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Projektübersicht


  • Tropische Einflüsse auf das Klima im Mittelmeerraum Prof. Dr. J. Jacobeit Dr. Stefanie Seubert ()
    Die Bedeutung von tropischen Fernkopplungen für die interannuelle Niederschlagsvariabilität im Mittelmeerraum wurde untersucht. Dabei lag das Hauptaugenmerk auf Zusammenhängen mit der El Niño-Southern Oscillation und dem indischen und westafrikanischen Sommermonsunsystem.
    Mittels erweiterten multivariaten statistischen Verfahren (Telekonnektionsmuster-Hauptkomponentenanalyse, saisonal erweiterte Sequenz-Hauptkomponenten- und Clusteranalyse) wurden zum einen die mediterranen Niederschlagstelekonnektionen im Luftdruckfeld zwischen 1000 hPa und 100 hPa analysiert. Zum anderen wurden luftdruckinterne Sequenzen an Fernkopplungsmustern ermittelt, welche die räumliche und saisonale Variation der interannuellen Telekonnektionssignale im Jahresverlauf abbilden. Diese Telekonnektionsmuster-Sequenzen wurden sowohl mit dem mediterranen Niederschlag als auch mit den fokussierten tropischen Einflussgrößen in Beziehung gesetzt.
    Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit spiegeln deutliche Zusammenhänge zwischen den interannuellen mediterranen Niederschlagsschwankungen und der El Niño-Southern Oscillation- sowie der indischen Sommermonsun-Variabilität wider. Auch im bodennahen Index der Mediterranen Oszillation manifestieren sich diese Einflüsse. Hingegen zeigen sich keine bedeutsamen Telekonnektionen mit dem westafrikanischen Sommermonsunsystem. In Abhängigkeit der gewählten spezifischen Analysekonfigurationen tritt insbesondere die Bedeutung der El Niño-Southern Oscillation für das mediterrane Niederschlagsgeschehen in den Vordergrund, wohingegen die außertropischen Fernkopplungen, wie z.B. die Arktische und Nordatlantische Oszillation, in einem sehr viel kleineren Territorium wirken und in ihrer Einflussnahme auf ein engeres Zeitfenster beschränkt erscheinen.


    Abstract:

    Mediterranean precipitation variability is assessed with particular regard to the impact of tropical circulation variability. Predominantly the relationships with the El Niño-Southern Oscillation (ENSO) and the Indian and Westafrican summer monsoons (ISM and WASM) are focused. On the one hand the most important teleconnections of Mediterranean precipitation to the geopotential heights (GPH) of 1000 hPa - 100 hPa pressure levels are identified and further analysed with respect to the above-mentioned tropical impacts. On the other hand sequences of geopotential height teleconnections are determined which are linked to the variability of ENSO and/or ISM and/or WASM and which are meaningful for the interannual precipitation variability in the Mediterranean area.
    The results of this study show that distinct teleconnections of the El Niño-Southern Oscillation and the Indian monsoon appear in the Mediterranean precipitation field mainly in summer and autumn. In 1000 hPa-pressure field these ENSO/ISM-signatures result in a modifying of the pressure gradient between western and eastern Mediterranean in late summer/early autumn – also obvious in significant correlations between NINO3.4- and All-India-Rainfall-Index and the ground-near Index of the Mediterranean Oscillation. In contrast the Westafrican monsoon teleconnections seems not to play a major role for Mediterranean precipitation variability. Furthermore, according to the particular configuration of these analyses, the impact of extratropical teleconnections like the Arctic and North Atlantic Oscillations on Mediterranean precipitation occurs in a more limited way concerning both spatial as well as temporal characteristics.


    Seubert, S. (2010): Telekonnektionen des Niederschlags im Mittelmeerraum zur Zirkulation in den Tropen, http://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/volltexte/2010/1646/

  • Vorstudie FORKLAN Prof. Dr. J. Jacobeit Dr. C. Beck ()

    Ziel dieser vom Bayerischen Landesamt für Umwelt beauftragten, unter der Federführung der Universität Bayreuth durchgeführten Vorstudie ist es, bestehende Kenntnisse mit Bezug auf Bayern zu recherchieren, Forschungsdefizite zu identifizieren und Vorschläge zur künftigen Ausrichtung der bayerischen Klimaforschung unter Einbeziehung von Forschungskapazitäten an Universitäten und Forschungszentren zu entwickeln. Die Untersuchung gliedert sich in die beiden Kernbereiche „Klimarelevante Prozesse“ und „Auswirkungen des Klimawandels“. Das Konsortium ist folgendermaßen zusammengesetzt:

    Prof. Beierkuhnlein (Univ. Bayreuth, Biogeographie)

    Prof. Foken (Univ. Bayreuth, Mikrometeorologie)

    PD Dr. Bittner (DLR, Fernerkundung)

    Prof. Dech (DLR und Univ. Würzburg, Fernerkundung)

    Prof. Jacobeit (Univ. Augsburg, Physische Geographie, Klimatologie)

    Prof. Jentsch (Univ. Bayreuth, Störungsökologie)

    Prof. Matzner (Univ. Bayreuth, Bodenökologie)

    PD Dr. Menzel (TU München, Ökoklimatologie)

    Prof. Peiffer (Univ. Bayreuth, Hydrologie)

    Prof. Pretzsch (TU München, Waldwachstumskunde)

    Prof. Tenhunen (Univ. Bayreuth, Pflanzenökologie und Modellierung)

  • Pollenanalytische Untersuchung zur Rekonstruktion der Vegetations- und Umweltverhältnisse im Bereich der archäologischen Grabung Hopfensee (Allgäu) Prof. Dr. Arne Friedmann ()
    Ziel der Untersuchungen ist die Rekonstruktion der spät- und postglazialen Veränderung der terrestrischen Vegetation im Bereich der archäologischen Fundstelle Hopfensee sowie die Rekonstruktion der Veränderungen der Ufer- und Wasservegetation im Umfeld des nördlichen Hopfensees. Besonders berücksichtigt werden dabei mögliche Veränderungen des Seespiegels des Hopfensees im Spätglazial und Holozän. Zusätzlich sollen die Pollenanalysen weitere Hinweise auf die siedlungs- und landnutzungsgeschichtliche Entwicklung des Unter¬suchungsgebietes ermöglichen und anthropogene Eingriffe in die Landschaft belegen. Mithilfe von 14C-Datierungen soll eine Chronostratigraphie erarbeitet werden.

  • Die spätquartäre Vegetations- und Kulturlandschaftsgeschichte Schwabens Prof. Dr. Arne Friedmann Dipl. Geogr. Sabrina Böhm ()
    Die Rekonstruktion der spät- und postglazialen Vegetations- und Kulturlandschaftsgeschichte Bayerisch Schwabens stellt ein großes wissenschaftliches Desiderat dar. Bayerisch Schwaben und hierbei der für die Bearbeitung besonders vorgesehene Nordteil (Iller-Lech-Platten, Donau¬niederung) ist bisher ein weißer Fleck in der Vegetationsgeschichte. Es wird ein interdisziplinärer Ansatz verfolgt, der paläoökologische, paläoklimatologische und kultur¬landschaftsgeschichtliche Aspekte berücksichtigt. Durch das Vorhandensein zahlreicher Moore ist eine Bearbeitung der Thematik mit der Methode der Pollen-, Sporen- und Makrorestanalyse ergänzt durch eine gute 14C-Datierung der Bohrkerne zielführend. Neben neuen Erkenntnissen zur Floren- und Vegetationsgeschichte (u.a. nacheiszeitliche Einwanderung der Baumarten, Zusammensetzung der Wälder vor menschlichen Eingriffen), werden paläo¬ökologische Ergebnisse zur spätquartären Moor- und Seenentwicklung erwartet und damit zahlreiche weitere Umweltparameter in langen kontinuierlichen Zeitreihen erfaßt. Für die Kulturlandschafts¬geschichte dieses schon früh prähistorisch besiedelten Raumes werden u.a. Daten zum Beginn des Ackerbaus, zur weiteren anthropogenen Landnutzung und zur Wald-Offenlandverteilung erwartet, die bisherige archäologische Erkenntnisse ergänzen.

  • Hochwassergeschichte nordalpiner Flüsse Prof. Dr. K.-F. Wetzel Prof. Dr. J. Jacobeit ()
    Im laufenden Projekt soll die Hochwassergeschichte der alpinen Flüsse Iller, Lech/Wertach, Isar, Inn und Salzach anhand von Archivmaterial und historischen Instrumentendaten rekonstruiert und die auslösenden Faktoren analysiert werden. Die erstellte Hochwasserchronologie soll mit bekannten Hochwassersequenzen des zentralen Mitteleuropas und des Alpenraumes verglichen und ggf. parallelisiert werden. Im Untersuchungsraum sind vor allem ausgeprägte sommerliche Staulagen bei dominierender meridionaler Zirkulation für die Entstehung von Hochwasserereignissen verantwortlich, die zu extremen Situationen führen können. Das Forschungsvorhaben soll zu einer verbesserten Kenntnis der sommerlichen Klima- und Zirkulationsdynamik in historischer Zeit beitragen.


    Publikationen:
     
    • Wetzel, K.-F. & O. Böhm (2005): Catastrophic flooding auf the Lech – a historical record since roman times. – Abstracts of the International Conference “The fluvial system – Past and present controls”, May 2005, p. 80, Bonn.
    • Böhm. O. & K.-F. Wetzel (2006): Flood history of the Danube tributaries Lech and Isar in the Alpine foreland of Germany. – In: Hydrological Sciences Journal 51, S. 784-798.

  • Stadtplan für barrierefreie Mobilität Prof. Dr. Gerd Peyke ()
    Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, haben im Alltag oft mit Barrieren zu kämpfen. Der ‚Stadtplan für barrierefreie Mobilität’ stellt für Menschen mit Mobilitätsbehinderung eine Hilfestellung dar, indem er in einem speziellen Web-Interface Barrieren und für sie hilfreiche Einrichtungen für die Innenstadt von Augsburg aufzeigt. Die Anwendung dient als Forschungsplattform, um auf spezielle Nutzergruppen angepasste Internetkartendienste hinsichtlich technischer Gestaltung, Informationsarchitektur und Usability zu untersuchen.