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Stefan Siegel


Erziehungswissenschaftliche Theorien und individuelle Professionalisierung: Empirische Studien zur subjektiven Relevanz, Repräsentanz und Rezeption erziehungswissenschaftlicher Theorien Studierender und Universitätsdozierender

Die Auseinandersetzung mit erziehungswissenschaftlichen Theorien ist ein konstitutives Element eines universitären Pädagogik-Studiums. Es ist anzunehmen, dass die theoriebezogenen Einstellungen (Eagly & Chaiken, 1993) und epistemologische Überzeugungen (Hofer & Pintrich, 1997) Studierender und Universitätsdozierender zu erziehungswissenschaftlichen Theorien relevante – bis dato jedoch nicht systematisch erforschte – Voraussetzungen individueller Professionalisierung sind, da diese sowohl professionalisierungshemmend als auch -fördernd wirken können, etwa indem sie systematisch mit unterschiedlichen theoriebezogenen Rezeptions- und Aneignungsmodi, Lernmotivationen und -strategien und damit auch niedrigerem oder höherem Lern- bzw. Lehrerfolg einhergehen können (Mayer & Rosman, 2016).

Das übergreifende Ziel des Promotionsprojekts besteht daher in der empirischen Exploration der Einstellungen und Vorstellungen von Studierenden und Universitätsdozierenden erziehungswissenschaftlicher und lehramtsbezogener Studiengänge zu erziehungswissenschaftlichen Theorien und deren Zusammenhänge mit unterschiedlichen Prozessen und Aspekten individueller Professionalisierung.

Durch einen multiperspektivischen Mixed-Methods-Ansatz soll Wissen über die Relevanz, Repräsentanz und Rezeption erziehungswissenschaftlicher Theorien generiert und für die Beschreibung, Erklärung und Optimierung individueller Professionalisierung sowie professionellen pädagogischen Handelns anschlussfähig gemacht werden. Darüber hinaus sollen mögliche Bildungsbedarfe identifiziert sowie theoretische und praktische pädagogischen Implikationen abgeleitet werden.

Das Projekt wird durch ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes e.V. gefördert.

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