihnen ein tolles Erlebnis mit viel Spaß bieten“.

Kinder jedes Alters, insbesondere Vorschul- und Kindergartenkinder, sind herzlich eingeladen ihre Kuscheltiere und Puppen ambulant ärztlich versorgen zu lassen. Vorab sollten sich die Eltern mit ihrem Nachwuchs eine Erkrankung für Teddy oder Puppe ausdenken, z.B. Bauchweh, Erkältung oder eine verrenkte Pfote. Im Teddybär-Krankenhaus kommen die Kinder wie bei einem normalen Arztbesuch zunächst ins Wartezimmer, bis sie mit ihrem Schützling von einem Teddydoc abgeholt werden. Als Begleitperson ihrer Plüschfreunde können die Kinder während der klinischen Untersuchung zusehen und die Medizinstudierenden unterstützen. Eine Teddybär-Behandlung dauert circa zehn bis zu 30 Minuten.

Puppen und Teddys versorgen zu lassen, nimmt Kindern die Scheu vor Medizinpersonal und Krankenhaus. Colourbox

Kommunikation und Empathie trainieren

Insgesamt sind 24 Humanmedizin-Studierende als Teddydocs im Einsatz, um allerlei Krankheiten der Plüschpatienten zu kurieren. Auch sie ziehen, neben Spaß, einen Mehrwert aus der Aktion. Durch die Arbeit mit den kleinen Patienten und Patientinnen erweitern sie ihre kommunikativen und emphatischen Fähigkeiten. Die Vorbereitungen forderte Kenntnisse in Projektmanagement und Veranstaltungsorganisation. Auch Sponsorenakquise war Teil der Vorbereitung: Das Teddybar-Krankenhaus wird von Sponsoren und Partnerorganisationen mit Verbandsmaterial, Mal- und Spielsachen oder auch „Arzneimitteln“ in Form von Süßem unterstützt.

Alle Mitwirkenden wurden zum Ablauf und zum Umgang mit Kindern geschult. „Wir sind sehr engagiert und freuen uns schon sehr auf Kinder und Kuscheltiere“, sagt Amrei Frey.

Erstmals in Augsburg

Teddybär-Krankenhäuser gibt es seit 2000 in Deutschland. Sie sind mittlerweile Tradition an allen medizinführenden Universitäten. Ursprünglich ist das ehrenamtliche Projekt in den neunziger Jahren in Skandinavien entstanden und wird seitdem weltweit von Studierenden der Humanmedizin durchgeführt. Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich das Debüt des Teddybär-Krankenhauses in Augsburg verzögert. Die Veranstaltung ist jährlich geplant.

Informationen zur Veranstaltung

Das Teddybär-Krankenhaus ist kostenfrei und ohne Anmeldung für Kinder jeder Altersstufe, insbesondere Vorschul- und Kindergartenkinder, offen. Stattfinden wird die Sprechstunde am Samstag den 18.06.2022 von 10:00 bis 14:00 Uhr in der Medizinischen Fakultät auf dem Gelände des Universitätsklinikums in der Stenglinstraße 2 in 86156 Augsburg. Vor Ort wird es eine Wegbeschilderung geben. Angesichts der noch aktuellen Corona-Situation werden die Eltern gebeten, eine FFP2-Maske zu tragen.

Medienkontakt

Corina Härning
Stellvertretende Pressesprecherin
Stabsstelle Kommunikation & Marketing

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