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Projektübersicht


  • Schulbibel Sekundarstufe 1 Prof. Dr. Georg Langenhorst (Didaktik des katholischen Religionsunterrichts und Religionspädagogik)
    Seit dem Jahr 2003 liegt mit „Meine Schulbibel“ eine ästhetisch wie konzeptionell ansprechende katholische Schulbibel für 7-bis 12jährige vor, die in allen deutschen Diözesen (außer Berlin und Köln) eingesetzt wird. Die anschließend zu verwendende Schulbibel für SekundarschülerInnen geht jedoch bereits auf das Jahr 1980 zurück und entspricht in ästhetischer Gestalt und Textauswahl nicht mehr den heutigen didaktischen Ansprüchen. Außerdem wird derzeit im Auftrag der deutschen Bischofskonferenz eine revidierte Übersetzung der Einheitsübersetzung vorbereitet, die künftig als verbindliche Textgrundlage dienen soll.

    Deshalb soll eine neue Schulbibel für die Sekundarstufe konzipiert werden, die einerseits den fachwissenschaftlichen Anforderungen, andererseits den didaktischen und ästhetischen Bedingungen der Gegenwart entspricht. Im Rahmen der Vorgaben der Bischofskonferenz geht es darum, ein Konzept für eine solche Schulbibel zu entwerfen. Gleichzeitig soll didaktisches Begleitmaterial erstellt werden, mit dessen Hilfe die Arbeit mit der künftigen Schulbibel theoretisch reflektiert und praktisch umsetzbar wird.

  • Manichäisches Psalmenbuch Prof. Dr. Gregor Wurst (Kirchengeschichte)
    Die Manichäismusforschung wird noch immer wesentlich durch die Erschließung neuer Handschriftenfunde vorangetrieben. Zu den wichtigsten Funden zählt die aus sieben Kodizes in koptischer Sprache bestehende manichäische Bibliothek von Medinet Madi im Faijum (Ägypten), die Ende der zwanziger Jahre im Antikenhandel auftauchte und heute zu etwa gleichen Teilen in der Berliner Papyrussammlung sowie in der Chester Beatty-Library, Dublin, aufbewahrt wird. Wesentliche Teile des Medinet Madi-Fundes sind jedoch nach wie vor unpubliziert. Von besonderer Bedeutung für die Forschung ist dabei das manichäische Psalmenbuch, eine umfangreiche Sammlung von nach verschiedenen Kriterien zu Gruppen zusammengestellten Psalmen, die zu den unterschiedlichsten Anlässen im Kult einer koptisch-manichäischen Gemeinde des 4./5. Jh.s Verwendung fanden. Der erste Teil des Psalmenbuchs ist bislang nur in einer Faksimile-Edition von Søren Giversen aus dem Jahr 1988 zugänglich, ansonsten aber, abgesehen von der vorläufigen Publikation weniger Einzeltexte, nach wie vor unpubliziert.

    Im Rahmen der Series coptica des mittlerweile von der Union académique internationale und der UNESCO geförderten Projektes Corpus fontium manichaeorum (hg. von A. Van Tongerloo, H. Van Oort, und S.N.C. Lieu) ist eine vollständige Neu- bzw. Erstedition des Psalmenbuches in Vorbereitung. Zielsetzung dieses Projektes ist es, eine kritische, diplomatische Edition und deutsche Übersetzung von drei Psalmengruppen für die Series coptica des CFM zu erarbeiten. Es handelt sich dabei um die Gruppe der "Sonntagspsalmen" (Nr.n 119-130) sowie um die beiden direkt folgenden Psalmengruppen, die die Nr.n 131-135 und 136-149 umfassen und keinen eigenen Gruppentitel in der Handschrift tragen. Die Edition wird nach dem Vorbild der bisherigen Bände des CFM einen doppelten kritischen Apparat sowie eine deutsche Übersetzung auf der jeweils gegenüberliegenden Seite bieten. Außerdem wird sie den Wort- und Morphembestand des Textes der drei Psalmengruppen in vollständigen Indizes erfassen.

    Das Projekt wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie der Universität Augsburg durch eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle gefördert und dient dem Abschluß des Forschungsprojektes im Rahmen des Heisenberg-Stipendiums des Projektleiters.

    In diesem Kontext wurde ein Psalm auf der Arbeitstagung "Vom Syrischen zum Alttürkischen, Fragen zur Übersetzung von manichäischen Texten", 29.-30. September 2011, Adademie der Wissenschaften zu Göttingen, Kommission für manichäische Studien, Societas Uralo-Altaica, vorgestellt: "Neue koptische Texte aus dem Manichäischen Psalmenbuch", erscheint in "Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen".

  • Handbuch literarischer Texte im Religionsunterricht (Didaktik des katholischen Religionsunterrichts und Religionspädagogik)
    Seit der „anthropologischen Wende“ im Religionsunterricht werden dort Texte der autonomen Literatur eingesetzt, doppelt kritisch beäugt: von Seiten der Literaturdidaktik (Vorwurf „Verzweckung“) wie von Seiten theologischer Orthodoxie („Verwässerung der Offenbarung“). Das Handbuch soll erstmals in systematischer Perspektive die Entwicklung aufzeigen, wann, warum, wozu und wie solche Texte aufgenommen wurden. Die historische Vergewisserung dient dabei der Erarbeitung einer Kriteriologie zum sinnvollen, chancenreichen und kompetenzorientierten Einsatz literarischer Texte im Religionsunterricht in interdisziplinärer und fächerübergreifender Perspektive. Anhand von lyrischen wie narrativen Texten aus der unmittelbaren deutschsprachigen Gegenwartsliteratur soll daraufhin exemplarisch verdeutlicht werden, in welchen thematischen Zusammenhängen, in welchem didaktischen Gesamtrahmen und mit welchen Methoden literarische Texte den Religionsunterricht entscheidend bereichern können.

    Publikation: Georg Langenhorst: Literarische Texte im RU: Ein Handbuch für die Praxis. Herder-Verlag: Freiburg u.a. Februar 2011.

  • Neuedition des Codex Tchacos Prof. Dr. Gregor Wurst (Kirchengeschichte)
    Aufgrund des Auffindens neuer Fragmente aus dem Codex Tchacos ist eine kritische Neudition des Codex notwendig geworden. Diese wird, nach der editio princeps durch R. Kasser und G. Wurst aus dem Jahr 2007, von G. Wurst in Zusammenarbeit mit H.-G. Bethge, M. Meyer (†) und U.-K. Plisch erarbeitet.