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Martin Daumiller


Motivationale Orientierungen von Universitätsdozentinnen und -dozenten in Forschung und Lehre: Zwei Studien zu Struktur, Bedingungen sowie lehr- und leistungsbezogenen Effekten persönlicher Ziele

Ein konstitutives Element von Universitäten ist der Konnex aus Lehre und Forschung, der von dort angestelltem wissenschaftlichem Personal breite Kompetenzprofile und kontinuierliche Weiterentwicklung fordert.

Das vorliegende Dissertationsprojekt fokussiert das Konzept der Zielorientierungen von Dozierenden und dessen Bedeutung für deren Lehr- und Forschungsqualität. Zielorientierungen beschreiben, auf welche Ziele Personen in Leistungskontexten ausgerichtet sind (z. B. Dweck, 1986; Elliot, 2005; Nicholls, 1984). Im Allgemeinen ist dieses Konzept gut untersucht; nicht jedoch für Dozierende an Universitäten. Basierend auf umfangreicher internationaler Forschung zu Struktur und Relevanz von Zielorientierungen für unterschiedliche Personengruppen wird das Postulat geprüft, dass Lehr- und Forschungsqualität von Dozierenden von ihren Zielorientierungen abhängen.

Übergeordnetes Ziel ist dabei, das Konzept der lehr- und forschungsbezogenen Zielorientierungen Dozierender mittels quer- (N = 369) und längsschnittlicher (N = 202) Studien evidenzbasiert für die Beschreibung, Erklärung und Optimierung professioneller Kompetenz wissenschaftlichen Personals nutzbar zu machen. Im Einzelnen fokussiert dies (1) die Entwicklung eines theoretischen Strukturmodells der lehr- und forschungsbezogenen Zielorientierungen, (2) eine Untersuchung deren zeitlicher Stabilität und Domänenspezifität (bezüglich Forschung und Lehre als auch transsituational) und (3) die Analyse der Effekte (Lehr- und Forschungsverhalten bzw. -ergebnisse) sowie personeller und kontextueller Bedingungsfaktoren dieser motivationalen Orientierungen.

Das Promotionsprojekt wird gefördert durch ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Kontakt: http://www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/psychologie/psycho1/team/daumiller/