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Nadine Melzner


Analyse und Förderung der Regulation von Gruppenlernprozessen von Studierenden

Studentisches Lernen findet häufig kollaborativ (z.B. in Form von Lerngruppen zur Prüfungsvorbereitung) statt. Allerdings liegt bislang wenig systematische Forschung dazu vor, welche Regulationsstrategien Studierende bei unter-schiedlichen Problemlagen während des kollaborativen Lernens anwenden und inwiefern Lerngruppen adaptiv auf die Art des jeweiligen Problems reagieren. Dies ist von Relevanz, da sich vielfach gezeigt hat, dass die Potentiale des kollaborativen Lernens oft nicht gehoben werden können. Um langfristig den Lernerfolg von studentischen Lerngruppen sichern zu können, müssen daher Regulationsprozesse analysiert und bei Bedarf gefördert werden.

Im Mittelpunkt dieses Projekts steht die Frage, wie in Lerngruppen individuelle und kollaborative Lernprozesse reguliert werden und inwiefern diese Regula-tionsprozesse durch unterschiedliche individuelle Lernvoraussetzungen beein-flusst werden. Die Regulationsaktivität von Studierenden wird dabei in verschiedenen Lernszenarien sowohl in Hinblick auf verschiedene Strategietypen als auch auf verschiedenen Regulationsebenen (Self-, Co-, Shared-Ebene, Hadwin & Järvelä, 2011) untersucht. Des Weiteren wird untersucht, wie die adaptive Strategieanwendung in wissens- und motiva-tionshomogenen vs. in wissens- und motivationsheterogenen Lerngruppen instruktional unterstützt werden kann.