UPD 110/19 - 26.07.2019

Formen des kulturellen Austauschs

Ein italienisch-deutsches Doktorandenkolleg der Universitäten Trento und Augsburg.

Augsburg/MM/KPP – Wie verläuft der kulturelle Austausch zwischen benachbarten Regionen? Die Geisteswissenschaften der Universitäten Trento und Augsburg haben sich zusammengetan, um dieser Frage fortan in einem gemeinsamen internationalen Doktorandenkolleg nachzugehen. Beginnend jeweils zum 1. November wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im jährlichen Turnus ein insgesamt dreijähriges interdisziplinäres Veranstaltungsprogramm geboten, das ihre Promotionsstudien zum übergreifenden Thema des Kollegs flankierend unterstützt.

"Das Centre of Advanced Studies in the Humanities der Universität Trento verfügt auf dem Forschungsgebiet, das wir mit unserem Projekt adressieren, über hervorragende Kompetenzen", sagt Prof. Dr. Mathias Mayer. "Durch die synergetische Bündelung dieser Kompetenzen mit unseren eigenen werden wir den wissenschaftlichen Nachwuchs, der sich mit den unterschiedlichsten Aspekten kulturellen Austausches befasst, sicher effektiv und erfolgreich unterstützen können, um zugleich der weiteren Internationalisierung der Augsburger Geisteswissenschaften einen spürbaren Impuls zu geben."

 

Sprach-, Literatur- und Geschichtswissenschaft

Mayer ist Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Gemeinsam mit Prof. Dr. Luca Cresceni, der an der Universität Trento deutsche Literatur lehrt und als Humboldt-Stipendiat auch bereits an Meyers Lehrstuhl gearbeitet, hat koordiniert er das Promotionskolleg. An der Universität Augsburg sind neben Mayer dessen Fachkollegin Prof. Dr. Stephanie Waldow und die Lehrstühle für romanische Sprach- und Literaturwissenschaft (Profs. Drs. Rotraud von Kulessa und Sabine Schwarze) sowie für Alte und Mittelalterliche Geschichte (Profs. Drs. Gregor Weber und Martin Kaufhold) beteiligt.

 

Materialer und symbolischer Kulturaustausch in syn- und diachroner Perspektive

Das Programm des Kollegs konzentriert sich auf spezielle Themen des kulturellen Austauschs zwischen benachbarten Regionen – sowohl in synchroner wie auch in diachroner Perspektive, mit Blick auf begrenzte Zeiträume also ebenso wie mit Blick auf längerfristige zeitliche Verläufe. Formen dieses Austauschs finden in unterschiedlichsten Kontexten statt: etwa als soziale Praktiken und als Verhaltensweisen oder in Institutionen, in den Sprachen und in den Künsten. "Was im Bereich der Anthropologie schon seit längerem eine Rolle spielt, wollen wir in den Literatur- und Sprachwissenschaften, in Kunstwissenschaften und in der Geschichte weiterdenken", so Mayer. Immer geht es dabei sowohl um den materialen als auch um den symbolischen Austausch, der Synergien oder Konflikte zwischen den Kulturen prägt, der über Räume und Zeiten hinweg stattfindet und dabei auch seine eigenen Voraussetzungen verändert.

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Offizielle Sprachen des Doktorandenkollegs sind Italienisch und Deutsch. Das Programm ist auf insgesamt drei Jahre angelegt und beginnt jeweils mit dem 1. November. Bewerbungen für den nächstmöglichen Aufnahmetermin (WS 2020/21) sind ab sofort und voraussichtlich bis April 2020 möglich.

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Lehrstuhlinhaber
Neuere Deutsche Literaturwissenschaft
  • Raum 4080 (Gebäude D)

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