UPD 71/22 - 26.07.2022

Neu nach Augsburg berufen

Wir stellen vor: eine Professorin und vier Professoren wurden in den Monaten Juni und Juli 2022 neu an die Universität Augsburg berufen.

Prof. Dr. Benedikt Buchner, L.L.M. (UCLA) – Bürgerliches Recht, Haftungsrecht und Recht der Digitalisierung, Juristische Fakultät

Benedikt Buchners Forschungsschwerpunkte sind das Bürgerliche Recht, das Gesundheits- und Medizinrecht sowie das Datenschutzrecht. Als Jurist möchte er seinen Teil dazu beitragen, Lösungsansätze für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu entwickeln. Dabei hat seine Arbeit stets auch eine ausgeprägte interdisziplinäre Ausrichtung, wenn er in gemeinsamen Forschungsprojekten mit anderen Fachdisziplinen wie der Informatik oder der Medizin den Bereich der „ethical, legal and social aspects" abdeckt.

Mit der neu eingerichteten Forschungsprofessur in Augsburg beteiligt sich Benedikt Buchner seit dem 1. Juni auch am Aufbau des universitären Forschungsschwerpunkts „Digital Health Research and Artificial lntelligence". Die Digitalisierung und der Einsatz von KI stellen die Rechtswissenschaft im Gesundheitswesen vor große Herausforderungen, die Chancen und

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Risiken des medizinisch-technischen Fortschritts müssen durch das Recht begleitet und in einen angemessenen Ausgleich gebracht werden. Buchner war zuvor 15 Jahre in Bremen als Professor und Direktor des Instituts für Informations-, Gesundheits- und Medizinrecht tätig. Er studierte in Augsburg, München und Los Angeles, war Gastprofessor an der Universität Osaka und gibt die Zeitschrift „Datenschutz und Datensicherheit“ heraus.

 

Prof. Dr. Felix Büttner – Physik mit der Ausrichtung auf kohärente Röntgenabbildungstechniken und Magnetismus, Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät

Am Zentrum für Elektronische Korrelation und Magnetismus (EKM) am Institut für Physik der Universität Augsburg forscht Prof. Dr. Felix Büttner seit dem 1. Juli an nanometer-großen emergenten Texturen in magnetischen Dünnschichtmaterialien und an der Entwicklung von ultrahochauflösenden Röntgenmikroskopietechniken. Ziel der Forschung ist es, Videos von der teilchenartigen Dynamik dieser topologischen Texturen aufzunehmen und damit nicht nur deren Physik zu verstehen, sondern auch deren Anwendung in der Informationstechnik vorzubereiten. Die Forschung findet in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin statt, wo mit dem BESSY-II Synchrotron eines jener Großgeräte steht, mit dem sich die ambitionierten Röntgenabbildungen realisieren lassen.

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Felix Büttner war in den letzten zwei Jahren Leiter einer Nachwuchsgruppe am Helmholtz-Zentrum Berlin, welche durch den kompetitiven Helmholtz Young Investigator Grant finanziert wurde. Die Gruppe am HZB bleibt im Zuge einer  Kooperationsvereinbarung bestehen. Zuvor arbeitete er als Postdoc am Massachusetts Institute of Technology. Er promovierte 2013 in einer Zusammenarbeit zwischen der Universität Mainz und der TU Berlin. 2022 wurde Felix Büttner mit dem Walter-Schottky-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet.

 

Prof. Dr. Tobias Lutzi – Privatrecht, Juristische Fakultät

Tobias Lutzi hat seit dem 1. Juni die Juniorprofessur für Privatrecht inne. Sein besonderes Interesse gilt den Rechtsfragen der Digitalisierung, insbesondere auf dem Gebiet des internationalen Privat- und Zivilverfahrensrechts, daneben dem bürgerlichen Recht, dem UN-Kaufrecht und der Privatrechtsvergleichung. Er ist Vorsitzender des Young Research Network und Mitglied des Scientific Council der European Association of Private International Law (EAPIL) sowie Mitherausgeber des Blogs conflictoflaws.net.

Bis dato war Lutzi als Akademischer Rat am Institut für internationales und ausländisches Privatrecht der Universität zu Köln tätig.

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Studiert hat er in Köln, Paris und Oxford, wo er anschließend als Rhodes Scholar promovierte. Daneben war er in Oxford als Tutor und Lecturer tätig und hat von 2016 bis 2018 das Oxford University Commonwealth Law Journal (OUCLJ) herausgegeben. 2015 wurde ihm das Diplom der Haager Akademie für internationales Recht verliehen. Seine Dissertation wurde 2019 mit dem Promotionspreis des ICC Institute for World Business Law ausgezeichnet. Lutzi hat eine Tenure-Track-Stelle inne. Diese Professuren richten sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der frühen Karrierephase und sehen nach erfolgreicher Bewährungsphase den unmittelbaren Übergang in eine Lebenszeitprofessur vor. 

 

Prof. Dr. Philip Raake – Innere Medizin, Schwerpunkt Kardiologie, Medizinische Fakultät

Mit dem Lehrstuhl für Kardiologie leitet Prof. Dr. Philip Raake seit dem 1. Juni gleichzeitig die Leitung der I. Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Augsburg. Er ist ausgewiesener Experte der interventionellen Kardiologie mit mehr als 3.700 diagnostischen Linkskathetern, mehr als 1.500 sogenannten PTCA, einem minimalinvasiven Verfahren zur Erweiterung verengter Herzkranzgefäße, und Implantation von mehr als 1.000 Schrittmachern und Defibrillatoren. In vielleicht keiner anderen medizinischen Disziplin ist der technische Fortschritt in den vergangenen 20 Jahren so allumfassend gestiegen wie in der Herzmedizin. Dieser Entwicklung will Raake Rechnung tragen durch die Weiterentwicklung der Klinik zum Kardiologischen Spitzenzentrum für die Region.

Prof. Dr. Philip Raake

Philip Raake war zuletzt Leitender Oberarzt und Leiter des Herzkatheterlabors an der Universität Heidelberg. Sein akademischer Weg führte den gebürtigen Münchner nach Studium und Doktorarbeit über Philadelphia/USA nach Heidelberg. Nachdem er sich in Heidelberg als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit Zusatzbezeichnung Intensivmedizin etabliert hatte, habilitierte er sich 2014 mit einer Arbeit zum Thema „Translationale Entwicklung molekularer Therapiestrategien der Herzinsuffizienz“.

 

Prof. Dr. Martina Steber – Neueste Geschichte, Philologisch-Historische Fakultät

Gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte (IfZ) berief die Universität Augsburg Martina Steber zum 1. Juni als Professorin für Neueste Geschichte. Im IfZ rückt sie gleichzeitig als neue Zweite Stellvertretende Direktorin in die dreiköpfige Institutsleitung auf. Das Berufungsverfahren fand in bewährter Kooperation zwischen Universität und außeruniversitärer Forschungseinrichtung statt. Ziel ist es, Forschung und Lehre zur Zeitgeschichte noch enger zu verzahnen.  

© Institut für Zeitgeschichte (IfZ)

Martina Steber war seit 2017 am IfZ und hat mehrere Lehrstuhlvertretungen in Augsburg, Konstanz und Wuppertal bekleidet. Die 46-jährige Historikerin wurde 2007 an der Universität Augsburg promoviert, forschte an der Universität Eichstätt-Ingolstadt, dem Deutschen Historischen Institut London, am Historischen Kolleg und an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort habilitierte sie sich 2015 mit der Studie „Die Hüter der Begriffe. Politische Sprachen des Konservativen in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland, 1945-1980“. Neben der britischen Geschichte und der Geschichte des Konservatismus liegen ihre Forschungsschwerpunkte insbesondere in der Gesellschaftsgeschichte der nationalsozialistischen Diktatur und der modernen Regionalgeschichte.

 

Kontakt

Prof. Dr. med. Philip Raake
Lehrstuhlinhaber
Innere Medizin Schwerpunkt Kardiologie
Lehrstuhlinhaber
Prof. Dr. Benedikt Buchner - Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Haftungsrecht und Recht der Digitalisierung
Juniorprofessor für Privatrecht
Prof. Dr. Tobias Lutzi - Juniorprofessur für Privatrecht
Professorin und Zweite Stellvertretende Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin
Neueste Geschichte
Prof. Dr. Felix Büttner
W2 Professor
Experimental Physics V

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