UPD 13/20 - 10.02.2020

Perspektiven der Gesundheitsversorgung in der Region Augsburg

Am 11. Februar erörtern Expertinnen und Experten auf dem Augsburger Gesundheitsdialog Perspektiven der regionalen Gesundheitsversorgung vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen.

Augsburg/MB/JvH/MH – Am 11. Februar 2020 fand die zweite Runde des 5. Augsburger Gesundheitsdialoges im Reichlesaal des Zeughauses statt. Unter der Moderation des Gesundheitsökonomen und Stellvertretenden Direktors des ZIG, Prof. Dr. Robert Nuscheler, diskutierten Dr. Markus Beck (Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesärztekammer), Prof. Dr. Michael Beyer (Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Augsburg), Prof. Dr. Martina Kadmon (Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg) und Dr. Ulrich Storr (Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Augsburg) über die Perspektiven der Gesundheitsversorgung in der Region Augsburg.

Das deutsche Gesundheitswesen steht derzeit vor einer ganzen Reihe von Herausforderungen. So führt der demografische Wandel nicht nur zu einem erhöhten Versorgungsbedarf, sondern durch die Altersstruktur des medizinischen Personals auch zu einer Verknappung des Angebots. Der Gewinnung von Fachkräften für das Gesundheitssystem kommt damit genauso wie der effizienten Nutzung von Gesundheitsressourcen eine überragende Bedeutung zu. Eine verbesserte Koordination der Versorgung kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Die dafür erforderliche Vernetzung der Akteure des Gesundheitswesens ist das vorrangige Ziel der am 22. Januar 2020 gegründeten Gesundheitsregionplus der Stadt Augsburg. Die Situation in Augsburg und der Region unterscheidet sich außerdem durch die Gründung der Medizinischen Fakultät an der Universität Augsburg am 1. Dezember 2016 sowie die damit verbundene Umwandlung des Klinikums Augsburg in eine Universitätsklinik zum 1. Januar 2019 maßgeblich von anderen Regionen Deutschlands. „Ein Austausch der wichtigsten Akteure des Gesundheitswesens ist für die Gesundheitsversorgung in Augsburg von großer Wichtigkeit“, freute sich Prof. Dr. Robert Nuscheler über die höchst spannende und ergiebige Diskussion der hochkarätig besetzten Podiumsveranstaltung.

Das ZIG selbst war im April 2014 als drittmittelbasiertes Forschungszentrum der Universität Augsburg gegründet worden und bündelt seither die interdisziplinäre Gesundheitsforschung an der Universität Augsburg. Es versteht sich in der Tradition der von der Universitätspräsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel seit Beginn ihrer ersten Amtszeit verfolgten ‚Netzwerkuniversität‘ und sieht es daher auch als eine wichtige Aufgabe an, sich fortlaufend mit Forschungs- und Praxispartnern aus der Region auszutauschen und zu vernetzen. „In diesem Zusammenhang freuen wir uns ganz besonders, als Forschungszentrum Mitglied in der Gesundheitsregionplus der Stadt Augsburg zu sein und uns an diesem wichtigen Projekt beteiligen zu dürfen“, so Dr. Julia von Hayek, wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZIG. „Die vom ZIG im Auftrag der Stadt Augsburg verfasste Bestands- und Bedarfsanalyse bildet für den Aufbau der Gesundheitsregionplus der Stadt Augsburg ein sehr gutes Fundament“, ergänzt Dr. Ulrich Storr vom städtischen Gesundheitsamt.

Der Augsburger Gesundheitsdialog war zum wiederholten Male sehr prominent besetzt und bot auch diesmal der Bevölkerung  die Möglichkeit, gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Diskussionsrunde über die hiesige Gesundheitsversorgung zu diskutieren.

Der Augsburger Gesundheitsdialog

... wird seit 2017 von der Arbeitsgruppe Prävention des Zentrums für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG) der Universität Augsburg gestaltet und hat zum Ziel, allen interessierten Personen in Augsburg und Umgebung die Forschungsaktivitäten des ZIG vorzustellen, über aktuelle Themen zu informieren und mit der Stadtgesellschaft in einen aktiven Austausch zu treten. Der hierdurch beförderte Dialog zwischen Wissenschaft und Bevölkerung stellt eine Grundlage dafür dar, die zahlreichen Herausforderungen für die individuelle wie die kollektive Gesundheit zu bewältigen, die sich in verschiedensten Gesellschaftsbereichen durch technische, demographische, kulturelle oder ökologische Entwicklungen ergeben. Auf diese Weise soll die Forschung am Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung nicht nur in relevante gesellschaftliche Debatten eingebracht werden, sondern sie soll auch zu einer kritischen und reflektierten Auseinandersetzung mit aktuellen Themen aus dem Bereich Gesundheit beitragen.

Das Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung

… wurde 2014 als zentrale Einrichtung an der Universität Augsburg gegründet. Derzeit vereint das ZIG rund 65 Forscherinnen und Forscher der Universität Augsburg aus allen acht Fakultäten und sieben Einrichtungen der Universität Augsburg sowie assoziierte Mitglieder aus der Region Augsburg. Gemeinsam mit den externen Kooperationspartnern arbeiten die Forscherinnen und Forscher an zentralen Fragen zu Gesundheit und Krankheit, zur Medizin und zum Gesundheitssystem. Unterstützt und begleitet werden Auf- und Ausbau des Forschungszentrums durch einen Beirat mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus Politik und Gesellschaft.

Termin und Ort:

Dienstag, 11. Februar 2020, 18.00 bis 19.30 Uhr
Zeughaus Augsburg (Reichlesaal, 1. Stock), Zeugplatz 4, 86150 Augsburg
Der Eintritt ist frei.

Flyer zum Download

© Universität Augsburg

Ansprechpartnerin

Wissenschaftliche Geschäftsführerin
Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung
  • Raum G. 10d, R. 4027 (Gebäude SHS)

Suche