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Cathrin Schiemenz


Altersbinnenmigration aus gesellschaftlicher und individueller Perspektive – Eine vergleichende quantitative Analyse am Beispiel von zwei Gemeinden (Arbeitstitel)

Ausgangspunkt dieses Themas sind die in Deutschland bereits schon existierenden Gemeinden mit einem hohen Anteil an 60-Jährigen und Älteren. Dabei muss differenziert werden zwischen Gemeinden, die durch den Wegzug von Jüngeren einen hohen Altersdurchschnitt aufweisen (hier nicht Thema), und jenen, in denen der hohe Altersdurchschnitt durch Zuzug älterer Personen entstanden ist.

„Altersbinnenmigration“, verstanden als Umzug von Personen kurz vor/nach dem Ende des aktiven Berufs- und/oder Familienlebens in ein neues Wohnum-feld (neue Stadt/Landkreis), soll in dieser Arbeit auf gesellschaftlicher und individueller Ebenen bearbeitet werden.

Die gesellschaftliche Ebene soll auf Strukturen hin untersucht werden, die Altersbinnenmigration (erst) möglich machen/fördern. Anzuführen sind dabei zum Beispiel das Rentensystem, das nationale Gesundheitssystem, die gestiegene Lebenserwartung, die Sicherheit von Geldeinlagen, das Netz von Pflegediensten, der Bedeutungsverlust der Familie als „örtliche Institution“ gebunden an ein Wohnhaus sowie die Kommunikationsmöglichkeiten.

Die Ergebnisse der Analyse auf gesellschaftlicher Ebene von räumlich-zeitlicher Veränderung werden auf individueller Ebene aufgegriffen. Dazu werden in den beiden ausgewählten Beispielorten Bad Wörishofen und Memmingen im Rahmen einer quantitativen Umfrage 60- bis 85-Jährige nach den Umzugsgründen befragt. Diese Befragungsdaten werden genutzt, um exemplarisch herauszuarbeiten, welche Gründe für die Altersbinnenmigration – abhängig vom Zielort – bestehen.