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IFEB 2018


 

Interdisziplinäres Forschungssymposium Empirische Bildungsforschung (IFEB)

Termin: 18. Mai 2018

Universität Augsburg

Am 18.05.2018 fand an der Universität Augsburg das 3. Interdisziplinäre Forschungssymposium Empirische Bildungsforschung (IFEB) statt. Es richtete sich insbesondere an Master- und Promotionsstudierende sowie Interessierte, die im Bereich der empirischen Bildungsforschung arbeiten und hatte zum Ziel, den interdisziplinären Austausch zwischen Promovierenden und Studierenden u. a. aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Soziologie und der Fachdidaktiken im Sinne einer intensiven gegenseitigen Beratung zu fördern, zur Vernetzung der Nachwuchsforschenden beizutragen und als Übungsgelegenheit für Konferenzvorträge zu fungieren.

Die Veranstaltung wurde durch das Bischöfliche Studienförderung des Cusanuswerks gefördert und im Rahmen der Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften (GGS) durchgeführt.

Ablauf

Auf dem Plan stand eine Keynote von Prof. Ulrike Nett zu aktuellen Forschungsthemen der Empirischen Bildungsforschung. Realisiert wurden Vorträge von Nachwuchswissenschaftler(inne)n auf Konferenzniveau (15 Minuten Vortragsdauer) mit einer sich anschließenden, intensiven Diskussionsphase von 20 Minuten. Dabei war die Vortragszeit bewusst knapp bemessen, damit Erfahrungen mit typischen Konferenzformaten und -konventionen gesammelt werden können. Das Symposium war als Übungsgelegenheit angelegt, bei dem die Teilnehmenden die eigene Forschung auf hohem Niveau einer breiteren Öffentlichkeit vermitteln konnten. Die darauffolgende Diskussionszeit wurde mit 20 Minuten bewusst großzügig bemessen und länger als die eigentliche Präsentationszeit angesetzt, da der Austausch und die Diskussion der Nachwuchswissenschaftler(innen) im Fokus der Veranstaltung stehen. Die Diskussionszeit wurde dazu genutzt werden, Rückmeldung zum Vortrag selbst, aber auch zum möglichen weiteren Vorgehen, möglichen Limitationen und anderen Perspektiven einzuholen. Zudem wurden auch aktuelle Herausforderungen und konkrete offene Fragen mit dem fachkundigen Plenum diskutiert. Darüber hinaus bot diese Diskussionsphase insbesondere für Nachwuchswissenschaftler(innen) die Möglichkeit, in geschütztem Rahmen wichtige Erfahrungen im Erhalten aber auch Erteilen von konstruktivem Feedback zum wissenschaftlichen Forschungsprozess zu sammeln.

Übersicht der Beiträge

Bei der gut besuchten Veranstaltung wurden die folgenden acht Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert:

  1. Lehrerprofessionalität im Bereich der geographischen Perspektive des Sachunterrichts – Überzeugungen und fachdidaktisches Wissen von angehenden Grundschullehrpersonen zu den Basiskonzepten der Geographie (Melanie Haltenberger)
  2. Persönliche Ziele, wahrgenommene Normen und Betrugsverhalten: Ergebnisse eines Experiments (Dr. Martin Daumiller, Rebecca Gallenmiller, Alina Trawin, Dr. Stefan Janke)
  3. Evidenzorientiertes Denken und Handeln bei Lehrkräften - alter Wein in neuen Schläuchen? (Dr. Katharina Kiemer)
  4. Die Bedeutung des Lehrerenthusiasmus und des Lehrerinteresses für die Unterrichtsplanung (Julia Honner, M.Ed.)
  5. Wer lernt effektiv, wer prokrastiniert? Die Bedeutung von persönlichen Zielen in der Klausurvorbereitung (Dipl.-Psych. Martin Greisel, Dr. Martin Daumiller)
  6. Erlebtes Lernen für Schulklassen (Elmar Straube, M.Ed.)
  7. Interreligiöses Theologisieren. Eine sprachsensible Religionsdidaktik für den Dialog Christentum - Islam (Sissi Richter, B.Ed.)
  8. „… ach, lass mich mit der ganzen Theorie in Ruhe“: Ein erster Einblick in eine Mixed-Methods-Studie zu Zusammenhängen zwischen theoriebezogenen Einstellungen und Überzeugungen mit motivationalen und affektiven Aspekten der individuellen Professionalisierung von Studierenden (Stefan Siegel, M.A.)

Erreichte Zielsetzungen

Folgende Zielsetzungen wurden erreicht:

  • Interdisziplinärer Austausch zwischen Nachwuchswissenschaftler(inne)n aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Erziehungswissenschaft und Fachdidaktik
  • Intensive gegenseitige Beratung, Einholung von Feedback zu fachlichen und methodischen Fragestellungen, perspektivenübergreifende Diskussion
  • Vernetzung der Nachwuchsforschenden über die eigenen Fächergruppen und Institute hinaus sowie Auslotung von Kooperationsmöglichkeiten
  • Übungsgelegenheit für Konferenzvorträge
  • Einbettung des eigenen Forschungsvorhabens in einen größeren Rahmen und Erkennen von Zusammenhängen

Organisationsteam

Julia Honner, M.Ed.: Doktorandin in der Graduiertenförderung des Cusanuswerks, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik an der Universität Augsburg, Forschungsschwerpunkte: Lehrerprofessionalität, Sachunterricht, Unterrichtsplanung, Planungsqualität, Lehrerenthusiasmus, Lehrerinteresse; https://www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/grundschuldid/mitarbeiter_innen/honner/

Dr. Martin Daumiller: Akademischer Rat a. Z. am Lehrstuhl für Psychologie an der Universität Augsburg; Forschungsschwerpunkte: Ziele von Wissenschaftler(inne)n, Motivation und Motivationsförderung in Bildungskontexten, selbstreguliertes Lernen; http://www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/psychologie/psycho1/team/daumiller/

Stefan Siegel, M.A.: Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Pädagogik an der Universität Augsburg; Forschungsschwerpunkte: Pädagogische Professionalität in Theorie und Praxis, Evaluationsforschung, Lehren und Lernen mit digitalen Medien; https://www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/paedagogik/paed4/lehrstuhlteam/siegel/