UPD 112/19 - 30.07.2019

Carbon-Raketen, die das Zeug zum Lufttaxi haben

Am 30. Juli präsentieren Studierende des Augsburger WING-Studiengangs Ergebnisse eines Projektseminars zum Thema Leichtbau. Voraussichtlich am 14. August werden die „Flugtaxis“ auf den Wiesen Buttenwiesens getestet.

Augsburg/ESchn/KPP – Die Aufgabe hatte es in sich: „Entwerfen und bauen Sie eine landefähige Rakete aus Carbon“. Wie und mit welchen Ergebnissen sie diese Aufgabe gelöst haben, erläutern Studentinnen und Studenten des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen (WING) am morgigen Dienstag, dem 30. Juli 2019, ab 14.30 Uhr im HS 1002 des Hörsaalzentrums Physik der Universität Augsburg (Gebäude T, Universitätsstraße 1, 86159 Augsburg).

 

Die Projektpraktika von Prof. Dr. Michael Heine, der am Institut für Materials Resource Management (MRM) der Universität Augsburg Materials Engineering lehrt, sind ebenso anspruchsvoll wie beliebt. Ein fernsteuerbares Elektrofahrzeug etwa sollten seine Bachelor- und Masterstudentinnen und -studenten schon entwerfen und konstruieren oder ein Segelboot oder auch eine Brücke – jeweils aus Carbon. Denn Kenntnisse zu diesem Leichtbaumaterial und Ideen, wie man es intelligent nutzen kann, sind in der Industrie mehr als gefragt und dementsprechend ein wesentlicher Forschungsgegenstand am Augsburger MRM.

Nicht nur kontrolliert fliegen und landen können, sondern auch sinnvoll nutzbar sein

In diesem Jahr sollte es eine gewissermaßen als Lufttaxi einsetzbare Modellrakete aus Carbon sein, mit deren Entwurf und Bau Heine seine Studentinnen und Studenten herausforderte. Nach dem Steigen kontrolliert fliegen und dann auch sicher landen können soll sie – das waren die basalen Ansprüche, die an sie gestellt wurden. Darüber hinaus aber sollte das Konstrukt im Sinne einer kommerziellen Verwertung auch nutzbar sein.

Im Kontext freistaatlicher Lufttaxi-Forschung

Nutzbar beispielsweise zur Erfassung von landwirtschaftlichen Flächen oder von Energie-Infrastrukturen. Oder aber auch zum Transport medizinischer Proben und Organe – zum Blutkonserventransport über große Strecken hinweg etwa. Oder bei derAufklärung und bei der Überwachung von Krisen- und Katastrophengebieten. Auch die Highspeed-Versorgung mit gleitfähigen Drohnen bzw. der Transport modularer Behälter in urbanen Gebieten zählte zu den praktischen Einsatzmöglichkeiten, für die die Raketen konzipiert werden sollten. Dies alles nicht zuletzt vor dem Hintergrund des erfreulichen Umstands, dass die Forschungs- und Entwicklungsregion Augsburg jüngst vom Freistaat Bayern eine Förderzusage in Höhe von 20 Mio. Euro für die impulsgebende Weiterentwicklung der Bayrischen Luftfahrt mit Schwerpunkt Lufttaxis erhalten hat.

Präsentation der Projekseminarergebnisse am 30. Juli an der Universität

Sechs studentische WING-Teams haben sich dieser Herausforderung im zurückliegenden Studienjahr gestellt. Mit welchen Ideen sie die Aufgaben angegangen sind und wie sie diese Ideen in Fluggeräte auf Carbon-Basis umgesetzt haben, werden sie am 30. Juli bei der Abschlusspräsentation des Projektseminars erläutern – von 14.30 bis 18.00 Uhr im Hörsaal 1002 des Physik-Hörsaalzentrums (Gebäude T, Universitätsstraße 1, 86159 Augsburg).

Praxisnagelprobe voraussichtlich am 14. August auf dem Buttenwiesener Cape Canaveral

Voraussichtlich am 14. August wird sich dann auf den Wiesen des nördlich von Augsburg bei Buttenwiesen-Unterthürheim gelegenen und bereits mehrfach bewährten Cape Canaveral des Augsburger Lehrstuhls für Materials Engineering wieder unbestechlich zeigen, ob sie nach dem Steigen kontrolliert fliegen und dann auch wieder sicher landen – die Carbon-Taxiraketen der Augsburger WING-Studentinnen und -Studenten.

______________________________________

Zur Projektpräsentation am 30. Juli und zu den Raketenstarts voraussichtlich am 14. August sind die Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen. Detaillierte Auskünfte entnehmen Sie den nachfolgenden Kontaktpersonen.

 

Die Studentinnen und Studenten von Prof. Dr. Michael Heine haben schon Carbon-Boote und -Brücken entworfen. Aber es wird nicht das erste Mal sein, dass sie demnächst in Buttenwiesen nördlich von Augsburg auch wieder von ihnen konstruierte Carbon-Raketen in den Himmel schicken werden. © Universität Augsburg

Kontakt

Presseansprechpartnerin:

Elisabeth Schnurrer

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Carbon Composites e.V. (CCeV)

Am Technologiezentrum 5

86159 Augsburg

Telefon: 0821/36448 oder 0151/15684685

redaktion@carbon-composites.eu

 

wissenschaftlicher Ansprechpartner:

Prof. Dr. Michael Heine

Lehrstuhl für Materials Engineering

Institut für Materials Resource Management der Universität Augsburg

Telefon 0821/598-3131

michael heine@mrm.uni-augsburg.de

Suche