Pressemitteilung 117/21 - 09.11.2021

Schätze der Universitätsbibliothek

Ausstellung zu den Sondersammlungen an der Universität Augsburg

Vom 12. November bis zum 17. Dezember 2021 ist in der Zentralbibliothek der Universität Augsburg die Ausstellung "Ein Reichtum, den kein Maß bestimmen kann" zu sehen. Zum ersten Mal werden die Schätze aus den wichtigsten Sondersammlungen der Universität präsentiert und ermöglichen somit einen außergewöhnlichen Blick in die Vergangenheit vom Mittelalter bis zur Moderne. Was bisher verborgen im Tresor schlummerte, kann nun bewundert werden: Mittelalterliche Handschriften, jahrhundertealte Holzschnitt- und Kupferstichillustrationen, unter anderem auch aus Augsburg und Erstausgaben der großen deutschen Literaten.

Im Laufe der letzten Jahre wurde die Universitätsbibliothek Augsburg stetig erweitert. Unter anderem beherbergt und bewahrt sie einige kostbare Sondersammlungen, beispielsweise die Bibliothek des fürstlichen Hauses Oettingen-Wallerstein, die 1980 vom Freistaat Bayern angekauft wurde. Oder die Bibliothek der verbrannten Bücher, mit den, von Georg P. Salzmann zusammengetragenen Gesamtwerken von Autorinnen und Autoren, deren Arbeiten von den Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 in ganz Deutschland verbrannt wurden. Nicht alle dieser Werke sind für gewöhnlich öffentlich einsehbar, manche bedürfen aufgrund ihres Alters und ihres Wertes einer besonderen Aufbewahrung, um sie für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Um jedoch einen Überblick über diese bedeutenden Stücke der Kunst- und Kulturgeschichte zu bieten, findet vom 12. November bis zum 17. Dezember die Ausstellung über die Sondersammlungen der Universitätsbibliothek statt. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 8:30 bis 18:00 Uhr und Samstag von 13:00 – 16:30 Uhr.
 

Evangeliar aus Salzburg, um 820 © Universität Augsburg

Was ist alles zu sehen?

Gezeigt werden aus der bereits angesprochenen Oettingen-Wallersteinschen Bibliothek mittelalterliche Handschriften, Inkunabeln, kostbare Einbände aus der Sammlung des Markus Fugger, Drucke aus der Zeit nach 1500 und Musikalien mit Musikhandschriften und -drucken. Darüber hinaus Altbestände aus der Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Freising, welche 1968 aufgelöst wurde und deren Geschichte sich bis in das 18. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Ebenso sind Gesangsbücher, welche die Universität Augsburg zwischen 1986 und 1990 erwerben konnte, ausgestellt. Dies ist vor allem deshalb besonders, da Gesangsbücher in wissenschaftlichen Sammlungen normalerweise nicht enthalten sind. Weitere sehenswerte Ausstellungsstücke zum Thema Pädagogik, mit Kinder- und Jugendbüchern und Fibeln, kommen aus der Bibliothek des Cassianeums, die Ende des 20. Jahrhunderts vom Freistaat angekauft wurde. Auch Stücke aus der Sammlung jüdisch-liturgischer Musik können betrachtet werden, deren Umfang in Augsburg bemerkenswert ist. Wertvolle Briefe und Autografen von Thomas Mann sind aus einer Sammlung über den großen Literaten ausgestellt, sowie Fotografien aus dem Nachlass von Erika Groth-Schmachtenberger. Zuletzt werden Werke aus der Sammlung Salzmann vorgestellt.

Eröffnet wird die Ausstellung am 11. November um 18:00 Uhr in der Zentralbibliothek. Die Universitätsbibliothek lädt Sie hierzu herzlich ein. Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen unterliegt der Einlass den 3G-Regeln und der Maskenpflicht, eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail (dir@bibliothek.uni-augsburg.de) oder telefonisch (0821 598-5306).

Sondersammlungen der Universitätsbibliothek

  • Die Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Freising
  • Die Bibliothek des Cassianeums: Drucke, Varia
  • Die Bibliothek des Cassianeums: Musikalien
  • Die Fotosammlung Groth-Schmachtenberger
  • Die hymnologischen Sammlungen
  • Die Thomas-Mann-Sammlung Klaus W. und Ilsedore B. Jonas
  • Die Sammlungen jüdisch-liturgischer Musik
  • Die Oettingen-Wallersteinsche Bibliothek: Drucke nach 1500
  • Die Sammlung Salzmann – Bibliothek der verbrannten Bücher

Wissenschaftliche Ansprechperson

Dr. Peter Stoll
Leitung Benutzungsabteilung; stellv. Leitung Bibliothek; stellv. Leitung Abteilung Handschriften, Alte Drucke, Sondersammlungen; Leitung Referat Ausstellungen; Fachreferat Anglistik, Biologie, Allgemeine Literaturwissenschaft, Allgemeine Literatur
Universitätsbibliothek
  • Telefon: + 49 821 598-5372
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  • Raum ZB 3008 (Gebäude E)

Medienkontakt

Michael Hallermayer
Stellvertretender Pressesprecher
Stabsstelle Kommunikation & Marketing
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