Press release 82/22 - 04.10.2022

Forschungshalle im Umbau - 3D-Präsentation bietet Blick in die Zukunft

Um die Voraussetzungen für die industriellen Forschungs- und Fertigungsanlagen zu schaffen, laufen umfassende Umbauarbeiten auf den insgesamt 7000m² Bürofläche, die die Universität Augsburg auf dem WALTER Technology Campus Augsburg mietet.

7.000m2 Büro- und Hallenfläche mietet die Universität Augsburg auf dem WALTER Technology Campus Augsburg, um kreativen Raum für ihr KI-Produktionsnetzwerk zu schaffen. Auf dem Areal befinden sich inzwischen die Geschäftsstelle und ein moderner, im Mai eröffneter Showroom. Kern der Anmietung ist die 5.300m2 große Halle.

Hier wird ein interdisziplinäres Team an Fertigungsanlagen im industriellen Maßstab KI-Methoden in der Produktion erforschen. Unternehmen sind eingeladen, freie Flächen in dieser Halle für eigene Anlagen und den direkten Austausch mit den Forschenden der Universität zu nutzen.
 

© Universität Augsburg

Forschungshalle: Arbeiten laufen auf Hochtouren

© Universität Augsburg

Die Forschungshalle befindet sich mitten im Umbau: Wo bis vor kurzem neben den Ladeflächen noch zwei kleine Türen Zugang zur Halle boten, klafft nun eine riesige Öffnung. Bagger tragen die Bodenplatte ab, Laster transportieren Sand und Schutt weg. Grund für den Umbau sind die geplanten Anlagen im industriellen Maßstab. „Diese stellen besondere Anforderungen, vor allem aufgrund ihres Gewichts. Deshalb vergrößern wir unter anderem das Eingangstor und verstärken den Boden in Teilen der Halle. Nehmen wir beispielsweise die Spritzgusszelle. Sie ist etwa 12 Meter lang, acht Meter breit und mit Werkzeugen und Peripherie etwa 50 Tonnen schwer“, verdeutlicht Juliane Gottmann, wissenschaftliche Geschäftsführerin des KI-Produktionsnetzwerks an der Universität Augsburg, die Dimensionen der geplanten Anlagen. In der Halle sind weiterhin eine robotergestützte Komponentenprüfung, eine robotergestützte Computertomographie, eine Anlage zum Rührreibschweißen sowie mehrere CNC-gesteuerte Bearbeitungszentren geplant. Darüber hinaus werden weitere Fertigungsanlagen entstehen und von den Forschenden im Zusammenspiel mit autonomen Transportsystemen auf ihre Modularität und Flexibilität erprobt.
 

Showroom erfreut sich großer Beliebtheit

250 Showroom-Besucherinnen und Besucher nach nur vier Monaten Laufzeit des Showrooms, darüber freuen sich die Beteiligten des KI-Produktionsnetzwerks an der Universität Augsburg. „Das Interesse ist riesig: Wir begrüßten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, eine Delegation französischer Unternehmensvertreterinnen und -vertreter, kleine regionale Unternehmen und global Player. KI in der Produktion interessiert nicht nur übergreifend, sondern ist für alle relevant. Unser Showroom trägt dazu bei, KI erlebbar zu machen“, berichtet Dr. Juliane Gottmann.
 

©KW NEUN

Gesucht: Partnerunternehmen auf der Suche nach Innovationen

„In unserem umfassenden Anlagen-Park manifestiert sich unser Ziel: KI-Anwendungen direkt im Produktionsumfeld und gemeinsam mit Unternehmen zu erforschen“, erläutert Gottmann. Auch brandaktuelle Themen wie eine Testumgebung für 5G-Anwendungen denken die Verantwortlichen mit. Gottmann: „Besonders wichtig ist uns, in unseren Planungen so flexibel und umfassend wie möglich zu sein, um interessierten Firmen bestmögliche Bedingungen für eine Kooperation mit uns zu bieten“. Das Angebot des KI-Produktionsnetzwerks an der Universität Augsburg an die Industrie ist vielfältig. Im Rahmen einer Kooperation könnten Unternehmen ihre Anlagen gemeinsam mit den Expertinnen und Experten weiterentwickeln lassen, im Zusammenspiel mit anderen Anlagen erproben, Produktionsdaten generieren, oder einfach nur erleben, wie die Produktion in der Zukunft aussehen könnte. „Wir suchen immer nach neuen Kooperationen, denn nur gemeinsam finden wir neue Wege in eine KI-gestützte Produktion. Wir freuen uns über jede Anfrage und jede neue Herausforderung“, lädt Gottmann ein.
 


Das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg

Das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg ist ein Verbund der Universität Augsburg, des Fraunhofer-Instituts für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV, des Zentrums für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Augsburg sowie der Hochschule Augsburg. Beteiligt sind zudem regionale Industriepartner. Ziel ist eine gemeinsame Erforschung KI-basierter Produktionstechnologien an der Schnittstelle zwischen Werkstoffen, Fertigungstechnologien, datenbasierter Modellierung und digitalen Geschäftsmodellen.

Das KI-Produktionsnetzwerk an der Universität Augsburg

360°-Hallenrundgang

Hier können Sie einen virtuellen Blick in die Halle werfen:

 

360°-Tour

© KI-Produktionsnetzwerk

Wissenschaftlicher Kontakt

Direktor KI-Produktionsnetzwerk
Mechanical Engineering
Dr. Juliane Gottmann
Wissenschaftliche Geschäftsführerin
KI-Produktionsnetzwerk Augsburg

Medienkontakt

Dr. Manuela Rutsatz
Pressesprecherin, Leitung
Stabsstelle Kommunikation & Marketing

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