Frau Dichter*in und die Gruppe 47. Literarische Aufbrüche in der Nachkriegszeit

  • Veranstaltungsdetails
  • 03.06.2022, 08:30 Uhr  noch bis zum 28. Juli 2022, 22:00 Uhr
  • Ort: Universitätsbibliothek, Zentralbibliothek, Ausstellungshalle, Universitätsstraße 22, Augsburg
  • Veranstalter: Germanistik der Universität Augsburg in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek
  • Themenbereiche: Sprache, Literatur und Geschichte
  • Ausstellung
Ilse Schneider-Lengyel auf dem Motorrad, 1950er Jahre © Bayerische Staatsbibliothek München, Ana 372

Die Universitätsbibliothek und die Augsburger Germanistik würdigen anlässlich des 75. Gründungsjubiläums der Gruppe 47 Autor*innen der Nachkriegszeit, allen voran die Fotografin und Dichterin Ilse Schneider-Lengyel.


Die Germanistik der Universität Augsburg widmet Frauen in der Gründungsphase der berühmten Gruppe 47 am 2. Juni ein Symposium (14-18 Uhr, ZB, Raum 3010) und eröffnet anschließend eine Ausstellung in der Universitätsbibliothek. Im Zentrum steht die Fotografin und Schriftstellerin Ilse Schneider-Lengyel. Außerdem werden Frauen gewürdigt, die von der Literaturgeschichtsschreibung oftmals vernachlässigt wurden, obwohl sie im Literaturbetrieb der Nachkriegszeit ihren Platz behaupteten.

Initiiert von den Kulturhistorikern Heike Drummer und Alfons Maria Arns (Frankfurt am Main) konnte die 2017 von der Gemeinde Schwangau beauftragte Ausstellung „Ich bin als Rebell geboren“ zu Leben und Werk Ilse Schneider-Lengyels für Augsburg gewonnen werden – mit Prof. Dr. Klaus Wolf und Dr. Ulrich Hohoff (Direktor der UB a. D.) als Veranstaltern. Die Ausstellung wurde entwickelt und kuratiert von der Drummer und Arns Historiker GbR, die zugleich Publikationen und erstmals unbekannte Zeitdokumente aus ihrem Privatarchiv einbringen. In Vitrinen, auf Roll-Ups und auf Tafeln rücken dabei jene literarischen Aufbrüche ins Zentrum, die mit den Orten Altenbeuern (Jagdhaus Hinterhör), Schwangau (Seegut Bannwaldsee) und Herrlingen („Haus Waldfrieden“) verbunden sind. Die Exponate und Texte zeigen, dass publizierende Frauen wie Ilse Schneider-Lengyel und die Verlegerin Ingeborg Stahlberg auch aufgrund hinterlassener Selbstzeugnisse Hans Werner Richters von der Literaturgeschichtsschreibung nach Gründung der BRD bis heute weitestgehend ignoriert wurden.

Zur Eröffnung am 2. Juni um 19 Uhr in der Ausstellungshalle der Zentralbibliothek laden die Gastgeber herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Am Eröffnungsabend tragen Tinka Kleffner und Heiko Dietz vom Sensemble Theater Augsburg unter dem Titel „Berichte und Gedichte – Interventionen“ Texte der frühen Nachkriegszeit vor. Für den musikalischen Rahmen sorgt Alfons Maria Arns am Flügel.
Bis zum 28. Juli kann die Schau montags bis freitags von 8:30 bis 22:00 Uhr und samstags von 9:30 bis 17 Uhr besucht werden.

Weitere Veranstaltungen: Universitätsbibliothek


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