UPD 139 - 16.10.2019

Lokalgeschichte global betrachtet

Am Beispiel der weltweit verflochtenen Stadtgeschichte Augsburg geht es beim diesjährigen Kontaktstudientag Geschichte um die Förderung historischen Orientierungswissens durch lokal-globale Ansätze im Geschichtsunterricht.

Augsburg/KPP – Für den 24. und 25. Oktober 2019 sind Geschichtslehrkräfte an Gymnasien und Realschulen wieder zum traditionellen "Kontaktstudientag Geschichte" an die Universität Augsburg eingeladen. Anhand von Beispielen aus der von transregionalen und globalen Bezügen geprägten Augsburger Stadtgeschichte wird es diesmal um die Frage gehen, wie lokal-globale Ansätze im Geschichtsunterricht die Vermittlung historischen Orientierungswissens befördern können.

Die Einbindung von lokaler Geschichte in ihre transregionalen, transnationalen und globalen Bezüge kann als ein hervorragendes Instrument genutzt werden, um im Geschichtsunterricht historisches Orientierungsvermögen zu vermitteln. "Denn dem Hintergrund der mit der globalisierten Welt einhergehenden Problemstellungen ist es enorm wichtig, das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler dafür zu wecken und zu schärfen, dass auch diese komplexen Problemstellungen Resultate geschichtlicher Entwicklungen sind, die in engen Zusammenhängen mit ganz konkreten Orten stehen", erläutert Prof. Dr. Susanne Popp das Thema des diesjährigen "Augsburger Kontaktstudientags Geschichte".

Einmal mehr zeichnet die Historikerin mit dem Team ihres Lehrstuhls für Didaktik der Geschichte für die inhaltliche Konzeption und Organisation dieser zweitägigen Fortbildung verantwortlich, die an der Universität Augsburg seit vielen Jahren regelmäßig für Geschichtslehrkräfte an Gymnasien und Realschulen angeboten wird.

Die Stadtgeschichte Augsburgs: ein hervorragendes Beispiel

Mit Blick auf das diesjährige Thema – auf die Auseinandersetzung mit dem lokal-globalen Vermittlungsansatz im Geschichtsunterricht also – biete die von transregionalen, ja tatsächlich weltweiten Verflechtungen geprägte Augsburger Stadtgeschichte hervorragende Anknüpfungspunkte, die in hohem Maß exemplarisch und auch auf andere Fälle übertragbar seien, betont Popp. "Dementsprechend werden die Vorträge unseres Kontaktstudientags in einer breiten thematischen Vielfalt, die vom Augsburg des Spätmittelalters bis zum Augsburg am Ende des 20. Jahrhunderts reicht, auf die bestehenden Lehrpläne Bezug nehmen und mit der Erläuterung von geeigneten Quellenbeispielen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestimmt wertvolle Anregungen für die konkrete Unterrichtsgestaltung geben."

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Der "Augsburger Kontaktstudientag Geschichte" wird finanziell vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus unterstützt, ebenso von der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für Gymnasien in Schwaben, der offizieller Veranstalter ist.

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Ausführliches Programm zum Download

Am Beispiel der weltweit verflochtenen Stadtgeschichte Augsburg geht es beim diesjährigen Kontaktstudientag Geschichte um die Förderung historischen Orientierungswissens durch lokal-globale Ansätze im Geschichtsunterricht. Wikimedia / Bin im Garten

Medienkontakt

Lehrstuhlinhaberin
Didaktik der Geschichte
Oliver Mayer-Simmet
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Didaktik der Geschichte

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