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Lisa Bäulke


Prokrastination als misslingende Motivationsregulation und Risikofaktor für Studienabbruch (Arbeitstitel)

Ergebnisse nationaler und internationaler Studien weisen hohe Studien-abbruchraten auf. Eine Verringerung von Studienabbruch und die damit verbundene Untersuchung dieses Phänomens ist daher essentiell in der Hochschulforschung. Studienabbruch wird häufig mit Motivationsproblemen in Verbindung gebracht. Eine Regulation der Motivation ist folglich besonders bei komplexen Lernprozessen zentral, um die eigene Motivation bewusst aufrecht-zuhalten oder erhöhen zu können und somit Aufgaben nicht aufzuschieben. Sinkende Motivation und eine fehlende Regulation gehen mit steigender Prokrastination einher. Demnach wird Prokrastination oftmals als misslingende Motivationsregulation und Prädiktor von Studienabbruch angesehen.

Ziel des Promotionsprojekts ist eine vertiefende Untersuchung der Zusammen-hänge und Wechselwirkungen zwischen Prokrastination, Motivationsregulation und Studienabbruch. Dafür soll zunächst eine differenzierte Betrachtung des Studienabbruchprozesses stattfinden. Im Fokus steht darauf aufbauend die Untersuchung von Prokrastination, sowohl aus einer Trait- als auch aus einer State-Perspektive (beispielsweise in einer konkreten Prüfungssituation). Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen schließlich auf die Seminargestaltung übertragen werden. Hierzu sollen Seminare mit unterschiedlich hoher Fremd-steuerung konzipiert werden, um somit den Einfluss instruktionaler Merkmale von Lehrveranstaltungen auf Prokrastination zu untersuchen.

Die Dissertation ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und findet im Rahmen des Projekts „ProkRASt - Prokrastination als Risikofaktor für den Abbruch des Studiums“ statt.

http://www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/psychologie/psycho1/team/baeulke/