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Konstruktivistische Bibeldidaktik


Unter der Selbstbezeichnung ‚systemisch-konstruktivistisch‘ wird seit mehr als zehn Jahren in der allgemein-didaktischen Diskussion ein neuer Ansatz vertreten, der allmählich auch in der Religionsdidaktik rezipiert wird. Dabei fasziniert und beängstigt dieser Entwurf einer systemisch-konstruktivistischen Didaktik und Pädagogik die Religionsdidaktikerinnen. Befürworter sehen in ihnen die Chance, die Religionspädagogik an neuer bildungspolitische und kulturelle Entwicklungen anzupassen und den Herausforderungen der Ära nach den Pisa-Studien begegnen zu können. Einer konstruktivistisch orientierten Religionsdidaktik geht es ganz wesentlich darum, Schüler(innen) zu aktivieren, Lebenswelt und -geschichte zu integrieren, Lernprozesse zu individualisieren und Kommunikationsfähigkeit zu stärken. Die religionspädagogische Kritik am didaktischen Konstruktivismus wartet demgegenüber mit der These von der prinzipiellen Unvereinbarkeit von Religion und Konstruktivismus auf. Das Projekt untersucht, ob und inwieweit der Entwurf einer systemisch-konstruktivistischen Didaktik und Pädagogik mit einer konstruktiv-kritische Religionsdidaktik kompatibel ist und welche Impulse sich vor allem für eine Bibeldidaktik ergibt, die nicht primär vom Text, sondern konstitutiv vom Subjekt ausgeht.

Projektbeteiligte