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Stephanie Zenefels


Historische Stadtfeste in Bayern im Spannungsfeld von Geschichtsdidaktik, Authentizität und Histotainment am Beispiel von „WALLENSTEIN Memmingen 1630 - Historische Woche“

Historische Stadtfeste haben landesweit Hochkonjunktur. Am Beispiel des Historischen Stadtfestes „WALLENSTEIN Memmingen 1630 - Historische Woche“ werden mehrere Komponenten dieses Typus erforscht. Im Fokus stehen Fragen nach Definition und Applikation von Aspekten der Geschichts-didaktik, und Authentizität, des Reenactments und Histotainments, sowie der Einfluss von Event- und Tourismusmarketing auf die Darstellung und die einzelnen Programmpunkte. Neben Entstehungsgeschichte und Quellenlage als Basis, werden die einzelnen Programmpunkte der Festwoche untersucht. Das „Lager“ nimmt hierbei besonderen Stellenwert ein, da die Besucher in diesem Forum in unmittelbaren Kontakt mit den Akteuren treten können. Analysiert werden zudem der Festzug und diverse dramaturgische Darbietungen wie die jeweiligen Festspiele, Theaterstücke oder Konzerte von historisierten Musik-gruppen und Künstlern; ebenso die Verköstigung, sowie deren Deklaration und Bewerbung. Für einen umfassenderen Kontext werden vergleichbare Feste in Relation herangezogen: „Der Meistertrunk“ zu Rothenburg ob der Tauber, „Die Kinderzeche“ zu Dinkelsbühl, die „Landshuter Hochzeit 1475“ und die „Wallenstein Festspiele“ in Altdorf bei Nürnberg. Ziel der Studie ist eine umfassende, exemplarische Analyse des Typus Historisches Stadtfest, bei der erforscht wird inwiefern und in welcher Extension Aspekte der Geschichts-didaktik, der Authentizität, des Histotainment und des Event Marketing in die Umsetzung der Veranstaltungen einfließen und was diese begrifflichen Eckpfeiler für die Rezeption der Feste bedeuten.